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Cannabis MIT(!) THC hilft. Ein Erfahrungsbericht
Reihenfolge 

Verfasst am: 17.10.2021, 10:10
Dabei seit: 19.08.2021
Beiträge: 19

Hey

Ich finde das ganze sehr interessant und glaube dir. So ganz nebenbei hilft Cannabis wenn man vielen Betroffenen glauben mag auch noch bei ganz anderen Krankheiten die auch nicht ohne sind.
Welch eine Schande das den Betroffenen die Tag für Tag leiden der Zugang zu Cannabis dermaßen schwer gemacht wird. Und öffentlich gemacht wird es natürlich auch nicht das es durch Cannabis in vielen Fällen gute natürliche Möglichkeiten gibt wieder schmerzfrei zu werden und das ohne Einsatz von Giften wie Cortison die am Ende eh nicht lange anhalten und massive Nebenwirkungen zur Folge haben.

Meine Theorie das alles was gesund für den Menschen ist sowohl nicht öffentlich publiziert und sogar verboten wird, wird immer wieder aufs neue bestätigt.
Als weiteres Beispiel, das natürliche Schlafhormon Melatonin wurde auch Jahrzehnte lang verboten obwohl es laut Studien hochdosiert die beste Waffe gegen Krebs ist, da kommt ne Chemo nicht mal ansatzweise ran aber sagen oder empfehlen wird das nie jemand.

Ich bin übrigens auch Betroffener von einer Rheumatischen Erkrankung, ich hatte das riesen Glück das meine Psoriasis Arthritis früh diagnostiziert wurde und das ich mein Vertrauen nicht der Schulmedizin gegeben habe sondern der Naturheilkunde. Die Wahl viel mir leicht nachdem ich einmal MTX genommen habe und komplett neben mir stand, hab es sofort abgesetzt. Mit dem Omega 3 Öl von Norsan sind meine Entzündungswerte stark runtergegangen und ich war nach wenigen Tagen schmerzfrei, laufe inzwischen wieder regelmäßig halbmarathons ohne probleme. Ich mache natürlich noch einige andere Sachen aber durch das Öl ist mir der Durchbruch gelungen.

Ich wünsche euch alles Gute, seid stolz auf euch in einem Dschungel von Fehlinformationen zu einer natürlichen gesunden Lösung gekommen zu sein und seid stolz darauf euer Schicksal selber in die Hände genommen zu haben und euch nicht habt abschütteln lassen, das ist keines Wegs die Regel sondern die Ausnahme.

Alles Gute
Mfg Chris


Verfasst am: 14.10.2021, 13:28
Dabei seit: 11.10.2021
Beiträge: 2

Zitiert von: Miria77

Danke für den Beitrag. Ich würde mir auch gerne Cannabis vom Arzt verschreiben lassen...Gibt es spezielle Ärzte oder kann das mein Rheumatologe verschreiben ?
Liebe Grüße

Hallo Miria,
soweit ich weiß ist die Gesetzeslage so, dass jeder niedergelassene Arzt ein Privatrezept für Cannabis ausstellen darf.
In unserer Erfahrung ist es leider sehr sehr schwierig einen Arzt zu finden, der das auch wirklich tut. Ich habe persönlich den Eindruck, das hier Angst seitens der Ärzte eine große Rolle spielt und auch Unwissen bzw. mangelnde Erfahrung.
Ich habe alles mögliche zu hören bekommen, bevor ich endlich unseren Arzt gefunden habe. Selbst für meinen krebskranken Vater konnte ich kein Cannabis bekommen. Meistens verweigert der Arzt die Ausstellung des Rezeptes mit der Begründung, das die Wirkung von Cannabis nicht erwiesen sei, z.T. wird behauptet, das das nur bestimmte Ärzte dürfen (was nicht stimmt).
Vllt. ändert sich ja was mittelfristig mit einer neuen Bundesregierung und mehr Rechtssicherheit für die Ärzte.
Viel Glück für Dich!!


Verfasst am: 14.10.2021, 08:47
Dabei seit: 12.10.2021
Beiträge: 1

Danke für den Beitrag. Ich würde mir auch gerne Cannabis vom Arzt verschreiben lassen...Gibt es spezielle Ärzte oder kann das mein Rheumatologe verschreiben ?
Liebe Grüße


Verfasst am: 11.10.2021, 22:37
Dabei seit: 11.10.2021
Beiträge: 2

Hallo zusammen,
nachdem ich hier zum Thema Cannabis nicht wirklich viel gefunden habe, möchte ich hier in einem Beitrag unsere individuelle Erfahrung schildern:

Meine Frau (52) hat seit 10 Jahren RA, welche im Laufe der Zeit immer schlimmer geworden ist, was die Schmerzen und die daraus folgenden Probleme wie Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Unfallgefahr, eingeschränkte Arbeitsfähigkeit und natürlich auch die Auswirkung auf die Stimmung betrifft.
Mit Unfallgefahr meine ich, dass meine Frau schon öfters beinahe gestürzt ist, weil sie so wackelig auf den Füßen stand, und durch die Schmerzen in der Hand hatte sie sich auch bereits beim Gemüse schnippeln in den Finger geschnitten...

Durch reinen Zufall haben wir einen Patienten kennen gelernt welcher von seinem Arzt Cannabis - also das "richtige Cannabis", auch Marijuana genannt, wegen seinen Magengeschwüren verschrieben bekommt.
Dieser Zufallsbekannte hat uns eine kleine Menge von dem Kraut geschenkt und wir haben es 2 Tage in Folge in kleiner Dosis als Joint geraucht.
Das Ergebnis war: Die Schmerzen waren weg! Zum ersten Mal seit Monaten!

Wir haben uns von dem Bekannten die Adresse des Arztes geben lassen und haben um eine Verschreibung gebeten. Dies war nicht einfach. Der Arzt wollte das wir uns ausgiebig informieren - das heißt Studien heraus suchen, und wir sollten auch einen ausführlichen Brief an die Krankenkasse verfassen, wo wir alle Leiden und die Folgen schildern und darlegen, dass wir auf Marijuana bzw. Cannabis mit THC angewiessen sind, weil eben die "normale" Behandlung vom Rheumatologen mit MTX nicht bzw. nicht mehr wirkt. (Trotz Injektion mit zugelassener Höchstdosis)

Beim Verfassen des Briefes an die Krankenkasse hat uns jemand vom DHV (Deutscher Hanf-Verband) geholfen.

Als weitere Information kann ich noch geben, dass meine Frau bereits mit Ernährungsumstellung und Nahrungsergänzung (Kurkuma, Fischöl etc.), sowie mit reinem CBD-Öl gearbeitet hat, aber es hat alles nichts gebracht!

Wir haben also zum Testen vom Arzt 10g Cannabis-Blüten mit hohem THC-Gehalt (22g/100g) verschrieben als Privatrezept bekommen. Dieses Kraut mischen wir im Verhältnis 1:2 mit getrockneten Cannabis-Blüten, welche nur CBD enthalten und welche es frei verkäuflich im Cannabis-Shop gibt.

Die Kosten für das THC-haltige Cannabis betragen 17€ pro Gramm in der Apotheke und das CBD-Cannabis vom Hanfladen kostet weniger als 10€ pro Gramm. Es gibt aber auch spezialisierte Internetapotheken, wo man das THC-Kraut angeblich für etwas mehr als 10€ pro Gramm bekommt.
Wir haben uns außerdem den medizinischen Verdampfer "Mighty" für 220€ im Internet gekauft. Dieser Verdampfer wird eingängig empfohlen und wir finden ihn auch richtig gut und hochwertig. Mit diesem Verdampfer kann man die Temperatur genau einstellen, was wichtig ist, und man atmet die ätherischen Bestandteile - also THC, CBD, sowie die vielen anderen in der Pflanze enthaltenen Stoffe ohne jeglichen Schaden für die Lunge bzw. den Körper ein.

Wir führen jetzt diese Cannabistherapie seit 2 Wochen durch. Meine Frau nimmt Abends 2 Züge aus dem Verdampfer ca. 1 Std. vor dem Einschlafen.
Das Ergebnis ist phänomenal: Die Schmerzen sind zu 70% verschwunden und meine Frau kommt wieder mit den normalen 8 Std. Schlaf pro Nacht aus und kann auch wieder voll arbeiten.
Parallel nimmt meine Frau immer noch ganz normal die Medikamente der "Basistherapie" ein, also MTX und noch ein paar andere welche ich jetzt nicht im Kopf habe.
Wir haben den Kostenübernahmeantrag an die Krankenkasse noch nicht abgeschickt.
Die verschriebenen 10g werden schätzungsweise 2 Monate reichen, denn der Verbrauch ist gering.

Was das High-Gefühl betrifft, welches durch das THC eintritt:
Ich muss dazu ganz klar sagen, dass wir vor diesem Experiment absolut nicht daran interessiert waren, auch wenn wir wohl zugeben müssen, dass wir es mittlerweile als angenehm empfinden. Man gewöhnt sich schon nach ein paar Tagen gut daran, und wenn man eh ins Bett geht spielt es auch keine große Rolle mehr. Am nächsten Tag ist man wieder frisch.
Wichtig ist allerdings die richtige Dosierung zu finden. Ich würde empfehlen mit einer wirklich minimalen Dosis anzufangen, deswegen "verdünnen" wir das THC-Kraut auch mit Nicht-High-Machenden CBD-Cannabis.
Bei einer anfänglich zu hohen Dosierung kann es schon unangenehm werden, wenn man das Gefühl des THC-Highs noch nicht kennt. Gefährlich ist es sicher nicht und nach einigen Stunden ist alles wieder vorbei.

Es ist mir bewusst dass es momentan noch keine wirklich aussagekräftigen Studien gibt, welche BEWEISEN dass Cannabis bei Rheuma hilft.
Außerdem scheint es verdammt schwer zu sein überhaupt einen Arzt zu finden welcher einem das Kraut verschreibt. Ich schätze wir haben einfach Glück gehabt.

Bitte habt auch Verständnis dafür dass ich hier nicht die Adresse des Arztes sowie des Ansprechpartners beim Deutschen-Hanfverband weitergebe, ich weiß nicht ob es den Leuten Recht ist, wenn sie zu viele Anfragen bekommen.

Ich wollte hier einfach mal unsere tolle Erfahrung weiter geben einfach - als Anregung.

Alles Gute an Alle!




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