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Nur weil Prednisolon wirkt - Rheuma?


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Verfasst am: 15. 03. 2019 [08:57]
Themenersteller
Dabei seit: 04.03.2019
Beiträge: 2
Lieber Herr Aringer,

danke für ihre Antwort.

Ich hatte mich dann dazu belesen und fand es paßte.

Nun ist doch alles anders. War gestern nochmal beim Rheumatologen und er meinte unspezifische Kollagenose. Blutwerte sind alle Tip Top, einzige kleine Auffälligkeit ANAQ (HEp-2-Fluores) von 1:320. Habe nachgelesen in meinem Buch was ich mir zu Rheuma gekauft habe und finde mich da nicht so recht wieder. Aber der Rheumatologe wird sich ja was bei denken.

Nun soll ich ein Antimalariamittel nehmen (Resochin). Heute habe ich die erste genommen.

Insgesamt gehts mir aber wieder ziemlich gut. Nur noch minimale Beschwerden an der Schulter.Der Rest ist weg.
Ich hatte vor 6 Wochen aber auch die Ernährung nochmal deutlich verbessert. Ich esse eh schon relativ gesund, habe aber nun auch noch Fleisch weggelassen, tierische Fette runtergeschraubt und Omega3 hoch. Vielleicht zeigt das auch Wirkung.

Ich bin jetzt mal vorsichtig optimistisch. Er Arzt meinte jetzt auch ich könne alles machen wie bisher, nur mich nicht überlasten. Hatte jetzt 12 Wochen mal Sport deutlich reduziert, weil er meinte ich würde mich überlasten. Das sah ich nicht so, ich gehe zwar schwimmen und fahre viel Rad, aber wenn ich das nicht mache kriege ich Rückenschmerzen wegen meiner Skoliose. Aber gut.

Als Auslöser meint er seien oft psychische Ursachenverantwortlich. Die würde ich für mich ausschließen. Bin selbst vom Fach und gerade die letzten beiden Jahre waren sehr entspannt, habe Null Baustellen, bin mehr als glücklich.

Also warte ich jetzt mal ab und nehme brav mein Resochin.
Allen ein schönes Wochenende



Verfasst am: 05. 03. 2019 [08:53]
Dabei seit: 10.02.2016
Beiträge: 80
Grundsätzlich haben Sie Recht - Cortisonpräparate (Prednisolon) wirken bei fast allem, und das alleine beweist nichts. Schulterschmerzen sind meist auf eine Schädigung des Weichteilmantels der Schulter (Impingement, Periarthropathia humeroscapularis) zurückzuführen, oft auch in Kombination mit Problemen der untere Halswirbelsäule. Eine Entzündung des Schultergelenke ist eher ungewöhnlich.

Allerdings gibt es eine Entzündungserkrankung (namens Polymyalgia rheumatica), die Schmerzen im Schulter- und Beckengürtel macht - die sind aber symmetrisch, es ist beidseits fast nicht mehr möglich, die Hände in den Nacken zu bringen, meist gibt es eine klare Morgensteifigkeit und in aller Regel deutlich erhöhte Entzündungswerte.

Eine Parvovirusarthritis würde vor allem die kleinen Fingergelenke betreffen, und das massiv. In der Serologie zählen da nur die IgM-Antikörper. Parvovirus macht eine typische Kinderkrankheit, und die IgG-Titer kann man dann Jahrzehnte im Blut finden. Und auch für eine Reaktive Arthritis wäre Ihre Geschichte nicht typisch.

Alles Gute und herzliche Grüße

Martin Aringer
Verfasst am: 04. 03. 2019 [19:24]
Themenersteller
Dabei seit: 04.03.2019
Beiträge: 2
Guten Abend,
ich darf mich erstmal vorstellen: Katrin, 53 Jahre.

Vorgeschichte: habe eine als Kind oprerierte Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung), da wurde ab dem 3. Lendenwirbel bis zur Brustwirbelsäule alles versteift. ich kenne also Schmerzen und Beschwerden und kann damit gut umgehen. Viel Bewegung und ein spezielles Gesundheitsstudio machen mir ein ziemlich beschwerdefreies Leben. Bis Nov. 2018 hätte ich gesagt: bin fit wie ein Turnschuh.

Seit Anfang Dezember 2018 hatte ich immer mal unerklärlichen Muskelkater ohne etwas besonderes gemacht zu haben, kam schwerer aus dem Sitzen hoch, wachte nachts auf mit völlig verkrampften Schultern und Nackenschmerzen. Seitdem immer wieder Schulterschmerzen, Muskelschmerzen bei minimalem Training. War dann beim Hausarzt. Der testete alles ab, Borrelien, Chlamydien..... erhöht war nur der CK wert (aber der ist ja ebenauch bei Muskelkater erhöht) und einen erhöhten Wert bei Parovirus (Ringelröteln) aber eben keine frische Infektion.

Er schickte mich gleich zum Rheumatologen, obwohl die von ihm abgenommenen Rheumawerte unauffällig waren.

Rheumatologe: er vermutete zunächst eine Überlastung durch zuviel Sport. Nahm aber nochmal ale möglichen Werte ab.

3 Wochen später: hatte immer wieder nächtliche (und bei zu langem Sitzen)heftige Gelenkbeschwerden, meist Schulter, aber auch mal Hüfte,ganz selten Morgensteifigkeit der Finger. Weder was geschwollen, noch müde, schlapp oder was erwärmt. Nach dem Genuß von leckerer Leber im Urlaub wars besonders schlimm.

Über zuviel Sport habe ich nachgedacht - NEIN, definitiv nicht. Ich bewege mich gerne, aber durch den operierten Rücken sind mir immer rasch Grenzen gesetzt und ich kenne meinen Körper ja auch gut.

Null familiäre Belastung, nie geraucht, nie Alkohol, ausreichend Bewegung, tierische Fette esse ich allerdings gern , aber auch unmengen Gemüse.

Nun hat er mir eine Woche Prednisolon gegeben (20mg), Wenns wirkt sagte er hätte ich Rheuma. Dann könne ich mich schon mal drauf einstellen Basismedikamente zu nehmen.Die Blutwerte seien bis auf einen unauffällig (habe vergessen zu fragen welcher )

was soll ich sagen - 1 Tag Prednisolon, ich war wieder gefühlte 30. Nur eine Schulter tat noch weh bei bestimmte Bewegungen. Und in den vorher schmerzenden Gelenken knackt es. Physiotherapeut und Hausarzt meinten das sei eine Verengung an der Schulter(impingment-syndrom), wodurch die sehne sich entzündet. Mach ich jetzt Übungen

Nun bin ich wieder ohne Prednisolon, Beschwerden der "kranken" Schulter stärker, Rest geht. Bin ja keine 20 mehr.

Zum erhöhten Parovirus wert meinte eder Rheumatologe nur, dass das viele haben.

Frage: Nur weil Prednisolon wirkt - Rheuma?

Habe gelesen, dass es auch reaktivie Arthritis gibt z.B nach Durchfällen. Lag im Sommer 3 Tage flach wegen Magen Darm. Sonst hatte ich seit jahren nicht mal nen Schnupfen.

Klingt das für Euch leidgeplsgte nach einem typischen Verlauf?



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 04.03.2019 um 19:25.]



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