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Vitamin E
Reihenfolge 

Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 16.02.2005
Beiträge: 10

hi
Ich habe gehört, dass das Vitamin E gut sei. Mich würde mal interssieren warum.
Wenn sie was wissen können sie mir ja mal die Infos durch eine private Nachricht zu kommen lassen.
Das sie immer noch morgends Steifheit noch Steifheit in den Fingern haben ist glaub ich nicht so gut. Das hatte ich zu Anfangs auch, erst so komisch Steife Finger, dann ein bisschen warten und so weiter. Aber morgends in der Schule hat es mich ziemlich gestört. Sie sollten mal mit ihren Arzt sprechen, meine Ärztin hat mir sofort Proxen zusätzlich zum Cortison aufgeschrieben und es hat super gewirkt. Ausserdem ist Proxen gar nicht so ein starkes Mittel.
Also: Proxen S250
ciao julysun88 <!-- s --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_rolleyes.gif" alt="" title="Rolling Eyes" /><!-- s -->


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 21.04.2004
Beiträge: 1

Stimmt es, das Vitamin E gegen Rheuma eingesetzt wird? Man liest so viel Gutes davon.
Ich möchte es gerne auspropieren, bevor ich andere Medikamente mit starken Nebenwirkungen nehme.
Was sagen Sie dazu?
Was kann man alternativ an Naturprodukten ausprobieren.
Ich nehme zur Zeit Kortison Predisolon 12,5 mg am Tag. Ich habe bis jetzt nur die bekannte Morgensteifheit der Finger, die aber im laufe des Tages fast ganz verschwindet.
.
Gruß Ilka


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 05.04.2004
Beiträge: 24

Sehr geehrte Frau Kleinesudeik,

Ihrer Frage ist zu entnehmen, dass noch eine erhebliche Unsicherheit über die vorliegende Erkrankung und die Möglichkeiten der Therapie vorliegt.
Um für Ihre Erkrankung Empfehlungen abgeben zu können, ist zunächst die genauere Diagnose wichtig, weil sich hinter dem Begriff "Rheuma" wie sie sicher schon wissen viele verschiedene Erkrankungen verbergen.
Sie sollten also, sofern noch nicht geschehen gründlich rheumatologisch (z.B. bei einem Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie) untersucht werden.
Die Therapie rheumatischer Erkrankungen kann sich niemals auf eine einzelne Maßnahme beschränken , sondern umfasst immer ein Konzept verschiedener medikamentöser, physikalischer und eben ggf. auch naturheilkundlicher Maßnahmen, Diese sind also immer in Ergänzung des Spektrums andere Therapien zu sehen und stehen nicht als "Alternative" im Gegensatz als "entwerder oder" zu anderen Maßnahmen.
Bei der rheumatoiden Arthritis oder auch chronischen Polyarthritis gehört im Regelfall immer eine Basistherapie mit langwirksamen Antitheumatika zur Behandlung u.s.w

[color=darkblue:248fp5s0]Grundsätzlich gilt Folgendes:[/color:248fp5s0]
Vitamin E wird biochemisch auch als Tocopherol bezeichnet.
Vitamin E ist ein Bestandteil des menschlichen Gewebes, der für den Schutz gegen sogenannte "freie Radikale" und andere aggressive Entzündungsstoffe zuständig ist.
Es handelt sich hierbei um eine Art "Neutralisierung" von Stoffen durch das Viitamin E, die das Zellgewebe angreifen können. Dabei wirkt das Vitamin E in einer Kette unter anderen zusammen mit Vitamin C, der Glutathion Peroxidase und Selen. ("Redox Kette"

Wie alle Vitamine kann der Körper Vitamin E selbst nicht herstellen sondern nimmt es direkt mit der Nahrung auf. Vitamin E ist fettlöslich, es ist daher besonders im Fettanteil von Pflanzenkeimölen, Nüssen u.a. enthalten.
Der Vitamin E Bedarf bei Rheumatikern ist erhöht.

Zur Therapie hat man in der Medizin hohe Dosen von Vitamin E eingesetzt, die in einer Ernährung nicht zu erreichen sind.
Dabei konnte gezeigt werden, dass ein entzündungsdämpfender Effekt vorliegt und dieser zu Einsparung von entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR) führen kann.
Die Wirkung von Vitamin E kann durch erhöhte Zufuhr von Vitamin C und ggf. Selen verstärkt werden.
Das Prinzip entzündungshemmender Vitamine wird auch in der Naturheilkunde nie allein eingesetzt, sondern ist Teil einer Behandlung unter anderem auch mit einer entzündungshemmenden (Arachidonsäue - armen) Ernährung.
[color=darkblue:248fp5s0]Zusammengefasst: [/color:248fp5s0]
Vitamin E kann einen Beitrag zur Dämpfung von Entzündungszuständen leisten, ist jedoch nicht allein zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen geeignet.

Mit den besten Wünschen,

Dr. R. Hein




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