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Hallo - bin neu hier und werde gerade verrückt
Reihenfolge 

Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 28.05.2010
Beiträge: 2

Hallo,

während einer schweren Bronchitis vor 4 Wochen traten bei mir relativ schmerzhafte Gliederschmerzen auf die ich auch gleich meinem Arzt geschildert habe. Er meinte damals nur, dass dieses an dem Fieber und der Infektion liegen würde und hat mir 3 Tage ein Antibiotikum verschrieben (dass wohl aber über 10 Tage wirken soll).

Nach der Einnahme traten dann "Rheumasymptome" auf:
- sehr geschwollene Hände (man konnte keine Knochen mehr an den Fingerknöcheln erkennen und die Finger konnte ich nur noch "krallenähnlich" einigermaßen schmerzfrei halten)
- stark geschwollene Zehengelenke und Fussgelenke (feste Schuhe nicht mehr möglich, musste mir Schuhe in 2 Größen mehr kaufen)
- Bei jedem Laufen hatte ich das Gefühl ich habe einen großen porösen Stein im Schuh, der stark auf die Ballen drückt und die Füssen stechen und brennen wie verrückt.
- nach einer Ruhezeit (ruhig sitzen oder liegen) ist es am schlimmsten. Die Gelenke (Hand-und Fussgelenke, Ellenbogen- und Kniegelenke) sind dann dermaßen steif, dass ich mich zur Bewegung zwinge, weil ich weiss, es wird dadurch besser.
- der Schmerz ist im Ruhezustand auch da - es fühlt sich dann wie ein mittlere Krampf an.
- starkes Hitzegefühl in den geschwollenen Bereichen (Knie- und Ellenbogengelenk waren bisher nicht geschwollen)

Mein Hausarzt hat daraufhin meinen Rheumawert und die Blutsenkung kontrolliert und diese lagen bei
Rheumawert 91
Blutsenkung 37/64
Verordent hat er mir aber nur 2x1 Ibuprofen Tablette - die rein gar nicht geholfen hat
Nach ca 1 Woche wurde nochmal Blut abgenommen (war jetzt am 20.) mit den folgenden Werten:
Rheumawert 94
Blutsenkung 38/52
weiterhin wurden die folgende Werten überprüft: Glucose, Cholesterin, Erythrozyten, Hämoglobin, Hämatokrit, Leukozyten, MCH, MCHC, MCV, Thrombozyten. Alle Werte bis auf Hämoglobin und Hämatokrit - waren leicht drunter, lagen im Normalbereich, wobei MCH und MCHC an der unteren Grenze waren.

Seit letzter Woche nehme ich ein Kortison-Präparat (10 mg) nach dem folgenden Schema : 1x5 - 1x4- 1x3- 1x2- 1x1. Vorgestern und gestern war eine deutliche Besserung zu spüren (1x5/1x4) aber seit heute früh ist alles wieder beim alten.

Mein Arzt hatte mir dann noch eine Überweisung zu einem internistischen Rheumatologen in die Hand gedrückt mit den Worten "Viel Glück bei der Suche" ... und genau das habe ich nicht. Ich ALLEN Praxen in denen ich bisher angerufen habe war entweder Patientenstopp oder man bekommt einen Termin erst im November/Dezember.

Wenn ich richtig mitgelesen habe, ist das der Normalzustand - oder? Aber wenn ich mir vorstelle bis November mit Schmerzen herumzulaufen und alle sportlichen Aktivitäten einzustellen (bin Reiter und habe selbst 2 Pferde, die täglich bewegt werden müssen, was seit 4 Wochen komplett unmöglich ist da alleine das Aufsteigen eine Tortur ist für meine Knie und auch die Finger die Zügel gar nicht mehr halten können) werde ich verrückt.

Kann es denn wirklich sein, dass Ärzte die Behandlung ablehnen oder einen Termin erst in Monaten vergeben. Wenn ich alles gut gelesen habe, dann kann das für die Gelenke bereits zu spät sein und bleibende schwere Schäden entstehen. Damit will ich mich aber nicht abfinden! Ausserdem könnte es ja auch sein, dass meine Beschwerden eventuell durch Bakterien (Streps) ausgelöst worden sind und das ja so schnell wie möglich behandelt werden sollte um noch weitere Schäden zu vermeiden... <!-- s:shock: --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_eek.gif" alt=":shock:" title="Shocked" /><!-- s:shock: -->

Ich bin wirklich geschockt, dass es so etwas gibt...

LG
Hex


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 03.05.2007
Beiträge: 24

Hi Hexxe!

Hm, das hört sich ja erst mal gar nicht gut an bei dir...
Das Problem mit den Rheumatologen ist durchaus nichts Neues, versuch aber, Druck zu machen. Vor allem hilft es meistens wirklich, wenn dein Hausarzt dich unterstützt, es ist oft was anderes, ob er Patient sagt, das er nen Termin braucht, oder ein anderer Arzt...ansonsten versuch es einfach weiter...erklär ihnen deine Lage, versuch selbst, denen klar zu machen, wie ernst es ist. Meist haben die doch noch irgendwo Termine in der Hinterhand...Und lass dich von deinem Hausarzt nicht so abkanzeln..."Glück" hilft da niemandem, vor allem dir nicht! Oder lass dich zur Diagnostik gleich in eine Rheumaklinik einweisen, die haben meist schneller was frei. Allerdings musst du dafür dann erstmal Zeit mitbringen...was bei 2 Pferden im Stall ja immer sone Sache ist, ich versteh das, reite selbst und ignorier im Moment mal wieder alle Verbote <!-- s;-) --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_wink.gif" alt=";-)" title="Wink" /><!-- s;-) -->
Ansonsten such in der weiteren Umgebung! Die Beschreibung deiner Gelenke hört sich echt alles andere als gut an und wenn noch die Chance besteht, dass es evtl nichts Chronisches ist, dann sollte man da doppelt schnell agieren! Die Blutwerte sagen mir wenig, bei mir ist im Blut nie was zu sehen, darum beschäftige ich mich damit wenig bis gar nicht...

Ich wünsch dir viel Kraft,
die Nele


Das Leben ist zu kurz, um es dem Schicksal zu überlassen


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 15.08.2006
Beiträge: 478

Hallo,

leider ist die Situation so, wie Du es beschreibst!
Aber manche Rheumatologen (internistisch) bieten inzwischen eine sogenannte "Frühsprechstunde" an, d.h. bei auffälligen Blutwerten, die auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen könnten, hat Dein Hausarzt die Möglichkeit, Dich mit diesen vorliegenden Laborwerten, in der entsprechenden Praxis zeitnah anzumelden. Das funktioniert aber allerdings nur über diese Schiene.
Ansonsten hast Du bei starken Beschwerden noch die Möglichkeit, Dich in einer Rheumatologischen Abteilung einer Klinik akutstationär untersuchen zu lassen.

Viel Erfolg und Grüße,

gamü




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