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Schmerzen im Handgelenk


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Verfasst am: 30. 03. 2019 [20:48]
Dabei seit: 06.10.2014
Beiträge: 64
Hallo,
ich habe seit 2014 seronegative Oligoarthrits.Ich habe 2016 und 2017 mir
jeweils ein Ganglion am rechten Handgelenk(Handrücken) entfernen lassen und
die Schmerzen und die Schwellung war weg. Mit wurde aber auch gesagt das diese
wieder an gleicher Stelle entstehen können bei Überlastung.
Durch das Rheuma was ich habe wurde mir gesagt "kann" es sein das ich dadurch
begünstig bin diese zu bekommen.
2018 bekam ich eine Schwellung am linken Handgelenk an der Unterseite
in der höhe wo der Puls gefühlt wird. Nach mehreren Röntgen Untersuchungen
und zwei Terminen im Boberg Abteilung für Handchirurgie sagte mir das ich ein Ganglion an der Hauptschlagader des Armes habe. Kann man operieren die Gefahr aber diese Ader zu verletzen ist hoch aber auch machbar.
Also operiert in der Ambulanz Hamburg Eppendorf und Abends nach Hause ohne Probleme.
Im Oktober haben mir dann beide Hände bzw. die Finger und die Handgelenke weh
getan und ich dachte schon nicht schon wieder aber keine Schwellungen, sondern ein-
fach nur schmerzen.
Ich hatte Schwierigkeiten Flaschen zu öffnen ,die Türklinge herunter zu drücken usw.
Hausarzt wusste auch nichts also Notfalltermin beim Rheumatologen.
Die typischen Schwellungen hatte ich nicht, somit wurde mich eine Cortison Stoß-Therapie
verordnet mit 30mg Cortison in Tabletten Form.
Und nach fünf Tagen wurde es besser.
Jetzt habe ich den nächsten Schub und nehme nun wieder Cortison.
Tja was soll man sagen ich habe mich für die OP´s entschieden und trotzdem
schmerzen in den Händen bekommen .Ich hatte auch verschiedene Schienen und
Schmerztabletten vor den OP´s aber ich war dazwischen immer wieder
schmerzfrei und auch jetzt mit Cortison was ich jetzt nehme merke ich den unterschied
von der Art der Schmerzen.
Das war meine Geschichte dazu ich hoffe ich habe dich nicht noch mehr verunsichert.
LG Stephanie

Verfasst am: 09. 02. 2019 [09:06]
Dabei seit: 14.01.2016
Beiträge: 19
Hallo Pauline,
ich habe zwar eine andere Rheumadiagnose, spritze aber auch schon länger wöchentlich Enbrel 50mg in Kombi mit einer Minidosis MTX (10mg 14-tägig). Damit habe ich eine zufriedenstellende Schmerzsituation erreicht. D.h. bei guter Ernährung und ausreichend Bewegung halten sich die Schmerzen zwischen 2 – 4 auf einer Skala 1 bis 10.
Im vergangenen Jahr musste ich wegen Infektionen/OP 2 x diese Basismedikation für mehrere Wochen aussetzen. In diesem Zusammenhang wurden die Schmerzen nach einer gewissen Zeit sehr stark. Und in dieser Zeit schmerzten bei mir auch immer zwei Baustellen, welche ich eigentlich primär gar nicht mit dem Rheuma in Verbindung bringe. Das ist zum einen der Bereich um ein Zahn, der mir über viele Jahre Probleme gemacht hatte und wo einmal ein Implantat (vermutlich durch eine nicht korrekte/saubere Behandlung) atraumatisch rausgeeitert war. Der ZA hat damals (auf seine Kosten!) akribisch nachgearbeitet und inzwischen ist eigentlich alles gut. Nur wenn das Rheuma besonders mukkt, dann schmerzt dieser Bereich wieder, teilweise auch recht unangenehm.
Ein andere – ähnliche – Baustelle habe ich am li Sprunggelenk. Nach einem heftigen Umknicktrauma ist dort ein dauerhafter Schaden entstanden, der mir lt. Orthopäden zeitlebens Probleme bereiten würde. Und tatsächlich spüre ich dieses Sprunggelenk auch immer dann, wenn das Rheuma stärker meckert.

Damit will ich sagen: Auch wenn das Rheuma nicht primär die Ursache ist, können diese rheumatischen Entzündungen sich ebenfalls in anderen Bereichen auswirken. Unser Körper ist ein zusammenhängendes System, alles hängt ja miteinander zusammen. (Das vergisst man leicht in unserem Gesundheitssystem von unterschiedlichen Fachärzten.) Und deshalb befinden sich Erkrankungen nicht in isolierten Schubladen, losgelöst vom Rest des Körpers.

So ist zumindest mein Fazit aus meinen Erlebnissen.
Vielleicht konnte ich Dir damit ein wenig weiterhelfen.

Herzliche Grüße
merlin


[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 09.02.2019 um 09:10.]
Verfasst am: 09. 02. 2019 [00:20]
Themenersteller
Dabei seit: 08.02.2019
Beiträge: 1
Hallo,
Ich bin neu hier und habe mit 16 die Diagnose juvenile rheumatoide Arthritis bekommen (jetzt 26). Nach langem rumprobieren spritze ich seit etwa 3 Jahre einmal die Woche 50mg Enbrel und das klappt super.
Seit ca. Ende August 2018 habe ich Schmerzen im rechten Handgelenk. War mittlerweile bei 5 Ärzten.
Ich hatte das nämlich nie mit dem Rheuma in Zusammenhang gebracht.
Erst bei einem allgemeinen Chirurg (zu dem auch meine Eltern schon jahrelang gehen wenn was ist),dieser röntge und meinte da wäre nichts, machte n Voltarenverband und sagte ich soll kühlen.
Einige Wochen später bin ich zu einer Orthopädin gegangen, die mir empfohlen wurde. Diese röntge ebenfalls,nichts zu sehen woraufhin die einen Ultraschall machte. Diagnose Sehnenscheidenentzündung. Ich bekam einen Zinkleimverband und sie verschrieb mir eine Schiene und für 14 Tage eine AU. Laut ihr sollte die Sehnenscheidenentzündung in der Zeit weggehen.
Die Schmerzen waren nicht weg und da ich dann sowieso einen Termin bei meiner Rheumatologin hatte, bin ich da dann erstmal hingegangen. Diese meinte vom Rheuma ist das wohl eher nicht, ich sollte ein Mrt machen lassen und mit dem Befund dann zum Handchirurg gehen. Gesagt, getan.
Beim Mrt kam raus das ich ein Ganglion (6mm) habe und ansonsten alles normal ist. Der Handchirurg meinte das er da jetzt nicht sofort operieren möchte, sondern lieber abwarten möchte. Er verschrieb mir eine andere Schiene und ich bekam wieder eine AU. Ich bin zwischen den AU's immer mit Schmerzmittel arbeiten gegangen und musste die auch immer höher dosieren das sie wirken,am Ende 2 mal Tag 800 Ibu, was jetzt auch schon nicht mehr wirkt.
Eine Bekannte hat dann von einem anderen Handchirurg erzähl, bei dem sie sehr zufrieden war und ich dachte eine weitere Meinung kann nicht schaden, also dahin.
Er meinte auch, operieren will er nicht (ich auch nicht,wenn's nicht unbedingt sein muss) aber er meinte jetzt noch das ich scheinbar eine angeborene Bänderschwäche habe. Dadurch würde da jetzt ein Reizzustand bestehen. Er spritzte mir Kortison in die betreffende Stelle und ich bekam einen Gips,seit 2 Wochen jetzt,nächste Woche kommt er ab. Er meinte danach müsste erstmal gut sein und ich soll dann die Unterarmmuskulatur trainieren, um das alles zu stärken,in der Hoffnung das die Schmerzen dann dauerhaft wegbleiben könnten. Das macht ja irgendwie Sinn.
Meine Gedanken sind jetzt aber die, ob das nicht doch irgendwie mit dem Rheuma zusammenhängt?
Hat da jemand von euch vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ich hab im März den nächsten Termin bei meiner Rheumatologin und werden mit ihr natürlich auh darüber sprechen.

Danke schonmal für eure Antworten und sorry für den langen Texticon_smile.gif
LgPauline



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