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Krankschreibung - berufliche Perspektive - Verzweifelung
Reihenfolge 

Verfasst am: 18.11.2021, 13:19
Dabei seit: 02.12.2020
Beiträge: 9

Moin!
Ich bin 39 Jahre alt, habe drei Kinder (2., 7. und 8. Klasse) und einen im täglichen Wechselschichtdiesnt arbeitenden Ehemann.
Seit knapp vier Jahren habe ich immer stärker werdende schubweise auftretende Schmerzen im ISG, BWS, Händen, Kniee, Hüften mit Taubheitsgefühlen in den Fingern. Nach langem Ärztemarathon wurden 2 Bandscheibenvorfälle an der BWS diagnsotoziert. Es folgte eine dreiwöchige Reha. Die Schmerzschübe blieben aber und wurden schlimmer, so dass ich in meinem Beruf sehr oft krank melden musste und auch zu Hause meinen Aufgaben sowie meiner Mutterrolle immer weniger gerecht werden konnte. Der Ärztemarathon ging also weiter, denn die ausgeheilten Bandscheibenvorfälle kamen als Ursache nun nicht mehr in Frage.
Vor einem Jahr war ich wegen kleiner, seit vielen Jahren immer wiederkehrenden Ekzemen am Bauchnabel und hinter den Ohren, bei einer Hautärztin. Diagnose Schuppenflechte. Auf Nachfrage ihrerseits nach Rücken- bzw Gelenkschmerzen überwies sie mich zu einem Rheumatologen. Der diagnostizierte nach vielen Untersunchungen (körperlich und bildgebende Verfahren) Psoriasis Arthritis. Nach erfolgloser Therapie mit NSAR und Coxiben (gegen die Schmerzen wirkte nur noch Tilidin), begann ich Anfang Juli die Therapie mit Benepali 50mg, 1x wöchentlich s.c. MTX blieb mir erspart, weil, so der Rheumatologe, bei "Befall" der Wirbelsäule MTX unwirksam sei.
Bis dato hatte sich mein Gesundheitszustand so verschlechtert, dass ich die Reißleine gezogen habe und meinen Job gekündigt habe.
Eine Mitarbeiterin meiner Krankenkasse hat mir vorgeschlagen, mit meinem Hausarzt über eine Krankschreibung zu sprechen, weil ich meinen Job ja aus gesundheitlichen Gründen gekündigt habe. Mein Hausarzt war sofort dafür und somit bin ich nun seit fast einem halben Jahr zu Hause.
So, wie die Situation jetzt ist, geht es mir gesundheitlich wirklich gut! Ich bin komplett von dem Tilidin runter, mache viel Sport (hab also genug Zeit für mich) und kann meinen Aufgaben hier zu Hause sowie meiner Mutterrolle wieder gerecht werden. An Tagen, an denen es mir nicht gut geht (die kommen immer noch regelmäßig vor), kann ich mich ohne schlechtes Gewissen zurückziehen und schaffe es meist ohne Medikamente, wieder "fit" zu werden und Kraft zu tanken.
Einerseits habe ich ein total schlechtes Gewissen auf Kosten meiner Krankenkasse zu Hause zu bleiben und wünsche mir nichts sehnlicher, als wieder "ehrlich" zu arbeiten. Andererseits hieße das, dass ich wieder vieles, was mir eigentlich gut tut, wieder zurückfahren müsste und Druck hätte funktionieren zu müssen und ich somit schneller als mir lieb wär, da bin, wo ich vor einem halben Jahr war: Schmerzmittel, Schmerzen, totale Erschöpfung und eine "Last" für meinen potentiellen Arbeitgeber, Arbeitskollegen und Familie.
In meinen alten Beruf möchte ich nicht mehr, denn durch die Elternzeit für meine Kinder habe ich fachlich den Anschluss verloren, das musste ich einsehen. 12 Jahre nebenbei ist unmöglich. Umschulung o.ä. ist schwierig.
Vorgestern habe ich Post vom Medizinischen Dienst bekommen - ein Fragebogen ist auszufüllen über meine jetzige Situation. Da es mir gut geht grad, wird natürlich die Krankschreibung nicht weiter verordnet werden können - und ehrlich würde es meinem schlechten Gewissen gut tun. Andererseits fallen dann plötzlich 450€ monatlich weg - für eine 5 köpfige Familie eine ganz schöne Stange Geld. Heißt also, mir muss ganz schnell eine Lösung einfallen, aber ich bin wirklich ratlos, fast schon verzweifelt. Es ist eine echte Zwickmühle..

Wenn jemand DIE Idee oder Lösung hat oder auch nur Denkanstöße oder Erfahrnungsberichte - ich bin für alles dankbar!

Pustekuchen




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