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Ich bin neu hier und brauche ein paar Ratschläge
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Verfasst am: 09.03.2015, 22:20
Dabei seit: 11.08.2011
Beiträge: 5

Hallo ihr Lieben,

ich bin neu in diesem Forum. Mein Name ist Nadine ich bin 26 Jahre alt und leide seit frühester Kindheit an rheumatoider Pplyarthritis. Dazu habe ich Uveitis und auf dem rechten Auge nur noch 7% Sehkraft wobei das linke Auge bisher verschont blieb.

Da ich als Kind nur sehr wenig von alledem verstand und mich dafür auch nicht interessierte sind meine Wissenslücken nun umso größer.
In meiner Kindheit hatte ich laut Aussagen meiner Eltern ständig über Schmerzen in den Beinen geklagt. Hatte "Bindehautentzündung" am laufenden Band, war müde und wollte nicht laufen. Wie das so ist, wurden all diese Zeichen erst mal als harmlos angesehen bis zum Alter von knapp 3 Jahren, als die Diagnose dann feststand.
Ich habe im Grundschulalter Cortison (weiß leider nicht genau welches) und Imurek 25mg bekommen. Außerdem grundsätzlich viele Augentropfen und Salben etc. bishin zu einer Kunstlinse im Alter von 9 Jahren und mehreren Laser OPs. Die Gelenkbeschwerden hielten sich bei mir (im Gegensatz zu denen am Auge) eigentlich immer in Grenzen, weshalb ich mit Medikationen und anderen Therapien kaum Erfahrung habe und mir nun in meinem Alter ziemlich unwissend über meine Krankheit vorkomme was mir manchmal auch etwas unangenehm ist.

Ich hab im Jugendalter regelmäßige Arzttermine vermieden weil ich einfach keine Lust hatte und erst als ich fast volljährig war hat mich die Vernunft dann doch eingeholt und seitdem befinde ich mich regelmäßig in Behandlung. Zwischendurch hatte ich 7 Jahre Volleyball gespielt ohne große Probleme dabei zu haben. Ich hatte eher den Eindruck dass die Beschwerden wesentlich schlechter waren, als ich nicht gespielt habe. Hauptproblem war mehr das rechte Auge all die Jahre als wirklich die Gelenke. Hier und da Knieschmerzen nach zu viel Belastung, Hände, Füße, Finger... Cortison und Imurek wurden irgendwann ausgeschlichen und ich nehme das nun bestimmt seit ca 12-13 jahren nicht mehr und auch sonst keine Dauermedis. Ich habe mein Abitur gemacht und danach studiert. Je mehr der Stress mit Studium und arbeiten zunahm und je weniger sport ich machen konnte (bis ich schließlich ganz aufhörte) desto häufiger merkte ich plötzlich Gelenkbeschwerden. Knie, Sprunggelenke und ganz schlimm Hand und Fingergelenke. Die Belastung durch Prüfungen an der Uni (auch das lange Schreiben mit der Hand) wurden so schlimm, dass ich schließlich zwei mal Cortison in die rechte Hand injiziert bekam und seit etwas mehr als einem Jahr bekomme ich regelmäßig Ergotherapie. Bisher wurden noch keine Gelenkzerstörungen festgestellt und ich habe die Schmerzen häufig dann, wenn es draussen nasskalt ist oder ich schnelle Temperaturwechsel erlebe (zb. vom kalten draussen ins warme drin oder auch von der warmen Wohnung in die kühle Waschküche und die nasse Wäsche anfassen...). Ich scheue jedoch bisher davor zurück eine Basismedikation anzufangen. Bisher halten sich die Probleme meines Erachtens nach in Grenzen und solange ich meinen Alltag gut meistern kann und nur hin und wieder Beschwerden habe, habe ich mehr Angst vor den Nebenwirkungen der Medis. Trotzdem geistert in mir der Gedanke ich könne was falsch machen, wenn ich keine Medis nehme...
Wie ist das bei euch so? Ab wann habt ihr begonnen Medis zu nehmen? Kann ich damit wirklich warten bis es mich im Alltag einschränkt? Bisher gibt es keine Anzeichen von Gelenkzerstörungen irgendwo im Körper... Ein Eindruck den ich seit längerem habe ist allerdings, dass ich zwar relativ selten krank bin ( Erkältung) aber wenn es mich dann erwischt (meist nachdem mein Körper über langen Zeitraum durchhalten musste wie zb grad jezt in den letzten Monaten meines Studiums) dann hat es mich wochenlang im Griff und ich komme da kaum mehr raus. Wie ist das bei euch? Hat jemand ähnliche Erfahrungen, wenn ja was tut ihr dagegen? Gibt es etwas was ich tun kann um das Immunsystem sozusagen einzupendeln sodass bei einem Infekt auch noch Kraft da ist diesen zu bekämpfen und ich nicht wochenlang flach liege? Ich kann oft schwer einschätzen, welche meiner Beschwerden mit dem Rheuma in Verbindung stehen könnten und welche einfach aus einer körperlichen und/oder seelischen Überlastung entstanden sind...

Ich bin für alle Infos sehr dankbar und freue mich über jede Antwort =) Vielen Dank schon einmal und liebe Grüße Nadine




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