Das s.g Jo-1-Syndrom ist eine Sonderform der entzündlichen Muskelerkrankungen und beginnt wie ein Virusinfekt mit Allgemeinbeschwerden wie Gliederschmerzen, Müdigkeit und Gewichtsverlust. Später treten dann Gelenkschwellungen, gelegentlich auch Gelenkdeformitäten ohne Zerstörung der Gelenke auf und ein Raynaud-Syndrom. Neben der Muskelentzündung kann es zu Gelenkentzündungen wie bei einer chronischen Polyarthritis kommen und in mehr als der Hälfte der Fälle auch zu einer Entzündung der Atembläschen in der Lunge.
Im Labor lassen sich die Antikörper nachweisen, von der die Erkrankungsform ihren Namen hat.
Wenn die Cortisondosis nicht reduziert werden kann, ist eine Intensivierung der Basistherapie oft notwendig.
Bei Muskelschmerzen muss generell immer überlegt werden, ob sie zu der Krankheit passen oder ob es sich vielleicht bei ausreichend behandelter entzündlicher Erkrankung um Muskelbeschwerden anderer Ursache handelt.
von Dr. Brückle und Deutsche Rheuma-Liga
Anti-Jo-1-Syndrom / Myositis
ReihenfolgeHallo,
vor einem Jahr wurde bei mir Jo 1 Syndrom m. Myositis, Arthritis, Raynoaud-Syndrom I. Grades diagnostiziert
Begonnen hat die Krankengeschichte m. Magenschmerzen, danach Schmerzen im Oberarm sowie Rötung und Schwellung im Okt. 05. Im Dezember kamen dann Schmerzen in den Gelenken, Hände schliefen ein (Taubheitsgefühl in 3 Fingern der rechten Hand) und Morgensteifigkeit hinzu. Nach Hautbiopsie vermutete man Lupus und die Behandlung wurde mit einem Kortisonstoß begonnen, hinzu kam 3 x täg. Quensyl. Danach wurden die Schmerzen besser die Hautveränderung ging komplett zurück, doch mit der Reduktion des Kortisons kehrten die Schmerzen zurück und ich konnte mich kaum noch bewegen. Im April letzten Jahres wurde ich dann in der Kerckhoff Klinik in Bad Nauheim vorstellig wo o.g. Erkrankungen diagnostiziert wurden.
Zur Zeit werde ich mit Metrotrexat 15 mg auf parenterale Gabe und Kortison behandelt. Die CK Werte sind weitgehendst stabilsiert. Mit der Dosierung des Kortisons bin ich allerdings nicht zufrieden. ich glaube die niedrigste Dosierung war mal kurzzeitig 7,5 mg, drunter bin ich noch nicht gekommen. Bilde mir ein, oder vielleicht ist es wirklich so, dass die Schmerzen immer wieder vor Regenwetter schlimmer werden und sich mitunter die Blutwerte speziell Entzündungswerte verschlechtern. Die Gelenkschmerzen halten sich dabei in Grenzen, vielmehr sind es die Muskelschmerzen bis hin zur Halsmuskulatur.
Gibt es irgendwelche Erfahrungen bei diesem Krankheitsbild?
m f g
E..Braun
Als größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitsbereich informiert und berät die Deutsche Rheuma-Liga Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen. Sie bietet praktische Hilfen und unterstützt Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen. Der Verband mit rund 270.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein.