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Chronische Müdigkeit
Reihenfolge 

Verfasst am: 19.11.2014, 07:57
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 316

Ich lasse mir immer Manuelle Therapie verschreiben. Da ist der Therapeut viel flexibler und kann gezielt auf Funktionsstörungen eingehen. Habe oft Probleme in den ISG oder verspannte Muskulatur. Ein guter Therapeut kann da einiges bewirken, lockern. Zudem hat es den Vorteil, dass bei Krankengymnastik die Krankenkassen gerne nach gewisser Zeit meinen, man könne die Übungen nun selbständig zu Hause durchführen. Bei MT nich möglich.

Grüßle
Heike


Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.


Verfasst am: 18.11.2014, 18:20
Dabei seit: 03.11.2014
Beiträge: 14

Hallo Heike,

Du kennst Dich wirklich gut aus. Auf den Adrenalinstoß wär ich gar nicht gekommen, ist wirklich schlüssig. Manchmal lässt Stress sich leider nicht vermeiden, aber das kennst Du ja.

Weißt Du vielleicht auch Möglichkeiten der Physiotherapie, die helfen könnten?

Liebe Grüße Rosalotte


Verfasst am: 18.11.2014, 17:10
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 316

Ja, ich muss auch aufpassen, dass ich nicht zu viel mache, die Quittung folgt sonst am nächsten Tag.

Natürlich, bei einem gewissen Stresspegel ist durch den Adrenalinausstoß mehr Leitsung möglich, aber eigentlich kontraproduktiv, weil es anschließend so nachhaltige Erschöpfung bringt.

Die Wortfindungsprobleme, denke ich, hängen mit der Konzentration zusammen. Ich bin auch viel vergesslicher geworden.

Auto fahren ist bei bekannten Strecken kein Prob, aber im Dunklen oder unbekannte Ziele, die sind dann schon schwieriger.

Grüßle
Heike


Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.


Verfasst am: 18.11.2014, 16:55
Dabei seit: 03.11.2014
Beiträge: 14

Hallo Ihr Zwei,

ich habe auch gute Erfahrungen mit frischer Luft, obwohl ich nach Bewegung das Gefühl habe, die Rechnung kommt.

Allerdings ist keine Bewegung noch schlimmer für mich, denn dann wird es immer schwieriger ein gewisses Potential abzurufen. Das richtige Maß zu finden, ist oft schwer.

Das Hamsterrad würde ich nur mit Hamster drin nehmen, oder noch lieber mit Katze, so tierlieb wie ich bin, hätte ich da richtig Spaß....

Während stressiger Zeiten kann ich auch kurz mehr machen, dann brauche ich aber manchmal Wochen zur Erholung. Kennt Ihr das auch?

Wenn ich besonders müde bin oder aufgeregt, habe ich auch Wortfindungsstörungen und starke Konzentrationsprobleme. Ich fahre dann niemals Auto o.ä. Wie ist das bei Euch?

Liebe Grüße Rosalotte


Verfasst am: 18.11.2014, 12:11
Dabei seit: 21.02.2013
Beiträge: 94

So sehe ich das auch Lillyyy, ich finde diese Erschöpfung auch nicht verwunderlich, da ist ja wirklich viel los im Körper und die Medikamente sind ja nun auch keine Smarties. Darum bin ich immer völlig fassungslos, wenn Ärzte das nicht begreifen.

Das Bewegung, Ablenkung und frische Luft da lindern können, glaube ich auch. Ich bin auch noch nicht draußen beim Spaziergang eingeschlafen

Aber das man den Wunsch und die Sehnsucht empfindet sich wieder so frisch und dynamisch zu fühlen wie früher, das kann ich gut nachvollziehen. Das hat was mit Lebensqualität zu tun und ist ähnlich einschränkend wie die Schmerzen. Das müssten die Ärzte einfach mit einbeziehen.

Liebe Grüße
solea


Verfasst am: 17.11.2014, 08:23
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 316

Mit den Links ist blöd, stimmt...

Bei einer Autoimmunkrankheit kämpft der Körper nun einmal ständig gegen sich selber, mal vereinfacht gesagt. Ist doch logisch, dass es da zu Erschöpfungen kommt, finde ich. Mein Rheuma-Doc bescheinigt Fatigue.

Natürlich ist es Fakt, dass Rheuma und Depressionen nahe beieinander liegen. Ständige Schmerzen und Einschränkungen sind nicht gerade Stimmungsmacher. Aber alles auf die Psycho-Schiene zu schieben, da wird es sich zu einfach gemacht.

Hamsterrad ist gut...
Ich gehe 3 mal am Tag etwas spazieren, habe 2 Hunde. Denke schon, dass Bewegung und frische Luft gut tun.

Grüßle
Heike


Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.


Verfasst am: 16.11.2014, 19:02
Dabei seit: 21.02.2013
Beiträge: 94


WARUUUUUM klappt das hier mit den Links nicht! :cry::cry::cry:


Verfasst am: 16.11.2014, 18:57
Dabei seit: 21.02.2013
Beiträge: 94

Da sprecht ihr mir ganz aus der Seele: hatte diese Woche auch eine Diskussion mit meinem Rheumatologen, der Fatigue (totale Erschöpfung) bei chronischen Erkrankungen für eine Modeerscheinung hält und meint, dass das generell immmer Anzeichen von Depressionen sind.
Das hat mich sehr geärgert, weil dass nicht dem aktuellen Erkenntnisstand der Medizin entspricht. Aber man ist da machtlos, oder was kann man da machen?
Ich habe den Tipp bekommen, dass Bewegung gegen die schlimme Müdigkeit hilft, aber welcher Rheumakranker kann sich denn 24h am Tag bewegen?
Stell mir grade ein Hamsterrad für uns vor, das würde meinem Doc bestimmt gefallen.
:-D
Ich mag die Löffeltheorie auch sehr gerne:
Ich habe sie zuerst von einer lieben Forumskollegin aus dem Lupus-Forum gelesen,die leider sehr jung verstorben ist. Liebes Wolfskind, danke für alles!

http://lupuslive.yooco.de/forum/loeffeltheorie-8515024-t.htm


Verfasst am: 16.11.2014, 17:10
Dabei seit: 03.11.2014
Beiträge: 14

Hallo Heike,

vielen Dank für die Antwort.

Ich habe gleich gegoogelt und war begeistert über diese Erklärung. Genauso ist das!

Eine so treffende Beschreibung von anderen Patienten zu lesen, ist sehr hilfreich, denn man stößt doch oft auf Unverständnis.

Danke noch einmal und ich schau mir auch noch den Link an.

Liebe Grüße Rosalotte


Verfasst am: 16.11.2014, 11:13
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 316

Hallo Rosalotte,

schau mal:
https://www.rheuma-liga.de/forum/forum-uebersicht/?tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=2464&tx_mmforum_pi1[fid]=266

Du bist nicht allein.

Auch ich habe mit Müdigkeit und Erschöpfung zu kämpfen. Eine Strategie? Ehrlich gesagt habe ich keine. Da ich in Pension inzwischen bin, kann ich es mir weitest gehend einteilen, wie es geht und passt.
Fatigue (Erschöpfungs-Syndrom) begleitet viele chronische Erkrankungen.

Kennst Du die Löffel-Theorie? Google mal danach. Ist schön beschrieben, finde ich.

Grüßle
Heike


Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.




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