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Impfung Corona ja/nein? Immunsupressiva
Reihenfolge 

Verfasst am: 29.11.2021, 08:51
Dabei seit: 13.10.2021
Beiträge: 50

Hallo Flippi,
meine Bedenken sind der Tatsache geschuldet, dass meine Erkrankung vermutlich durch die Impfungen ausgelöst wurde. Auch mein Hausarzt sagt, er wird mich definitiv nicht mit mrna-Impfstoff impfen. Er teilt meine Meinung, dass die Impfung die Krankheit ausgelöst hat. Ich bin weder erblich vorbelastet, noch hatte ich vorher irgendwelche gesundheitlichen Probleme.
Antikörper habe ich aktuell und der Arzt meint, diese würden vermutlich reichen, um einen schweren Verlauf zu verhindern.
Die Situation ist wirklich schwierig. Eine Impfung zum aktuellen Zeitpunkt macht mir zuviel Angst, da die Erkrankung ja aktuell auch noch aktiv ist.
Der Hausarzt sagt, abwarten bis Totimpfstoffe auf dem Markt sind.


Verfasst am: 26.11.2021, 08:18
Dabei seit: 19.11.2021
Beiträge: 1

Hallo ! Ich teile deine Bedenken und bin selbst nicht geimpft. Ich leide seit meinem 7. Lebensjahr an RA. Schon als Kind hatte ich jahrelang eine Basistherapie aus Predni und MTX. Sportunterricht, Vereinssport, Fahrradfahren all das gab es für mich als Kind nicht. In der Pubertät ging es mir besser, doch mit Mitte 20 bekam ich wieder einen heftigen Schub und seitdem geht es mir mal besser mal schlechter. Trotz alledem habe ich studiert und arbeite als Steuerberaterin. Vor zwei Jahren habe ich ein Kind bekommen. Meine Schwangerschaft musste ich planen, d.h. mtx absetzen und Cimzia statt Humira. Nach der Schwangerschaft bekam ich den nächsten Schub. Zurzeit bin ich endlich ohne Basistherapie und komme lediglich mit Predni aus. Ich bin 32 Jahre alt und mein Risiko für einen schweren COVID Verlauf ist damit sehr gering. Da stellt sich mir schon die Frage warum ich das Risiko eingehen sollte, nach einer Impfung wieder einen Schub zu erleiden. Letztendlich handelt es sich bei den bislang zugelassenen Impfstoffen eben nicht um Totimpfstoffe. Diese werden jetzt erst zugelassen.


Verfasst am: 23.11.2021, 09:49
Dabei seit: 13.10.2021
Beiträge: 50

Hallo Rene71,
da hast du natürlich Recht. Habe jetzt mal in der Uniklinik angerufen und warte auf den Rückruf was die Ärzte dort empfehlen. Die sind da wahrscheinlich die besseren Ansprechpartner als der Hausarzt.
Die Situation ist wirklich schwierig. Eine Infektion mit der Gefahr eines schweren Verlaufs möchte ich ja auf keinen Fall riskieren. Gerade bei der Lage in den bayerischen Kliniken :-( Und der Morbus Wegener ist ja nun schon da. Allerdings habe ich schon Angst, dass sich das verschlimmert durch den Booster.
Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen gemacht in dieser Richtung?
Gruß Bergzwerg


Verfasst am: 17.11.2021, 12:46
Dabei seit: 16.07.2020
Beiträge: 46

Hallo,

der mRNA-Impfstoff ist kein Lebendimpfstoff. Er gehört auch zu den Totimpfstoffen. Ich bin kein Arzt, aber ich denke, dass durch Impfung sich ihr Immunsystem ein wenig hochgeschaukelt hat. Die Impfung selbst wird den Morbus Wegener nicht ausgelöst haben.

Das wird manchmal behauptet, dass Impfungen Autoimmunerkrankungen auslösen, dass stimmt so nicht und ist auch nirgends bewiesen. Ich würde eher mit dem Rheumatologen sprechen, der kennt sich besser aus und dort würde ich mir auch die Empfehlung holen zwecks Impfung unter ihren Medikamenten. Der Hausarzt ist für (seltene) Autoimmunerkrankungen nicht der richtige Ansprechpartner. Habe ich selbst schon erlebt...

Ich bin 3x geimpft, meine Werte sind stabil geblieben.

Also ich würde eher impfen, als die Infektion mir holen.


Verfasst am: 17.11.2021, 08:06
Dabei seit: 13.10.2021
Beiträge: 50

Hallo,
ich bin bereits 2x geimpft. Jedoch traten bei mir ca 3-4 Wochen nach der 2. Impfung erstmals Symptome meiner nun feststehenden Diagnose auf. Morbus Wegener. Ich gehe davon aus dass diese Erkrankung durch die Impfung ausgelöst wurde. Nun habe ich natürlich Angst davor mich ein 3.Mal impfen zu lassen. Auch mein Hausarzt sagt, er würde das nicht tun. Ich nehme derzeit Prednisolon und MTX. Deshalb habe ich aber natürlich auch Angst vor einer Infektion mit Covid.
Die Gesamtsituation ist ziemlich beängstigend.
Mein Hausarzt sagt, ich soll abwarten, bis nächstes Jahr die Totimpfstoffe kommen. Aber die Gefahr der Infektion ist halt leider jetzt besonders hoch.
Würde die Impfung überhaupt wirken, da ich aktuell in der Reduzierungsphase des Cortisons bin, bei derzeit 20mg täglich?


Verfasst am: 17.11.2021, 06:08
Dabei seit: 16.07.2020
Beiträge: 46

Hallo Jules E.,

es gibt keinen Grund Angst vor der Impfung zu haben. Ich bin schon 3x geimpft und meine ersten beiden Impfungen liegen Monate zurück. Glauben sie mir, dass eine Infektion viel schlimmer ist. Ich spreche aus Erfahrung: denn mein Vater, eine beste Freundin, sowie ein Onkel sind an Corona verstorben (alle nicht geimpft, da in der 2. Welle verstorben, wo es noch keine Impfung gab).

Es ist keine Grippe bzw. Erkältung. Klar gibt es Menschen, die es auch recht gut überstehen, aber sie wissen nicht, ob sie zu diesen Personenkreis gehören. Es ist wie Roulette spielen. Ich würde das mit einer Vorerkrankung nicht riskieren!

Wenn sie bedenken haben, lassen sie sich doch nochmal von ihrem Arzt alles erklären und ihre Bedenken ausräumen.


Verfasst am: 16.11.2021, 21:34
Dabei seit: 16.11.2021
Beiträge: 1

Hallo ich bin Jules und neu hier. Bei mir wurde nach einem langen Jahr, vor 2 Monaten RA diagnostiziert und ich nehme 1x die Woche 20mg Ebetrexat. Ich habe keine anderen Erkrankungen oder sonstige Vorerkrankungrn (hinsichtlich Covid19). Des Weiteren möchte ich gleich dazu sagen, dass ich keine Corona Leugnerin oder Impfgegnerin bin. Dennoch muss ich ehrlich sage , dass ich aktuell wirklich Angst habe, mich impfen zu lassen. Geht es noch jemandem so? Danke und lg, Jules


Verfasst am: 18.10.2021, 05:36
Dabei seit: 16.07.2020
Beiträge: 46

Hallo SAS-78,

ich bin 40 Jahre alt und habe auch Vorerkrankungen inklusive Immunsuppressiva. Ich bin schon 3x geimpft (nach Impfschema der Stiko bei Immunsuppression) und ich habe Antikörper gebildet. Bei mir hat sich nichts an der Grunderkrankung verschlimmert durch die Impfung. Und sollte sich was verschlimmern, dann ist das nur kurz um die Impfung herum, das erholt sich wieder. Im Übrigen kann sich eine Autoimmunerkrankung bei JEDER Impfung etwas verschlechtern, weil das Immunsystem ja einen Reiz bekommt um daraufhin zu arbeiten und etwas auf Hochtouren zu fahren. Das legt sich wieder.

Meine Überlegung war: wie wird sich dein Zustand bzw. die Autoimmunerkrankung erst verschlimmern, wenn du Corona bekommst oder gar noch einen schweren Verlauf? Also für mich hat sich da nie die Frage gestellt. Es hat einfach zuviel FÜR die Impfung gesprochen. Man geht öfter in Arztpraxen, ist auf Arbeit mit Menschen zusammen. Man kann sich überall anstecken und ich wollte einfach kein "Russisch Roulette" spielen und eine Infektion mit evtl. schweren Verlauf riskieren. Zumal eine beste Freundin mit 41 an Corona verstorben ist (hatte auch eine Autoimmunerkrankung) sowie mein eigener Vater. Glaube mir, was wir mitgemacht haben, das wünscht sich niemand! Und alle die behaupten, dass es "nur" eine Grippe ist oder ein Schnupfen: DAS STIMMT EINFACH NICHT. Ich habe Gespräche mit den Ärzten geführt, man hat mir alles ausgehändigt an Papieren wie Arztbrief, Laborergebnisse alles. Man hat offen kommuniziert, auch durfte ich mit der Ärztin des Gesundheitsamtes sprechen.

Lass dich nochmal beraten beim Arzt, wenn du noch fragen hast. Und ich wette, dein Arzt empfiehlt auch die Impfung. Bei den Immunsuppressiva, sagt dir auch dein behandelnder Facharzt, wann es günstig ist zu impfen.


Verfasst am: 14.10.2021, 10:23
Dabei seit: 05.10.2021
Beiträge: 42

Die Abwägung ist hier, Infektion mit der Chance auf der Intensivstation zu landen. Da sowohl die Impfung als auch die Infektion selbst das EBV Virus reaktivieren können, welches vermutlich der eigentliche Verursacher der Long Covid Symptomen ist, sieht die Abwägungsfrage folgendermaßen aus. Ist man ein potenzieller Kandidat für Long Covid durch Reaktivierung des Epstein Barr Virus, bekommt man es entweder durch die Infektion mit all ihren weiteren Risiken oder man bekommt es durch die Impfung. Da sich die Infektion auf Dauer wohl nicht vermeiden lässt ist die Impfung vermutlich das kleinere Übel.


Verfasst am: 13.10.2021, 18:42
Dabei seit: 13.10.2021
Beiträge: 4

Hallo,
ich bin kein Impfgegner aber skeptisch hinsichtlich der Impfung. Ich leide seit vielen Jahren an Spondylarthritis und Polyarthritis. Durch Humira (jetzt Hulio) hatte ich seit Jahren keine Schübe mehr. Ich rauche nicht, trinke kein Alkohol und trotz kaputten Kniegelenk und Hüft TEP ist es mir möglich Sport zu treiben, auch Radtouren bis zu 60-70km. Alter 43.
Ich habe Angst davor, dass die Impfung meine Erkrankung wieder aktiviert. Zudem sind keine Langzeitstudien bekannt. Bildet man überhaupt Antikörper und mich bewegt, ob die Impfung sich eher nachteilig auf mein Immunsystem auswirkt. Klar alles ist ein Abwägungsprozess! Vielleicht hat jemand Tipps oder ist genauso skeptisch wie ich!
Grüße




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