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Therapie Rheuma
Reihenfolge 

Verfasst am: 25.08.2023, 17:31
Dabei seit: 03.03.2021
Beiträge: 20

Lieber Herr Prof. Schewe,
vielen Dank für Ihre Antwort. Sie haben mir sehr weitergeholfen! Bisher bin ich immer vor einer Zweitmeinung zurückgeschreckt. Von einem erfahrenen Rheumatologen ermutigt zu werden, dies anzugehen, lässt es mich allerdings in einem anderen Licht sehen und ich werde es angehen, auch wenn die Suche nach einem Rheumatologen sicher nicht einfach wird.
Viele Grüße
Dumbo


Verfasst am: 25.08.2023, 16:39
Dabei seit: 06.10.2010
Beiträge: 285

Lieber Dumbo,
vermutlich läuft Ihre Erkrankung unter dem Label seronegative rheumatoide Arthritis, eine Gruppe von Erkrankungen, die vermutlich mehreren Erkrankungen zugeordnet werden können, will heißen, man sollte immer mal wieder hinterfragen, ob es sich wirklich um eine rheumatoide Arthritis handelt oder doch um eine andere Erkrankung. Um da weiterzukommen, bräuchte man sehr viel mehr an Informationen, Laborwerte sind alleine da nicht ausreichend. Eine 2. Meinung eines Rheumatologen, der unvoreingenommen noch einmal alles überprüft, ist da manchmal hilfreich.

Interaktionen von Cannabinoiden mit antientzündlichen Therapien sind mir nicht bekannt. Allerdings wird es dazu kaum ausreichend valide Daten geben, da diese Kombination vermutlich nur selten durchgeführt wird. Erst recht kann man derzeit von nachgewiesener Effektivität der Cannabinoide zur Schmerztherapie bei entzündlichen Rheumaerkrankungen nicht sprechen.
Vor jeder Therapieempfehlung steht die möglichst wahrscheinliche Diagnose, deshalb macht es keinen Sinn, hier nach vielen vergeblichen Therapieversuchen, sich zu spezifischen Therapien zu äußern. Die Tatsache hoher ANA und ENA führt eher weg von der Diagnose einer rheumatoiden Arthritis mehr hin zur Gruppe der Kollagenosen, hier müsste man wissen, wie die Organfunktionen von Niere, Herz-Kreislauf, Leber, Haut, Nervensystem u.a. einzuschätzen sind, die wären für jede Therapieentscheidung bedeutsamer als die Gelenkschmerzen alleine.
Tut mir leid, dass ich Ihnen aus der Ferne da nicht wirklich weiterhelfen kann.
S. Schewe


Verfasst am: 25.08.2023, 15:15
Dabei seit: 03.03.2021
Beiträge: 20

Liebe Experten,

mich würden zwei Fragen interessieren.
Wenn trotz Behandlung mit Rinvoq und Mtx immer noch Gelenkentzündungen bestehen (wenn auch deutlich schwächer als vor der Therapie, nachgewiesen im Ultraschall und/oder MRT) kann dann ggf. Cannabis zur Schmerztherapie ergänzend genommen werden oder verträgt sich das nicht?
Halten Sie ggf. einen Versuch mit Rituximab als Alternative in so einer Situation für erfolgversprechend, wenn schon mehrere TNF-Blocker und IL6-Blocker nicht oder nicht ausreichend gewirkt haben. Es bestehen keine typischen Antikörper für rheumatoide Arthritis, lediglich sehr hohe ANA und ENA. Ich freue mich auch über jede andere Idee, die ich bei meinem Rheumatologen ansprechen kann, da die Situation sehr frustrierend ist.
Vielen Dank für ihr Engagement hier in diesem Forum.

Viele Grüße
Dumbo




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