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Yersinien Arthritis + Psoriasis Arthritis


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Verfasst am: 04. 01. 2019 [15:29]
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 251
Eine reaktive Arthritis, ausgelöst durch Yersinien, ist gar nicht so unbekannt.
Hier kannst Du einiges dazu nachlesen:

https://www.rheuma-online.de/krankheitsbilder/yersinien-induzierte-arthritis/

Ob darüber hinaus noch eine PsA bestätigt werden kann, wird sich dann heraus stellen.
Im RRZ in Meerbusch bist Du jedenfalls in besten Händen. Bin schon seit vielen Jahren beii Dr. Ewerbeck und sehr zufrieden. Habe übrigens eine "am ehesten PsA".

Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.
Verfasst am: 04. 01. 2019 [14:59]
Themenersteller
Dabei seit: 04.01.2019
Beiträge: 1
Hallo, ich bin neu hier. Habe schon viel von der Rheuma Liga gehört und mich auch eingelesen. Nun möchte ich mich vorstellen und hoffe auf eure Hilfe!
Ich bin 36 Jahre alt und meine Leidensgeschichte hat vor ca 6 Monaten angefangen. In dem heißen Sommer konnte ich morgens plötzlich mein rechtes Knie nicht mehr beugen. Da ich seit meinem 13. Lebensjahr einen Knorpelschaden habe, habe ich es zuerst darauf geschoben. Hier hatte ich allerdings zu dem Zeitpunkt ca. 10 Jahre Ruhe. Das Knie wurde immer dicker und ich bin zu meiner Hausärztin gegangen. Es folgte das MRT. Mit dem Ergebnis bin ich dann zu dem ersten Orthopäden. Dieser hat das Knie punktiert, aber leider das Punktat in den Ausguss gekippt icon_sad.gif Seine Diagnose war Arthose und der Knorpelschaden muss operiert werden. Überweisung in eine Unfallklinik, dort hat man die OP aber abgelehnt. Der Knorpelschaden hat erst Stufe 2 und muss noch nicht operiert werden. Zwischenzeitlich war ich in einer weiteren Klinik mit dem gleichen Ergebnis. Knorpelschaden ja, aber nicht so schlimm. Weiter schonen und kühlen plus Schmerzmittel (Diclofenac, Ibu, Voltaren und Novalgin). Jede Woche ein anderes bis der Magen kapituliert hat. Wobei ich bis heute Novalgin plus Magenschoner nehme um über den Tag zu kommen. Der erste Orthopäde war recht ungehalten, dass sein Kollege mich zurück geschickt hat und seine Diagnose in Frage gestellt hat. Für mich der Zeitpunkt mir einen anderen Orthopäden zu suchen. Orthopäde 2 hat als erstes ein Blutbild erstellt und mich zur Szintigraphie geschickt. Die Blutwerte haben dann die Diagnose Yersininen Arthritis hervorgebracht. Als nächstes folgte ein Aufenthalt in der Rheumaklinik in Meerbusch. Dort wurden noch einmal diverse Untersuchungen gemacht. Eine gesicherte Diagnose waren die Yersininen doch nicht. Da sie aber erneut im Blut nachgewiesen wurden, habe ich mit der 20 tägigen Antibiotika Therapie begonnen. Nach 2 Wochen hatte ich kein Wasser mehr im Knie war ich so optimistisch, dass ich gut gelaunt ins neue Jahr gestartet bin.
Aber dann kam der Rückschlag. Am 2.1 wieder ein bisschen Wasser im rechten Knie, aber zusätzlich im mittleren Zeh des linken Fußes.
Heute dann der Verdacht der Hausärztin, dass ich zusätzlich eine Psoriasis Arthritis habe.

Am Montag erfahre ich ob die Yersinen noch im Blut nachweisbar sind, Unabhängig davon muss ich erneut in die Rheumaklinik.

Die Einschränkungen im Alltag muss ich hier sicherlich nicht detailliert beschreiben, weil wir alle darunter leiden. Laufen, Auto fahren, Schlafmangel usw. Am meisten belastet mich auch, dass meine Tochter leidet, weil Mama nicht so kann, wie sie es gewohnt ist. Sie sagte, die Weihnachtsferien waren so langweilig, da wäre sie lieber weiter zur Schule gegangen. Sonst waren wir immer Eislaufen, Schwimmen und ähnliches. Dieses Jahr geht es leider nicht.

Ich hoffe, ich hab euch mit meiner Geschichte nicht gelangwelit und ihr könnt mir eure Erfahrungen mitteilen.
Auffällig war, dass die Yersinien so unbekannt und selten sind, dass sogar Ärzte sich einlesen müssen in das Thema. Aber vielleicht ist hier jemand, der sich mit mir austauschen kann und möchte.

Danke + LG



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