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Arthrose und Ernährung


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Verfasst am: 26. 10. 2018 [19:34]
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 111
Hallo Siivia64,
lass dir doch die Ernährungsbroschüre von der Rheuma-Liga zusenden. Da findest du sogar leckere Gerichte zum nach kochen.

Vorab sei gesagt, dass es Nachweisbar keine Diät für Rheuma gibt. Du solltest ausgewogen essen. Wichtig sind die guten Fette mit Omega 6-Säuren. Ansonsten kannst du Testen worauf du reagierst. Dazu solltest du ein Essenstagebuch führen und die Zutaten auflisten. Bei einem Verdacht dieses Lebensmittel erneut testen und auf die Reaktion warten. Es ist ein Mühsames Unterfangen, aber sehr sinnvoll. Ich reagiere z. B. auf geräuchertes. Wobei ich normales Schweinefleisch und -Wurst (in geringer Menge) durchaus vertrage.

Im Forum unter " Ernährung und Rheuma" findest du weiter Anregungen zur Ernährung. Aber mach dich deswegen ja nicht verrückt. Und Nahrungsergänzungsmittel solltest du generell nur in Absprache mit deinem Arzt einnehmen.

LG
Nelli130

nelli 130
Verfasst am: 26. 10. 2018 [15:21]
Dabei seit: 21.10.2018
Beiträge: 6
Hallo,
ich nehme den Purin-Rechner der Gichtliga: http://www.gichtliga.de/purinrechner/.

Ist vielleicht etwas aufwändig, aber man gewöhnt sich an den Aufwand. Außerdem weiß man nach einiger Zeit schon von selbst, wovon man ganz oder teilweise die Hände lassen sollte.

Grüße
Verfasst am: 15. 07. 2018 [14:38]
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 111
Hallo Lillyan67,
sorry, dass ich erst jetzt Antworte. Aber erst ist mein Mann schwer erkrankt und dann auch noch meine Mutter.
Du hast recht man findet keine Tabellen mehr auf den Überarbeiteten Seiten der DEG. Sollten dich die Purin und Harnwerte interessieren, so kannst du diese in Literatur für Gicht finden. Ich hoffe das hilft dir weíter.
Grüße von Nelli130

nelli 130
Verfasst am: 03. 07. 2018 [13:15]
Dabei seit: 02.07.2018
Beiträge: 3
"nelli130" schrieb:

Grüß dich Silvia64,
man sollte sich in allen Lebenslagen immer abwechslungsreich und ausgewogen Ernähren. Jeder von uns hat seine Ureigene Biologie und du solltest darauf achten (evtl. Tagebuch über Ernährung führen) auf was du mit vermehrten Schmerz reagierst.
Dabei kann man Schmerzen durchaus mit Basischen und nicht säurebildende Lebensmitteln vermeiden. Kennzeichnend ist hierbei der Purin- und Harnsäurewert. Zum Beispiel: je 100 mg Ei, Butter oder Joghurt enthält 0 von Beiden. Pute hat 50,4 Purine und 120 Harnsäure. Sojafleisch liegt mit 154 Purin und 370 mg Harnsäure im Roten Bereich. Butter gehört allerdings zu den säurebildenden Lebensmittel.
Ich habe mir meine Tabellen zu Beginn von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) herausgezogen. Dort ist immer der neueste Stand der Entwicklung nach zu lesen. Solltest du ein Buch kaufen, achte auf die Empfehlung der DGE, dann kannst du nichts falsch machen.
Viel Glück und gutes Gelingen wünscht dir
Nelli130

Hallo Nelli 130. Wo hast du denn so eine Tabelle für Purin und Harnsäurearme Lebensmittel bei der DGE gefunden? Ich habe gerade danach gesucht und nichts entdeckt.
Verfasst am: 02. 07. 2018 [20:56]
Dabei seit: 16.06.2016
Beiträge: 86
Hallo,

Frau Martina Schneider ist eine der Expertinnen!!!!
Man möchte hier im Expertenforum auch von diesen seine Fragen
beantwortet bekommen!
Ich denke, man sollte sich da als Forumsteilnehmer
Hier mal zurückhalten.

LG leontina
Verfasst am: 01. 07. 2018 [19:24]
Dabei seit: 31.05.2018
Beiträge: 6
Hallo zusammen und danke für die Wortmeldungen.
In der persönlichen Ernährungsberatung ist es sicherlich sinnvoll, gezielt und individuell auf bestimmte Sachverhalte einzugehen. Hier im Forum kenne ich die Situation der Ratsuchenden nur sehr oberflächlich, daher halte ich es für richtig, so umfassend wie möglich zu antworten. Ich freue mich also, wenn ich Ihnen Nelli mit meiner Antwort weiter helfen konnte.
Dipl.oec.troph. Martina Schneider


Verfasst am: 01. 07. 2018 [17:50]
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 111
Hallo Lillyy,
das ist mir schon klar. Ich habe auch nicht geschrieben, das etwas falsch ist. Im Gegenteil freue ich mich bei einer Ernährungsexpertin einmal zu lesen, dass Fleisch und Wurst nur eine untergeordnete Rolle spielen. Ich wollte Martina nur darauf aufmerksam machen, dass die Krankenbilder nicht so ausführlich erläutert werden müssen. Wie du selbst schreibst geht es um Ernährung und ich hoffe, dass noch viele Fragen kommen.

Du bist mir schon häufiger aufgefallen, weil du meist Antworten kommentierst. Bis du Ärztin oder Krankenschwester? Nix für ungut.
Gruß Edeltraud

nelli 130
Verfasst am: 01. 07. 2018 [14:35]
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 289
Liebe Edeltraud,
dies ist das Expertenforum zum Thema Ernährung icon_wink.gif

Daher mein Dank an Frau Schneider (als Expertin) für diese umfangreiche Aussage!

Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.
Verfasst am: 01. 07. 2018 [13:23]
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 111
Hallo Martina,
deine Vermutung mit dem Vitamin D ist richtig. Allerdings langt es vollkommen, wenn man sich jeden Tag für 30 Minuten im Freien aufhält. Aufpassen muss man hier nur im tristen Winter, wenn lange keine Sonne wie im Vergangenen scheint. Selbst ein bewölkter Himmel ist für die natürliche Vitamin D Aufnahme über unsere Haut ausreichend.
In dreißig Jahren Arthrosen habe ich nur im vorletzten einmal einen Vitamin D Mangel gehabt und musst es künstlich zuführen. Das mein Wert unterschritten war wurde übrigens von meinen Rheumatologen festgestellt. Und Sonnenstudio Besucher brauchen ebenfalls keinen Mangel fürchten. Wer ungern Medikamente nimmt kann also im Winter hier seine Werte auftanken.

Ansonsten habe ich gesehen, dass du noch nicht so lange dabei bist. Zumindest ich setzte voraus, wer im Forum der Rheuma-Liga unterwegs ist, dass er die entsprechenden Broschüren bestellt und gelesen hat. Somit muss man gar nicht ganz so ausführlich wie du auf die Erkrankung eingehen. Den dort findet man alle wichtigen Punkte von der Diagnose über die Therapie sowie Ernährungsmerkmale. Schließlich sind wir Betroffenen Laien und können nur unsere Erfahrungen weitergeben. Die Aufklärung ist den Ärzten vorbehalten und Gute tun hier auch ihre Arbeit gewissenhaft.
Liebe Grüße
Edeltraud

nelli 130
Verfasst am: 30. 06. 2018 [09:26]
Dabei seit: 31.05.2018
Beiträge: 6
Arthrose ist eine Verschleißerkrankung, die den Abbau des Knorpelgewebes in den Gelenken zur Folge hat. Die Verringerung des Gelenkspaltes, eine Veränderung der Knochensubstanz sowie z.T. entzündlichen Prozessen (aktivierte Arthrose) der Gelenkinnenhaut können die Folge sein. Schmerzen und Mobilitätseinbußen sind symptomatisch.
Adipositas kann eine Ursache für eine Dauerbelastung der Gelenke (vor allem Knie, Wirbelsäule) und damit die Entstehung von Arthrose sein. Daher ist die Normalisierung des Körpergewichts eine wichtige ernährungstherapeutische Maßnahme.
Dies gelingt durch eine kaloriendefinierte, ausgewogene Ernährung nach den Empfehlungen der DGE. Also viel Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte. Eine bewusste Zufuhr von Fetten/Ölen. Fisch. Tierische Lebensmittel wir Fleisch und Wurst spielen nur eine untergeordnete Rolle. Auch der Konsum von Genussmitteln (Süßigkeiten, Knabbereien und Alkohol) ist auf eine kleine Portion pro Tag zu reduzieren.
Eine ausgewogene Ernährungsweise wie beschrieben ist immer auch eine sinnvolle Grundlage für die Ernährung bei Arthrose. Im Zusammenhang mit den entzündlichen Prozessen die bei der aktivieren Arthrose vorhanden sind, sind aus meiner Sicht die gleichen entzündungshemmenden ernährungstherapeutischen Empfehlungen wie bei der Rheumatischen Arthritis sinnvoll. (Auch, wenn hierzu bisher nur begrenzte wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen). Dies bedeutet:
• Zusätzlich zur ausgewogenen Ernährung:
• eine deutliche Erhöhung der Zufuhr an Antioxidantien (z.B. grüne Smoothies aus Kräutern und grünem Gemüse)
• eine Erhöhung der Zufuhr von Omega 3 Fettsäuren durch z.B. Leinöl, Rapsöl, Walnussöl, vor allem aber durch 1-2 Portion fettreichen Fisch (Lachs, Makrele, Hering, Thunfisch) pro Woche
• eine Reduzierung von tierischen Fetten z.B. aus Butter, Ei oder Fleisch (aufgrund der entzündungsfördernden Arachidonsäure)
Bewegung in Ergänzung zur Ernährung ist ebenfalls eine wichtige therapeutische Maßnahme, um den Bewegungseinschränkungen entgegen zu wirken. Außerdem gibt es knorpelaufbauende Medikamente, die eingesetzt werden können. Auch die Zufuhr von Omega 3 Fettsäuren in Kapselform wäre als ergänzende Maßnahme mit dem behandelnden Arzt abzustimmen. Zudem scheint auch der Vitamin D Spiegel im Zusammenhang mit der Erkrankung zu stehen und sollte abgeklärt, ggf. medikamentös behandelt werden.



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