• Rheuma-Liga Bundesverband
  • Kontakt
  • A A STRG + STRG -

    Sie können die Seite mithilfe Ihres Browsers größer oder kleiner anzeigen lassen. Verwenden Sie dafür bitte STRG + und STRG - .
    Mit STRG 0 gelangen Sie wieder zur Ausgangsgröße.

menu

Grundl. Fragen zu Impfung gegen Corona unter Rituximab
Reihenfolge 

Verfasst am: 17.03.2021, 12:39
Dabei seit: 24.11.2018
Beiträge: 13

"Bedeutet keine Nebenwirkungen = reduzierte Imfantwort? dankeschön."

Bin kein Arzt, kann mir das aber ehrlich gesagt nicht zwingend vorstellen. Viele ältere Leute die ich kenne, haben bei der Impfung gar keine Impfreaktion gezeigt und das obwohl Sie eigentlich kerngesund sind. Würde ja bedeuten, dass diese dann auch keine Impfwirkung hätten.

Gibt es hier im Forum nicht auch Ärzte, die das eine oder andere aufklären können?

Übrigens interessanter Bericht auf Spielgel.de:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-menschen-mit-geschwaechtem-immunsystem-sind-offenbar-perfekte-wirte-fuer-das-coronavirus-a-78d1c66f-2b32-4373-b64e-a31cc92a6159


Verfasst am: 14.03.2021, 19:09
Dabei seit: 28.02.2019
Beiträge: 22

Ich habe jetzt (09.03.) die erste Impfung mit AstraZeneca erhalten. Und hatte keinerlei Nebenwirkungen.
Meine Frage: gibt es bereits erste Erfahrungen, inwieweit bei Rituximab (zuletzt 10/20) und Cortison (27.2. - 08.3. --> 15mg, seit 09.03. -->10mg) die Impfreaktion reduziert ist? Bedeutet keine Nebenwirkungen = reduzierte Imfantwort?
dankeschön.


Verfasst am: 27.02.2021, 00:42
Dabei seit: 24.11.2018
Beiträge: 13

Nach meinem Verständnis ist die 1. Impfung des AstrZeneca Impfstoffs sogar wirkungsvoller, als der Impfstoff von Biontech oder Moderna. Erst mit der 2. Impfung ändert sich das Verhältnis ein wenig.


Verfasst am: 26.02.2021, 05:32
Dabei seit: 16.07.2020
Beiträge: 35

Hallo,

habe meine 1. Impfung mit AstraZeneca bekommen. Es hat mich 1 Tag umgenietet mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, leichter Übelkeit, Schmerzen am Arm....

Meine RTX-Infusion werden wir dadurch verschieben müssen, denn ich muss ja noch meinen 2. Impftermin wahrnehmen und dann muss man noch 4 Wochen warten.

Ich bin etwas erleichtert, dass ich erstmal eine Impfung habe. Ich hätte mir zwar auch eher die von Biontech oder Moderna gewünscht, aber bei uns ist die Regel so, dass alle unter 65 nur ein Impfangebot mit AstraZeneca bekommen momentan.

Ich hatte in der Uniklinik nachgefragt, und dort wurde mir gesagt, dass ich auch diese Impfung auf alle Fälle nehmen soll. Es gäbe keinen besseren oder schlechteren Impfstoff. Das wären Fake News.


Verfasst am: 25.02.2021, 18:52
Dabei seit: 17.08.2018
Beiträge: 113

Hallo Pinochio,

mein rheumatologe, ist da ganz anderer Meinung und er meint, dass rituximab und impfen nicht zusammen gehen. Da meine nächste Infusion anstand, wurde jetzt diskutiert mich auf ein anderes Medikament umzustellen.
da ich mich weigerte und nicht umgestellt werden möchte, habe ich jetzt/inzwischen Probleme/beschwerden und nun habe ich einen Termin zur stationären Aufnahme.
deshalb finde ich deinen Beitrag sehr ermutigend und ich werde mich nicht so einfach umstellen lassen. Denn es gibt nicht einen medizinischen Grund dafür, nur dass Argument..... mit rituximab keine Impfung möglich und wie ich jetzt lese, ist dass nicht mal korrekt.
danke dir... ☺️

lg

alexis


Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht!


Verfasst am: 25.02.2021, 17:24
Dabei seit: 28.02.2019
Beiträge: 22

Hallo Miteinander,
ich hab bis jetzt noch keine Rückmeldung zu meinen Härtefallantrag. So langsam wirds zeitlich schwierig, das Ende März bzw. spätestens Ende April die nächste Infusion ansteht.
Hab gestern bei einer ZOOM-Veranstaltung der RheumaLiga Hamburg gehört, dass die Impfung auch bei Rituximab dringend zu empfehlen ist, auch wenn die entsprechenden Zellen und Antikörper kaum messbar sind aufgrund der Immunsuppression.
Als wesentlich wurde nochmal der Zeitpunkt der Impfung hervorgehoben, 4 Monate NACH der letzten Infusion, 4 Wochen VOR der nächsten Infusion.
Und von dem Impfstoffen sind alle geeignet.
Gruß aus dem Norden Pinochio


Verfasst am: 21.02.2021, 21:31
Dabei seit: 24.11.2018
Beiträge: 13

Ich kann die Fragen nicht beantworten, aber ich fände es wichtig, dass diese Patienten in der Impfreihenfolge entsprechend der Gefahr oder möglichen Gefahr, auch berücksichtigt werden würden. Vielleicht hilft es hier vermehrt das RKI zu kontaktieren und darauf hinzuweisen. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass das denen gar nicht bewusst ist.


Verfasst am: 20.02.2021, 14:49
Dabei seit: 27.08.2019
Beiträge: 2

Hallo liebe Mitpatienten,

danke, Ihr habt genau die gleichen Fragen wie ich. Besonders würde ich gerne auch verstehen, ob man unter der B-Zell-Depletion mit Rituximab überhaupt eine Chance im Falle einer Covidinfektion hat, nicht schwer zu erkranken und wie das dann immunologisch vor sich geht.
Kurz zu mir: w, 45 Jahre, Diagnose PAN (Vaskulitis), 2 schulpflichtige Kinder, seit Jahren immunsupprimiert mit verschiedenen Biologika und Prednisolon, seit 1,5 Jahren unter Rituximab, zuletzt im November im sog. Vaskulitis-Schema (also volle Dröhung).

Ich bin als Betroffene auf der Suche nach einer Antwort darauf, ob ich als B-Zell-deplezierte Patientin mit der Diagnose Panarteriitis nodosa (45 Jahre alt) einem derart hohen Risiko im Falle einer Covid-Infektion ausgesetzt bin, dass ich mich (bis zu einer erfolgreichen Impfung) völlig isolieren muss, das heißt konkret im Moment der Wiedereröffnung der Schulen wegen des Ansteckungsrisikos meiner schulpflichtigen Kinder "zu Hause ausziehen" sollte, möglich ist mir das.

Die Frage ist deshalb besonders dringlich, da - das scheint wohl festzustehen - ich wegen der B-Zell-Depletion bis auf weiteres gar nicht erfolgreich geimpft werden kann (so meine Ärzte in der Rheuma-Ambulanz, aktuelles Blutbild: b-Zellen: null) und ich auch momentan gar keine Impfung zugeteilt bekomme.

Mit Interesse las ich die Veröffentlichung "Hasseli R., Mueller-Ladner U, Hoyer BG, et al. Older age, commorbidity, gluccocorticoid use and disease activity are risk facors für COVID-19 hospitalisation in patients with inflammatory rheumatic an musculoskeletal diseases. RMD Open 2021". Die findet man online.
Auf Seite 4, rechte Spalte, heißt es: "Twenty-seven per cent of the ventilated patients were on B-cell-depletion treatment, whereas only 3 % of the non-hospitalised and 6 % of the hospitalised patients without ventilation had received B-cell-depletion treatment".
Im Table 1 heißt es unter "B-cell depletion", dass von 24 Patienten 10 nicht krankenhauspflichtig wurden, 14 schon, davon 7 beatmet wurden.

14 von 24!!!

Leider werden diese Ergebnisse zur b-cell-depletion dann in der Discussion nicht gewürdigt bzw. erörtert. Dies ist für B-Zell-deplezierte Patienten höchst beunruhigend, da es nach den Zahlen dieser Studie kein anderes Kriterium (als die B-Zell-Depletion) gab, das sich derartig stark auf das Risiko eines schweren Verlaufs ausgewirkt hat. Wie ist das zu verstehen?

Wie meint Ihr, müsen wir mit diesem etwas unklaren, aber bedrohlich wirkenden Risiko umgehen?

Viele Grüße


Verfasst am: 09.02.2021, 08:31
Dabei seit: 16.07.2020
Beiträge: 35

Hallo,

ich habe folgendes gerade gefunden, in der 2. Aktualisierung:

"4. Neue Öffnungsklausel der Empfehlung:

Bei der Priorisierung innerhalb der COVID-19-Impfempfehlung der STIKO können nicht alle Krankheitsbilder oder Impfindikationen explizit genannt werden. Es obliegt daher den für die Indikationsstellung Verantwortlichen, in Einzelfällen Personen, die nicht explizit im Stufenplan genannt sind, angemessen zu priorisieren. Dies betrifft z.B. Personen mit seltenen, schweren Vorerkrankungen oder auch schweren Behinderungen, für die bisher zwar keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz bzgl. des Verlaufes einer COVID-19-Erkrankung vorliegt, für die aber ein hohes bzw. erhöhtes Risiko angenommen werden kann.Dies trifft auch für Personen zu, die zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr oder nicht mehr gleich wirksam geimpft werden können (z.B. bei unmittelbar bevorstehender Chemotherapie). Darüber hin-aus sind Einzelfallentscheidungen möglich, wenn berufliche Tätigkeiten bzw. Lebensumstände mit einem nachvollziehbaren, unvermeidbar sehr hohen Infektionsrisiko einhergehen. Diese Öffnungsklausel darf nicht missbraucht werden, um ungerechtfertigterweise eine Impfung durchzuführen und somit stärker gefährdeten Personen die Impfung vorzuenthalten."

Das mit der Wirksamkeit würde ja auf Rituximab passen. Allerdings habe ich bei der Impfhotline angerufen, da wurde mir gesagt, dass es nur eine Empfehlung sei und ich müsse warten bis meine Kategorie dran sei.

Mein erster RTX-Zyklus ist abgelaufen. Nächsten Monat muss ich wieder zum Arzt, wir müssen aber wieder erst "Off-Label" beantragen. Bis dahin, wollte ich eigentlich geimpft sein. Leider vergibt unser Bundesland momentan gar keine Impftermine, da kein Impfstoff mehr vorhanden. Weiß jemand, ob man auch in einem anderen Bundesland geimpft werden kann? Die Klinik, die mich mit RTX behandelt liegt schon in einem anderen Bundesland...ich weiß nicht, ob man sich dann in diesem anmelden könnte?.....


Verfasst am: 08.02.2021, 23:12
Dabei seit: 24.11.2018
Beiträge: 13

Danke für die Info! Halte uns bitte auf dem Laufenden.




Portalinfo:
Das Forum hat 13.724 registrierte Benutzer und 4.846 Themen.

Als größte deutsche Selbsthilfe­organisation im Gesundheitsbereich informiert und berät die Deutsche Rheuma-Liga Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen. Sie bietet praktische Hilfen und unterstützt Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen. Der Verband mit rund 300.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein.

Kennen Sie schon die Facebook-Seite der Deutschen Rheuma-Liga? 

Videos rund um Rheuma - Besuchen Sie unseren YouTube-Kanal!