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Chondrokalzinose CPPD und PMR


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Verfasst am: 06. 03. 2019 [13:07]
Themenersteller
Dabei seit: 16.06.2016
Beiträge: 85
Sehr geehrter Herr prof.Dr. Aringer,

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Es wurde bei mir keine Ursache für die Chondrokalzinose gefunden.

Ich habe eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung bin aber mit L thyrox 75 mg gut eingestellt.

Ich habe jedoch keine Schwellungen etc.an den Gelenken, sondern nur Schmerzen. 2016 hatte ich diese schlimme Entzündung am Atlaswirbel, damals war der Nacken heiß u es zeigte sich eindeutig um ct u MRT sowie im Blutbild.

Viele Grüße
Leontina

Verfasst am: 05. 03. 2019 [19:48]
Dabei seit: 10.02.2016
Beiträge: 80
Prinzipiell könnten die Schmerzen von der Chondrokalzinose (oder in Ihrem Fall eigentlich CPPD-Arthritis) kommen - und meist ist eine Diagnose wahrscheinlicher als mehrere davon. Sichern lässt sich das bei einer Gelenkschwellung, indem das Gelenk punktiert und die Flüssigkeit im Polarisationsmikroskop untersucht wird.

Colchicin könnte man bei guter Verträglichkeit noch schrittweise steigern (auf 2 bis maximal 3 mg täglich). Das kann den Effekt verbessern. Alternativ käme auch noch die Interleukin-1-Blockade in Frage, aber das wäre außerhalb der Zulassung (off label).

Ich nehme an, dass bei Ihnen auch sicherheitshalber nachgesehen wurde, ob der Kalzium-Pyrophosphat-Ablagerung eine andere Störung (Hyperparathyroidismus, Hämochromatose, Hypothyreose. Hypomagnesiämie, Hypophosphatasie) zu Grunde liegt.?

Alles Gute und herzliche Grüße

Martin Aringer

Verfasst am: 05. 03. 2019 [10:21]
Themenersteller
Dabei seit: 16.06.2016
Beiträge: 85
Sehr geehrtes Expertenteam,

in 2015 (da war ich 50 Jahre alt) begann alles mit einer schlimmen Morgensteifigkeit anfänglich in der HWS und BWS, sowie immer stärker werdenden Nacken und Hinterkopfschmerzen. Mein damaliger Orthopäde vermutete eine rheumatische Erkrankung, im Blut zeigte sich damals nur ein leicht erhöhter Rheumafaktor. Ich bekam eine Überweisung zur Vorstellung in der Rheumaklinik BAD; Wartezeit 6 Monate.

Er verordnete mir Lodotra 5 mg. und die morgendlichen Schmerzen wurden um einiges besser. Dann sollte ich das Lodotra auf 2 mg. absenken und dann absetzen.
14 TAge nach Absetzen des Lodotra bekam ich extreme Nackensteifigkeit, unerträgliche Hinterkopfschmerzen, Steifigkeit in HWS BWS und der Kopf konnte kaum mehr bewegt werden, zum Schluß wurde kauen und schlucken fast unerträglich und die Kopfschmerzen waren nicht mehr zum Aushalten.Zeitgleich begannen schlimme Ellenbogen und Schulterschmerzen, manchmal konnte ich die Arme kaum anheben.Aber die Schmerzen am Kopf und der HWS waren am schlimmsten. Ich fühlte mich schwer krank und kam hier ins KKH auf die Orthopädie. Ich hatte erhöhten CRP über 100 und eine hohe BSG - im MRT und CT wurde ein florider entzündlicher Prozeß am Atlaswirbel noch festgestellt. In Absprache mit der Kopfklinik Ludwigshafen wurde auf eine Biopsie verzichtet und sofort eine hochdosierte Kortisiontherapie eingeleitet, was eine schlagartige Besserung erwirkte.

Nun hatte ich die Diagnose PMR und Rheumatoide Arthritis am Atlaswirbel.
Ich wurde mit 60 mg. Prednisolon und 5 mg. Lodotra aus dem KKH entlassen und sollte mich umgehend beim Rheumatologen vorstellen, ich bekam wieder keinen zeitnahen Termin. Ich stellte mich in der Rheumaklinik BAD vor, diese bestätigten die Diagnosen, diese empfahlen MTX 15 mg. und Kortison stufenweise absenken.
Mittlerweile bekam ich leider einen Diabetes Typ 2, der auch leider geblieben ist.
da ich monatelang über 60 mg. Prednisolon nehmen musste.
Ich war mit dieser Dosierung fast schmerzfrei.

Dann bekam ich endlich einen Termin bei der Rheumatologin in der Umgebung und einen Kortisonplan etc. Zieldosis 1 mg. Prednisolon.
Durch das Absenken des Kortison kamen wieder quälende Schmerzzustände in den Ellenbogen, der ganze Schultergürtel und nachts oft der Hinterkopf.
Ich erhöhte auf Anweisung der Ärztin noch paar Mal das Kortison, als es ganz schlimm wurde und es wurde daraufhin immer in kürzester Zeit besser.
In 2017 kam ich zur Reha nach Bad Kreuznach Karl-Aschoff-Klinik.
Auch dort hatte ich starke Schmerzzustände, deshalb eine Bedarfsdiagnose bei Prof. Schwarting und nach der Kur nochmals einen 2-wöchigen Aufenthalt in der Akutklinik zur Abklärung der Diagnosen.

Dort stellte man fest, dass es sich bei dem Prozeß am Atlaswirbel anfänglich um eine Chondrokalzinose handelte.Diagnose: chronische Chondrokalzinose. Man empfahl täglich 2 x 0,5 mg. Colchicum Dispert als Dauertherapie und weiterhin MTX; vom Kortison sollte ich weg kommen, auch wegen dem Diabetes.

Im Okt. 18 bekam ich dann extreme Probleme mit Hustenanfällen und Luftnot, weshalb ich das MTX vorsichtshalber absetzen sollte, denn nach jeder Spritze kam nachts wieder dieser schlimme Husten.

Seitdem habe ich nur noch Colchicum und stehe aber unter Überwachung wa smeine Blutwerte angeht. Ich habe mittlerweile keinerlei Entzündungszeichen, aber mich plagen seit Absetzen des Kortison ständig Ellenbogen, Schulterschmerzen, manche Tage auch in der rechten Hand, so dass ich morgens fast keine Faust machen kann,
auch sind die Schmerzen in den frühen Morgenstunden oft unerträglich.
Dies war aber unter der Therapie mit MTX schon genauso, alles begann wieder
durch das Absenken des Prednisolon. Ich habe momentan noch 0,5 mg.

Meine Frage an Sie:
Können diese Schmerzen durch diese Chondrokalzinose kommen, wie kann man feststellen, was in den schmerzenden Gelenken los ist, die Ärztin sagt, es wären auch Sehnenansatzentzündungen. Kortison hilft mir sehr schnell, ist aber keine Lösung, weshalb ich seit langem auch nicht mehr erhöht habe.
Einen so schlimmen, eindeutigen Schub wie damals am Atlaswirbel, bekam ich zum Glück nicht nochmals, aber ich habe einfach immer viele Schmerzen in den Gelenken. Schwellungen u. Rötungen habe ich jedoch nicht. Was können Sie mir raten?
Vielen Dank im Voraus
Leontina

[Dieser Beitrag wurde 4mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.2019 um 10:50.]



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