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Ernährung bei Rheumatischer Arthritis


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Verfasst am: 17. 11. 2018 [09:11]
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 265
Dirk,
Kaffee und auch schwarzer Tee sind entgegen älterer Empfehlungen inzwischen ausdrücklich erlaubt.

Grüßle
Heike

Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.
Verfasst am: 16. 11. 2018 [17:56]
Themenersteller
Dabei seit: 29.10.2018
Beiträge: 7
Hallo
Danke für eure Antworten.
Ich habe schon begonnen mit Verzicht auf Zucker und Weissmehl und esse kaum noch Fleisch oder Aufschnitt dafür mehr Gemüse und Haferflocken und gesunde Öle.
Wollte auch auf Kaffe verzichten aber das fällt mir noch schwer.Alkohol habe ich schon seit einem Monat nicht mehr getrunken und Rauchen tue ich sowieso schon seit 14 Jahren nicht mehr.Vielleicht werde ich schon nächste Woche auch den Kaffekonsum aufgeben zum Test
da er alles andere als basisch ist.

Grus Dirk
Verfasst am: 16. 11. 2018 [16:18]
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 87
Hallo Dirk,
das ist schön, dass du dir Gedanken über die Ernährung machst. Generell gilt als Fausregel eine ausgewogene Ernährung. Da es keine Rheumadiaet gibt, muss man für sich selbst entscheiden welchen Weg man bei der Ernährung geht. Ich esse zum Beispiel auch Schweinefleisch ohne damit etwas auszulösen. Bei Rheuma sollte man auf die Omega-Fettsäuren achten, dazu basichse Nahrungsmittel bevorzugen.

Aber da unsere Biologie generell einzigartig ist, muss man selbst herausfiltern, was einem Gut tut oder einen Schmerzschub auslöst. Das ist Mühsam, bringt dann als Ergebnis sehr viel. So musste ich über das Nahrungstagebuch feststellen, dass ich kein Geräuchertes mehr vertrage bzw. nach dem Verzehr mehr Schmerzen habe.

Bei Alkohol und Nikotin sollte man Verzicht üben. Wobei mal ein Bier oder Glas Wein nicht schadet. So lange es Ausnahmen bleiben. Das gilt auch für gesunde Menschen.

Das mit den Verträglichkeiten von Abarten wie Vegan, Vegetarisch, Paleo usw. muss man selbst entscheiden. Wir sind als Allesfresser auf die Welt gekommen und bei Vegetariern ist eine Rückfallquote von 87 % belegt.

Viel Glück bei deiner Auswahl.
Gruß Nelli130


nelli 130
Verfasst am: 16. 11. 2018 [07:39]
Dabei seit: 15.11.2018
Beiträge: 9
Guten Morgen Dirk,

zwei bis drei Wochen bis ich die ersten Verbesserungen wahrnahm. Also, sehr viel Energie, weniger Schmerzen, Rückgang von Rötungen. Mental war das ein Megaboost. Schwellungen verschwanden nur sehr langsam, so innerhalb von einigen Monaten. Ab da hätte man an meinen Gelenken visuellen nicht mehr sagen können, dass ich RA habe.
Die ersten Wochen waren die schlimmsten mit dieser Ernährung. Ich musste meine Arschbacken zusammenkneifen und bin durch.
Allgemein, traten die Verbesserungen, wie soll ich sagen..., im Halbjahres Turnus auf. Ich musste sehr viel Mitgefühl und Geduld mit meinen eigenen Körper aufbringen. Kleine Abweichungen von der Keto, merkte ich schnell an schmerzende Gelenke und Energielosigkeit.

Schon vor der Keto hatte ich wochenweise Zeiten der Remission. Jetzt bin ich seit 2 Jahren schon drin. Abweichungen von der Keto (Obstteller zum Geburtstag), machen mir jetzt auch nichts mehr aus.
Ich habe so gute Erfahrungen damit gemacht, dass ich dachte, es könnte auch anderen helfen.

Schönen Gruß
Geta
Verfasst am: 15. 11. 2018 [17:27]
Themenersteller
Dabei seit: 29.10.2018
Beiträge: 7
Hallo Geta

Vielen Dank für den Tipp.Werde mich mal damit auseinandersetzen.
Wie lange hat es gedauert bis eine ersichtliche Besserung eingetreten ist?

Gruss Dirk
Verfasst am: 15. 11. 2018 [11:02]
Dabei seit: 15.11.2018
Beiträge: 9
Hallo Dirk,

ich wurde vor 6 Jahren mit RA diagnostiziert aber vermutlich waren da bereits 6 Monate ins Land geflossen. Sie gaben mir MTX und Folsäure.
Ich habe selber mehrere Jahre nach einer geeigneten Ernährung gesucht, Supplemente versucht, dies und jenes weggelassen. Vegan, Paleo, glutenfrei, Kurkuma, Fischöl...Sie sagen es mir! Ich habe es ausprobiert.
Seit 2 Jahren ernähre ich mich strikt ketogen und seit 2 Jahren bin ich frei von Schmerzen und Medikamenten. Die Schäden an den Gelenken kann ich nicht rückgängig machen und gelegentlich zieht es noch in den Gelenken, aber ich bin frei von Entzündungen.
Versuchen Sie es für ein halbes Jahr.

Ich habe Berichte vom Menschen gelesen, die auch mit der reinen Carnivoren-Diät (nur Fleisch und tierische Produkte, ohne Milch) gute Erfahrungen gemacht haben. Ich selber habe es nicht ausprobiert, weil es mir exzellent geht, aber manchen sagt es zu.

Gruß und Viel Glück
Geta

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 15.11.2018 um 11:13.]
Verfasst am: 01. 11. 2018 [13:40]
Themenersteller
Dabei seit: 29.10.2018
Beiträge: 7
Hallo nelli 130
Ein neuer Arzttermin steht bei mir noch aus.
Werde es dann abklären.

Gruss Dirk
Verfasst am: 01. 11. 2018 [13:34]
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 87
Hallo Dibra,

bei rA benötigst du unbedingt eine Basismedikament. Selbst wenn du keine Schmerzen hast. Hat dich dein Rheumatologe/..-Arzt nicht aufgeklärt? Im Gegensatz zu Arthrose kann Arthritis die Kochen angreifen und nachhaltig schädigen.

Das erste Medikament ist MTX. Keine Angst davor, es kommt zwar aus der Chemoecke. Bei Brustkrebs wird es aber im Vierstelligen Bereich und häufiger verabreicht. Wir bekommen als Rheumatiker ja nur zwischen 10 und 20 mg. Teste es ohne schlechtes Gewissen. In nur sehr wenigen Fällen ist hier auf Grund der eigenen Chemie eine Unverträglichkeit angezeigt. Dann hat dein behandelnder Arzt weitere Medikament zur Auswahl.

Bei Kortison ist der Schrecken immer noch größer, als die Nebenwirkungen. Hier muss man allerdings im Beipackzettel lesen, dass das Medikament zwischen 6 und 8 Uhr zur körpereigenen
Ausschüttung genommen werden sollte. Dazu zwischen einem Hormonpräparat (Schilddrüse, Pille...) mindestens zwei Stunden Abstand sein müssen. Sonst könnte es zu schweigenden Kollisionen kommen.

Ich nehme das Basismedikament plus Kortison schon seit zwanzig Jahren und fahre in jeder Hinsicht damit gut. Meine Angst liegt mehr in zerstörten Knochen und der Pflege die daraus resultiert.

Viel Geduld und ein gutes Aufklärungsgespräch (auf das du ein Recht hast) beim Arzt oder in der Rheumagruppe vor Ort.

nelli 130
Verfasst am: 01. 11. 2018 [12:41]
Themenersteller
Dabei seit: 29.10.2018
Beiträge: 7
Hallo nelli 130

Danke für deinen Rat.
Es wird wohl noch viel Arbeit auf mich zu kommen.
Das Problem ist ja auch wenn man irgendetwas isst
dass es sich nicht sofort bemerkbar macht.
Ich versuche auch möglichst ohne Medikamente auszukommen.

Gruss dirk
Verfasst am: 01. 11. 2018 [10:32]
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 87
Hallo Dibra,
man kann das mit dem Vertragen bei gleicher Diagnose nicht allgemein sagen. Denn jeder hat seine eigene Biologie. Du kannst höchsten verschiedene Lebensmittel (inkl. Gewürzen und anderen Zutaten) austesten und dazu eine Tagebuch führen. Das ist zwar sehr mühsam, hat mich aber auf einen guten Weg gebracht. So esse ich wie du auch in kleineren Mengen Schweinefleisch. Bei Geräuchertem muss ich vorsichtig sein, da es bei mir die rA wieder "anschwellen" lässt.

Wichtig ist das du ausgewogen isst. Fisch zu genießen ist mir Grund einer Eiweißallergie leider nicht möglich. Manchmal spielen eben mehr Faktoren zusammen. Mein Essensplan ist aber dennoch abwechslungsreich und frisches Obst und Gemüse spielt eine große Rolle.
Viel Erfolg und mögest du ganz viele Lebensmittel vertragen.icon_confused.gif
Gruß Nelli130



nelli 130



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