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Gibt es sinnvolle Ernährungsergänzungen für Rheumatiker ?


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Verfasst am: 20. 12. 2011 [16:25]
Dabei seit: 20.12.2011
Beiträge: 2
Mir hat ein Präparat mit Omega 3 / 6 Fettsäuren geholfen, zusätzlich trinke ich Aloe. Aber bitte keine minderwertigen Sachen von DM o.ä. Halte sehr viel von Nahrungsergänzern in Verbindung mit Naturheilmitteln.

LG,

Jamie
Verfasst am: 02. 07. 2006 [14:03]
Dabei seit: 21.03.2006
Beiträge: 61
Hi Anja,
hatte mich auch schon dafür interessiert. Ich habe die Info vor ein paar Monaten beim örtlichen Getränkehandel gefunden. Aber aus finanziellen Gründen das erstmal verschoben.

Kannst Du hier nochmal erläutern, wie viel man nehmen muß und wie teuer das monatlich ist. Ich glaube vielen ist nicht klar, dass es hoch konzentriert ist und man wenig braucht und es mit Wasser verdünnt.

Auch gibt es ja verschiedene Säfte. Wäre nett, wenn Du das mal genauer als Liste aufschreibst, Kosten/Flasche, Dosierung Kosten/Monat.

Ich überlege, ob ich es auch mal teste, aber habe vor kurzem mit Schüssler-Salzen angefangen, die sind auch nicht grad billig.
Auch interessiert doch, ab wann man eine Wirkung verspürt. Kann der Körper es sofort verwerten und merkt man das nach wenigen Tagen?

Liebe Grüße und eine schmerzfreie Zeit
wünscht
Cassandra
[url=http://www.rheuma-info-forum.de:2fmxa685]Rheuma-Info[/url:2fmxa685]
Verfasst am: 01. 07. 2006 [14:07]
Dabei seit: 01.07.2006
Beiträge: 1
Hallo HeikeHH.

ja, ich glaube daran, dass es das gibt.

Ich habe seit 4 Jahren Rheuma (PSA), mein Sohn seit 3 Jahren (hat deswegen letztes Jahr 6 Moante im Rollstuhl gessen). Ich werde zur Zeit nur homoöpaitsch behandelt (längere Geschichte), mein Sohn erhält Enbrel, MTX und Cortison.

Vor einem Jahr sind wir auf ein "Nahrungsergänzungsmittel" gestoßen, von dem ich mitterlweile wirklich überzeugt bin.

Es ist ein Konzentrat aus über 40 Obst-, Gemüse-, Kräuter- und Beerensorten. Diese sind aus biologischem Anbau und bis zur endgültigen Reife an der Pflanze belassen. Dadurch können sich alle wichtgen Pflanzenstoffe bis zum Ende ausbilden.

Seitdem wir diesen Saft trinken, geht es uns wesentlich besser. Er ist kein Allheilmittel, auch kein Wundermittel, aber er führt dem Körper alle wichitgen Vitamine und Mineralstoffe in einem ausgewogenem Verhältnis zu. Da es sich um ein rein natürliches Prärarat handelt wird es auch komplett vom Körper wieder aufgenommen.
Zudem sind z.B. Omega 3 und Omega6 Fettsäuren zugesetzt, die das Schmerzempfinden positiv beeinflussen können. Ich fühle mich insgesammt fitter und aktiver, die Schmerzen sind weniger geworden. Mei Sohn braucht seitdem keine Schmerzmittel mehr. Allerdings werden die Rheumamedis deswegen noch lange nicht überflüssig. Wie gesagt, es ist kein Wundermittel.

Mittel die das Immunsystem anregen, wie zum Beispiel der Noni-Saft sind bei Rheumatikern eigentlich nicht angesagt. Beim entzündlichen Rheuma spielt ja unser Immunssystem verrückt und greift die eigenen Körperzellen an. Das MTX senkt die Aktivität des Immunsystems. Das durch Zusätze wieder zu steigern ist kontraproduktiv. Ich habe schon von mehrern Fällen gelesen, wo durch Noni-Saft ein neuer Schub ausgelöst wurde.


Bei Interesse an weiteren Informationen könnt ihr euch gerne per PN oder email an mich wenden.

Ich wünsche noch ein schönes Wochenende

Gruß

anja
Verfasst am: 02. 06. 2006 [10:20]
Dabei seit: 21.03.2006
Beiträge: 61
Dem Schreiber J. Lautenschlager muß ich widersprechen. Es ist z B wissenschaftlich erwiesen, dass Omega-3-Fettsäure hilft. Auch hilft Lebertran in manchen Fällen. Ist aber vorsichtig zu dosieren, da es auch Vit. D und A enthält und diese darf man nicht überdosieren.

Ich habe mit mehreren anderen Personen versch. Nahrungsergänzungsmittel ausprobiert und wir tauschen uns darüber aus und kommen mehr oder weniger zu gleichen Ergebnissen, dass Vitamine und Mineralien bei Rheuma helfen.
Bis auf Vit. D und A (fettlösliche) kann man Vitamine bedenkenlos nehmen, denn die wasserlöslichen kann man nicht überdosieren. Dazu kann ich das Buch Vitamin-Revolution von Jopp/Strunz empfehlen. Das enthält viele Anregungen.

Ich nehme
Vektor-Lycopin (Anti-Oxadant)
Vit C + Zink retard -Tabl. gegen Infekte - Anti-Oxydans
Kalzium D3 und Vit K für die Knochen
Folsäure (verordnet!!!!!!! Die muß man nehmen wenn man MTX einnimmt)
Vit.-B-Komplex - für die Nerven als Gegenmittel zu MTX
Vit E - Anti-Oxydant
Hefetabletten für die Nerven und gute Haut / Haare
Mariendistel für die Leber
GeloVital Lebertrankapseln - für die Knochen
Lachsölkapseln mit Selen - gegen Entzündungen

Meine Laborwerte sind so, dass ich laut Labor GESUND bin, seit ich diese Mittel nehme - wohlgemerkt SEIT DER EINNAHME DIESER MITTEL - das schafft MTX und Cortison nicht. Meine Leberwerte sind oB, CRP ist oB, Entzündungszeichen sind nicht vorhanden.

Wenn ich diese Mittel absetze geht es mir spätestens nach 14 Tagen wesentlich schlechter, körperlich und mental. Das habe ich mehrfach ausprobiert. Diese Liste habe ich meinem Arzt kürzlich vorgelegt und er befürwortet die Einnahme.

Es muß jeder selbst wissen, aber einfach pauschal zu behaupten, dass es nur dem Hersteller hilft ist unverantwortlich. Die Forschung ist schon viel weiter als immer nur Chemie schlucken, viele Wirkungen der Nahrungsergänzungsmittel sind wissenschaftlich erwiesen.

Es ist unsere eigene Erfahrung - die Erfahrung mehrerer Rheumapatienten, dass diese Mittel helfen, und das bilden wir uns nicht ein! Die sogenannte Schulmedizin kann mich nicht überzeugen, dass diese Mittel wirkungslos sind, ich spüre es täglich, dass ich mich gesunder fühle und mich besser bewegen kann und weniger Schmerzen haben.

Liebe Grüße und eine schmerzfreie Zeit
wünscht
Cassandra
[url=http://www.rheuma-info-forum.de:2fmxa685]Rheuma-Info[/url:2fmxa685]
Verfasst am: 19. 05. 2006 [16:15]
Dabei seit: 30.04.2006
Beiträge: 6
Hallo HeikeHH,
bevor Sie sich lange Gedanken machen oder von sicher gut gemeinten Ratschlägen abhalten lassen, Nahrungsergänzungen zu sich zu nehmen, empfehle ich, eine Spektralanalyse machen zu lassen, wonach Sie zumindestens die Nährstoffe ersetzen können, die Ihnen fehlen und das sind bei einem Großteil der Menschen sicher nicht wenige.

Frdl. Gruß
Kurt Schmidt
Verfasst am: 10. 12. 2003 [21:36]
Dabei seit: 02.12.2003
Beiträge: 5
Liebe Heike,
grundsätzlich Rate ich von der ungezielten Einnahme von sogenannten Nahrungsergänzungmitteln ab. In der Regel bringen sie keinen wesentlichen gesundheitlichen Nutzen sondern füllen nur die Kassen der Apotheker, Reformhäuser und der Hersteller.

Man sollte sich aber gezielt überlegen, ob für die einzelne Person die Zufuhr von gewissen Stoffen sinnvoll sein kann. Wer zum Beispiel ein Kortisonpräparat nehmen muss, sich nicht ausreichend bewegen kann oder nicht genug Sonnenstrahlen im Sommer abbekommt, kann einen Vitamin-D-Mangel und damit auch einen Kalziummangel oder eine Osteoporose erleiden bzw. hat einen erhöhten Bedarf dieser Stoffe. Dies gilt auch für Personen, die keine kalziumreichen Milchprodukte zu sich nehmen wollen oder können ( z.B. Allergie oder persönliche Abneigung). Hier ist die Ergänzung durch Kalzium und Vitamin D sinvoll, da man Vitamin D als durchschnittlicher Mitteleuropäer mit der Nahrung nicht ausreichend zu sich nimmt und auf die Bildung in der Haut durch Sonnenstrahlen angewiesen ist. Kalzium kann man z.B. über Milch ausreichend zu sich nehmen. Ein Liter pro Tag ist sicherlich genug. Das kalziumreichste Nahrungsmittel ist Hartkäse (z.B. Emmentaler). Bei Ihnen, als eine Person die an einen Rollstuhl gebunden ist, ist sicherlich von einem Bewegungsamnagel auszugehen, was die Gafhr einer Osteoporose birgt und eine Ergänzung mit Kalzium und Vitanmin D sinnvoll erscheinen lässt. Die Menge sollte bei 1000 - 1500 mg Kalzium und ca. 800 - 1000 Einheiten Vitamin D liegen. Doch Vorsicht! Mehr ist nicht gleich besser, da es insbesondere beim Vitamin D auch gesundheitliche Nachteile bei Überdosierung geben kann.

Bei Rheumatikern, die das Medikament Methotrexat (MTX) zu sich nehmen, ist unter Umständen die Ergänzung durch das Vitamin Folsäure sinnvoll. Dies sollte man aber mit seinem Beteuenden Rheumatolgen vor Einnahmebeginn besprechen.

Weitere Nahrungsergänzungen sind sinnvoll, wenn bestimmte Diäten eingehalten werden wollen oder müssen, wie z.B. bei Dialysepatienten. Hier kann ein Dialysearzt sinnvole Beratung leisten. Wenn Sie aus persönlichen Gründen. z.B. weil es Ihnen nicht schmeckt oder Sie es nicht vertragen ganze Gruppem von Nahrungsmitteln meiden, so erkundigen Sie sich individuell bei einer Ernährungsberatung, ob dadurch Mangelerscheinungen hervorgerufen werden können.

Generell rate ich aber einer ziellosen Nahrungsergänzung, die wie Sie richtig bemerkten massiv von der Werbung angepriesen wird, ab. Meistens kann es zwar nichts schaden wie z.B. bei Vitamin E oder Seelen, der Nutzen tritt aber in der Regel nur bei dem auf, der diese Produkte vertreibt.

Ob bei Ihnen eine individuelle Nahrungsergänzung sinnvoll sit oder nicht, besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Rheumatologen, der Sie sicherlich besser kennt.

Mit freundlichen Grüßen

J. Lautenschläger

PS: Ich selbst nehme auch keine dieser Mittelchen.
Verfasst am: 09. 12. 2003 [18:19]
Gelöschter Benutzer Ich freue mich, daß ein neues Forum zum Thema Ernährung und Rheuma ins Leben gerufen wurde.
Mir wäre wichtig, zu erfahren, ob es Sinn macht irgendwelche Nahrungsmittelergänzungen zu sich zu nehmen - z. B. Mineralien oder ähnliches. Es gibt da viel zu viel auf dem Markt und letztendlich preist jeder Hersteller und Anbieter sein Produkt als das Ultimative an. Gibt es Mineralien/ Vitamine, die für chronisches Gelenkrheuma besonders wichtig wären zusätzlich zugeführt zu werden ?
Ich selbst probiere z.B. gerade Aloe-Getränke aus, um meinen Stoffwechsel etwas anzukurbeln. Da ich im Rollstuhl sitze aufgrund des Rheumas, liegt der manchmal etwas brach. Ist das nun sinnvoll oder sollte ich eher etwas anderes tun ? Wenn ja, was ?

Herzliche Grüße und schon mal Danke für Ratschläge und Tipps.



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