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Rheumaschub nach BioNTech Impfung
Reihenfolge 

Verfasst am: 27.06.2021, 11:38
Dabei seit: 26.06.2021
Beiträge: 5

Guten Tag zusammen,
ich bin neu hier. Weiblich, 51 Jahre und bisher keine Rheumapatientin.
Mache relativ viel Sport, habe leichtes Untergewicht, lebe und bin bisher absolut gesund.
Mitte Mai habe ich die erste BioNtech Impfung bekommen. Zunächst ging es mir gut, ich hatte lediglich 1 Woche lang stark geschwollene Lymphknoten am Impfarm, was aber als normal einzustufen ist.
Dann nach etwa 2 Wochen fing es an mit Schmerzen in den Oberschenkeln hinten, und in den Sehnen der Knie und Leisten. Es hat sich seitdem so gesteigert, dass ich morgens oft kaum aus dem Bett aufstehen kann, die Beine sind bis zu den Knien steif, ich stakse herum, habe Schmerzen und fühle mich wie wenn ich 80 oder älter wäre. Ich kann mich nicht bücken, habe steife Knie, kann bei Bedarf die Schuhe nicht mehr binden, weil die Beine so schmerzen. Alle paar Tage, wenn es nicht mehr geht, nehme ich Diclofenac (25mg), da hilft etwa 24h.
War nun bereits beim Hausarzt, der meinte es lägen keine Rheumafaktoren im Blut vor. Weiterhin beim Orthopäden, der mir bestätigt hat, dass meine Gelenke und Knochen völlig in Ordnung sind. Jetzt kommt noch der Neurologe, der die Muskeln untersuchen soll.
Ich würde gern von Ihnen wissen, die Sie ja leider die Erfahrung mit solchen Schmerzen haben, ob diese Morgensteifigkeit typisch ist für Weichteil Rheuma (ohne dass die Blutwerte dazu passen?) und ob bekannt ist, dass die Impfung gegen Sars CoV2 ein Rheuma auslösen kann.
Ich bin nun am Zweifeln, ob ich mir die 2. Impfung verpassen lasse. Den ersten Termin dafür habe ich nun abgesagt, da ich bis heute diese rheumaartigen Schmerzen nicht los habe. Vielen Dank im Voraus und alles Gute für Sie alle.


Verfasst am: 09.06.2021, 18:08
Dabei seit: 01.05.2020
Beiträge: 14

Guten Abend in die Runde,

ich habe meine 1. Impfung mit Moderna bekommen und kann leider auch bestätigen, dass meine Schmerzen und auch die Morgensteifigkeit, vor allem im Rücken deutlich zugenommen haben. Ich habe nun auch Angst, dass die Impfung bzw die Tatsache, dass ich wegen der Impfung 2 Wo MTX absetzen musste — - und dies auch nach der 2. Impfung notwendig ist - einen erneuten Schub auslöst. Meines Erachtens besteht da schon ein Zusammenhang. Ich wünsche Allen, denen es gerade genauso geht, gute Besserung bzw. Stabilisierung. LG Zwergi158


Verfasst am: 09.06.2021, 18:08
Dabei seit: 01.05.2020
Beiträge: 14

Guten Abend in die Runde,

ich habe meine 1. Impfung mit Moderna bekommen und kann leider auch bestätigen, dass meine Schmerzen und auch die Morgensteifigkeit, vor allem im Rücken deutlich zugenommen haben. Ich habe nun auch Angst, dass die Impfung bzw die Tatsache, dass ich wegen der Impfung 2 Wo MTX absetzen musste — - und dies auch nach der 2. Impfung notwendig ist - einen erneuten Schub auslöst. Meines Erachtens besteht da schon ein Zusammenhang. Ich wünsche Allen, denen es gerade genauso geht, gute Besserung bzw. Stabilisierung. LG Zwergi158


Verfasst am: 09.06.2021, 10:18
Dabei seit: 09.06.2021
Beiträge: 1

Sehr geehrte Damen und Herren, auch ich habe völlig unerwartet eine Woche nach der ersten Impfung mit Biontec einen Rheumaschub bekommen, den ich bestimmt 2 Jahrzehnte nicht mehr hatte. Kurz vor der zweiten Impfung wurde es langsam besser. Der Impfarzt kannte keine solche Nebenwirkung und auch andere schauten mich eher irritiert an, als ob ich mich jetzt gegen Impfungen aussprechen würde (keinesfalls!). Die zweite Impfung habe ich dann gut vertragen. Es war also nur eine vorübergehende Episode, Gott sei Dank!


Verfasst am: 19.05.2021, 16:40
Dabei seit: 11.04.2013
Beiträge: 127

Hallo, lieber Kollege,

sehr schwierig - das kann man nur individuell und ohne Studienlage beantworten. Wir haben bislang über die begrenzten Daten unserer chronischen "Rheuma-Patienten" keinen Anhalt für eine Schubauslösung durch einen der Impfstoffe.

Da wir davon ausgehen dass uns die "Corona-Lage" noch länger beschäftigt und mittelfristig alle Nicht-Geimpften ein hohes Risiko einer Erkrankung haben und ohnehin Auffrischimpfungen empfohlen werden stellt sich die Frage wie Sie damit umgehen? "Rheuma ist behandelbar" heisst eine unserer Kampagnen...
aber ich verstehe absolut wenn Sie der zweiten Impfung kritisch gegenüberstehen!

Alles Gute, Rebecca Fischer-Betz


Verfasst am: 19.05.2021, 11:21
Dabei seit: 14.05.2021
Beiträge: 11

Ich bin selbst Arzt und hatte 2019 einen Rheumaschub (seronegative Polyarthritis) und war danach dann aber über 1 Jahr ohne Medikamente erscheinungsfrei. Anfang April habe ich meine 1. BioNTech Impfung erhalten. War 2 Tage müde und abgeschlagen, habe mich danach aber rasch wieder gut gefühlt. Ca. 1 Woche später, begannen dann allerdins schleichend und zunehmend Steifigkeit und Schmerzen im Bereich von Fingern-, Handgelenken, Mittelfuß und Knie, welche nun über 6 Wochen bestehen, ev. mit leichter Besserungstendenz in den letzten Tagen. Ich habe nun natürlich Angst durch eine zweite Impfung nicht nur die Corona-Antikörper Entwicklung zu boostern, sondern mein Immunsystem so zu triggern, dass ich ein richtiges und dauerhaftes Rheuma entwickele. Da über die Corona- und insbesondere m-RNA Impfung doch noch wenig bekannt ist, habe ich mich entschieden meinen 2. Impftermin heute abzusagen. Ich hoffe durch die 1. Impfung wenigstens vor einem ganz schwerwiegenden Verlauf geschützt zu sein. Das Risiko ein möglicherweise irreversibles Rheuma auszulösen erschien mir zu hoch. Wie hätten Sie sich an meiner Stelle entschieden, bzw. was raten Sie mir?




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