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Covid19-Impfung, andere Impfungen und Rituximab
Reihenfolge 

Verfasst am: 19.03.2021, 10:40
Dabei seit: 02.05.2012
Beiträge: 53

Guten Morgen!
Gerne möchte ich Ihnen im Nachgang des Expertenforums noch die Antwort von Prof. Schulze-Koops mitteilen:

Die Reaktion auf die Impfung zeigt an, dass der Körper reagiert. Das würde er auch auf die Vakzine tun, die keine Virusinformation enthält. Sie zeigt nicht an, dass auch die B-Zellen reagieren. Eine solche Reaktion ist nicht zu spüren. Es gibt im Moment keine zuverlässigen Messverfahren, das Ansprechen im Sinne eines Schutze zu bestimmen. Das wir im Moment im Rahmen von Studien untersucht. Nach der zweiten Impfung sollten Sie mindestens zwei Wochen, eher drei warten, dann können Sie mit RTX wieder beginnen. Das RTX wird die Zellen, die den Immunschutz produzieren, nicht zerstören. Alle Impfstoffe werden Lücken haben gegen neue Mutationen, so dass davon ausgegangen werden kann, dass wir alle regelmäßig mit veränderten Impfstoffen geimpft werden müssen. Die ersten sind bereits in der klinischen Prüfung. Es wird dann tatsächlich, wie Sie schreiben, eine Planung bezüglich des Abstandes der Impfungen zu den RTX Gaben notwendig sein. Zwei Impfungen gegen verschiedene Erreger sollten im Abstand von mindestens zwei Wochen zueinander erfolgen. Solche NW, wie Sie sie beschreiben, sind nicht als dauerhafte NW der RTX-Therapie beschrieben. Hier würde ich Ihnen eine detaillierte Ursachensuche empfehlen.

Herzliche Grüße
Eva-Maria Käter
Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.


Verfasst am: 10.03.2021, 15:34
Dabei seit: 28.02.2019
Beiträge: 25

Hallo,

Abstand 2. Impfung zu Rituximab --> mindestens 4 Wochen.
Ich habe meine Infusion auch um 2,5 Monate nach hinten verschoben, um jetzt noch die Impfung einzubauen.

RTX und Schwitzen ---> ich überleg gerade, ich hatte zum Beginn auch die heftigen Schweißausbrüche, allerdings tagsüber bei der kleinsten Bewegung. Auslöser war bei mir aber vermutlich ein Antibiotikum, dass ich dauerhaft nehmen muss.

LG Pinochio


Verfasst am: 08.03.2021, 19:18
Dabei seit: 16.07.2020
Beiträge: 48

Hallo,

ich habe Anfang August 2020 den letzten Zyklus Rituximab erhalten, so dass Anfang Februar die 6 Monate Wirkdauer ausgelaufen sind. So habe ich mir gleich ein paar Tage später die Influenza-Impfung nachgeholt. Hier hatte ich nur etwas "Schmerzen" an der Einstichstelle, eher nur, wie ein blauer Fleck.

Ende Februar habe ich schon eine Impfung gegen Covid19 erhalten. Ich habe AstraZeneca bekommen. Die Impfung war Mittags. In der Nacht habe ich dann Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Fieber (Temperatur 38,3) bekommen, so dass ich dann eine Paracetamol 500 genommen habe. So ging es dann. Den nächsten Tag gab es dann kein Fieber mehr. Nur Schwäche, Schweißausbrüche und noch leichte Muskelschmerzen. Noch einen Tag später war es weg. Diese Reaktion zeigt doch, dass die Impfung gewirkt haben muss? Sie zeigt doch auch, dass meine B-Zellen wieder vorhanden sein müssen, sonst hätte ich doch wahrscheinlich gar nichts gemerkt? Mein behandelnder Facharzt hatte die Impfung empfohlen und hatte mir auch gesagt, dass es sein kann, dass die Immunantwort auf die Impfung herabgesetzt sein kann. Kann man das irgendwie im Nachhinein messen, vielleicht anhand spezieller Blutwerte?

Die 2. AstraZeneca Impfung ist Ende April geplant. Wie geht das dann weiter, sollte ich dann wieder in den nächsten Zyklus Rituximab einsteigen? Muss man da nach der 2. Impfung noch warten bis diese wirkt? Und wie ist das überhaupt, wenn man jetzt wieder Rituximab bekommt, kann sich das Immunsystem nach einer erneuten Infusion mit RTX überhaupt an die Impfung "erinnern" ?

Wie macht man das überhaupt mit RTX-Patienten: Ich habe gehört, dass die Impfung mit AstraZeneca nicht vor allen Mutationen schützt und man könne sich ja vielleicht im Herbst eine Biontech/Pfizer nachholen (wenn dann bis dahin alle durch sind mit impfen und genug Impfstoff zur Verfügung steht)...Das geht ja dann wieder nicht, wenn man im neuen Rituximab-Zyklus steckt?

Und noch eine Frage: Meine Pneumokokken-Impfung steht auch noch aus. Kann ich denn zwischen 1. und 2. Corona-Impfung Pneumokokken impfen oder sollte man das unterlassen? Gibt es da irgendwelche Wechselwirkungen?

Und generell noch eine Frage, die eher nur Rituximab allein betrifft: Seitdem ich Rituximab erhalten habe, habe ich ständig nachts Schweißausbrüche. So stark, dass Pyjama und Decke nass sind und ich alles ständig wechseln muss. War deshalb beim Hausarzt/Innere Medizin. Dieser hatte geschaut, ob ich eine Infektion habe. Die Blutwerte waren okay. Also keine Infektion. Der Hausarzt meinte, dass käme vom Rituximab (Nebenwirkung). Kann das möglich sein?

Vielen Dank für eine Antwort im Voraus.




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