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Ernährungsmassnahmen/ Uebersäuerung etc.


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Verfasst am: 16. 09. 2015 [12:25]
Dabei seit: 16.09.2015
Beiträge: 4
Hallo zusammen, auch ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin 47 Jahre alt und habe Rheumatoide Arthritis - Bitte habt Nachsicht, sollte ich irgendetwas nicht richtig machen, ich bin absoluter Forumsneuling icon_cool.gif
Lieber Vegano bei mir hat die Ernährungsumstellung sehr viel gebracht und es tut mir sehr leid, das es bei dir nicht der Fall ist. Keines der normalen Medikamente ( MTX,Sulfasalazin und Cortison ) brachte mir deutliche Besserung. Immer wieder bekam ich Schübe so das sich das Rheuma rasend schnell in jedes noch so kleine Gelenk setzte. Also habe ich eine Entsäuerung angefangen, nach dem Motto Schaden kann es bestimmt nicht - und 6 Wochen lang quasi nur Obst und Gemüse gegessen. Kaffee,Tee,Fleisch,weißes Mehl, bzw Getreide,Zucker - alles Verboten. Und nach ein paar Tagen schon gingen die Schwellungen in den Gelenken zurück und nach den 6 Wochen war ich zum ersten mal so gut wie Schmerzfrei. Jetzt darf ich nach und nach "fragliche" Lebensmittel meinem Speiseplan wieder zuführen und merke kurze Zeit nach dem essen, ob ich diese vertrage, oder nicht. Möhren z.b. gehen gar nicht, esse ich die bekomme ich innerhalb einer Stunde schnerzende Handgelenke.
Vor 7 Wochen nun musste ich das MTX aussetzen wegen einer bevorstehenden OP -
und jetzt ( 5 Wochen nach der OP ) hatte ich einen Termin beim Rheumatologen und da es mir (immer noch ) gut geht habe ich mir die Frage gestellt, ob ich das MTX nicht einfach weg lasse - mein Arzt meint allerdings, das es keine gute Idee sei, da mein Körper in den nächsten Tagen merken würde das was fehlt und dann wäre davon aus zu gehen das ich heftige Schübe bekomme. Dann müsste ich erst wieder hochdosiert Cortison nehmen, das viel mehr Nebenwirkungen hat als das MTX - und bis das MTX wieder voll anschlägt, vergeht ja auch immer eine lange Zeit.
Ich weiß jetzt nicht so genau, was ich machen soll... weniger Medikamente sind gut, aber wenn es NICHT allein an der Ernährungsumstellung liegt das es mir gut geht...?
Ich habe Angst, das die Schübe und damit die Schmerzen wieder losgehen.
Hat jemand von euch Erfahrung damit ? Hmm Medikamente weglassen und es "ausprobieren" oder lieber nicht...icon_bang.gif
Verfasst am: 16. 07. 2014 [21:25]
Dabei seit: 15.07.2014
Beiträge: 1
Hallo, ich bin neu hier.
Habe einen etwas untypischen Morbus Bechterew, da v.a. Sehnenansätze an Knien und Füssen sowie Zehengelenke chronisch entzündet sind. Klar ist es mal etwas besser und wieder schlimmer, aber schmerzfrei gibt es praktisch nicht. Ich ernähre mich seit mehr als einem Jahr vorwiegend vegan. Anfangs sicher eine Umstellung, wobei ich schon vorher fast keine Milchprodukte mehr genommen habe, da es heisst, dass tierische Fette entzündungsfördernd sind und den Körper übersäuern. Dadurch wird sogar Calcium im Körper abgebaut, also genau das, was laut der gängigen Meinung durch Milch und Co. verhindert werden sollte! Und fast alle glauben das...
Meiner Meinung nach kann man dem Calciummangel besser mit Gemüse wie Grünkohl, Fenchel oder Brokkoli etc. vorbeugen.
Leider bin ich mit der veganen Ernährung nicht ganz konsequent. Und auch beim Weglassen von Zucker sowie von Weissmehlprodukten nicht. Ich glaube wenn man es schafft, konsequent nur vollwertige vegane Nahrungsmittel zu essen, könnte es tatsächlich viel für die Gesundheit bringen. Wenn einfach dieser innere Schweinehund nicht wäre! Ich versuche aber mich hier zu verbessern, denn die Medis schaden letztlich mehr als sie nützen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.2014 um 21:27.]
Verfasst am: 03. 06. 2007 [13:56]
Gelöschter Benutzer Hallo Vegano,

ich kann dir eines zur Bestärkung sagen:
seit ich Veganerin bin, geht es mir wesentlich besser!
Ich habe weniger Schmerzen, konnte meine Medikamente reduzieren und fühle mich viel wohler!
Der Hauptauslöser waren die Milchprodukte, denn als ich diese wegließ, gingen die Schmerzen schon nach nur einer Woche zurück.
Wenn du magst, helfe ich dir beim Einstieg in das vegane Leben - einfach eine PN schicken!

Viele Grüße und schmerzfreie Tage,
pinklady
Verfasst am: 27. 05. 2007 [13:42]
Dabei seit: 16.03.2007
Beiträge: 10
Hey!!
Leider ist es ja so, dass es nicht DAS Mittel oder DIE diät gibt die bei Rheuma hilft, so das jeder selbst ausprobieren muss, was ihm gut tut.

Ich lebe seit ca 7 Jahren vegetarisch, was mir soweit eigentlich sehr gut bekommt, mich allerdings nicht komplett vor Schüben schützt. Des weiteren nehme ich hauptsächlich fettarme Milchprodukte zu mir, um den Anteil der tierischen Fette zu reduzieren (da diese Entzündungsfördernd sind) die aber dennoch genügend Calzium enthalten um ein bischen gegen den Verlust durch Kortison zu steuern.

Also wie gesagt, mir geht es so besser als vorher, aber immer noch nicht extrem gut. aber ich denke man muss sich mit kleinen erfolgen zufrieden geben und ansonsten darauf achten, dass man in seinem Leben hauptsächlich Dinge macht die einem Spaß bringen und die einem gut tun. Denn wenn man sich psychisch gut fühlt, hilft es auch die Krankheit zu mindern.

Falls du irgendwelche neuen Entdeckungen machst, kannst du ja mal bescheid sagen, bin immer interessiert an neuen Erkenntnissen.
Verfasst am: 08. 12. 2003 [14:07]
Dabei seit: 02.12.2003
Beiträge: 3
Lieber "Vegano",
das grundlegende Problem Ihrer jetzigen Situation scheint mir zu sein, dass Sie von einer Diättherapie mehr erwarten als sie leisten kann. Was wird bei Ihnen an anderen Therapieverfahren (Physiotherapie, Medikamente, insbesondere Basistherapie) derzeit durchgeführt? Diätetische Maßnahmen können ergänzend hilfreich sein, aber gerade bei schwerwiegenden entzündlichen Krankheitsbildern ist einen komplexe Therapie nötig.
Zu Ihren speziellen Diätproblemen: Das Weglassen von Kuhmilch kann in wenigen Ausnahmefällen (!) sinnvoll sein, wenn z.B. eine echte Kuhmilchallergie vorliegt, die selten einmal mit Gelenkschmerzen einhergehen kann. Da Sie bisher offenbar nicht bemerkt haben, dass Ihre Schmerzen durch das WEglassen von Kuhmilch gelindert werden, sehe ich keinen Grund, nur noch Schafs-oder Ziegenmilch zu sich zu nehmen. Vor allem fürchte ich, dass Sie, wenn Sie generell weniger Milchprodukte zu sich nehmen, Ihren Knochen durch zu geringe Kalziumaufnahme schwächen können. Mein Rat für die Rheumadiät: bevor Sie damit beginnen, sollten Sie sich ein klares Ziel setzen, das nach einem bestimmten Zeitraum, z.B. nach zwei oder frei Monaten erreicht werden soll: Weniger Schmerzen, bessere Beweglichkeit, Gewichtsab- oder auch Zunahme, Gewinn an Lebensqualität. Wenn diese Ziele nicht erreicht werden, hat Weitermachen meiner Ansicht nach wenig Sinn.
Mit freundlichen Grüßen
PD Dr. med. G. Keyßer
Verfasst am: 03. 12. 2003 [02:51]
Themenersteller
Dabei seit: 03.12.2003
Beiträge: 1
Guten Tag

Ich bin zurzeit immer noch bei einem renommierten Naturheilarzt in Behandlung, der mit Enderlein-Therapie/ Dunkelfeld etc. und allgemein Regulativmedizin arbeitet. Ich bin seit ein paar Monaten Vegetarier, habe in den letzten Zeit kontinuierlich abgebaut, bis ich jetzt gar kein Fleisch mehr esse. Nach den Recherchen meines Arztes, könnte es evtl. gewinnbringend sein, eben vorallem die Milchprodukte wegzulassen. Das würde dann heissen, dass ich vegan leben müsste, was schon nicht so einfach fällt. Gut, er meinte das Schafs- und Ziegenmilch erlaubt wären, es hat offenbar mit Bestandteilen der Kuhmilch zu tun. <!-- sicon_rolleyes.gif --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_rolleyes.gif" alt="icon_rolleyes.gif" title="Rolling Eyes" /><!-- sicon_rolleyes.gif --> Seine Behandlung ist umfassend, und wirkt auch speziell einer Uebersäuerung des Körpers entgegen, sowie Aufbau der Darmflora. Fazit nach ein paar Monaten ist aber leider, keine Verbesserung, es macht ungebremst weiter, und schreitet fort. Nach den 17 Jahren Bechterew ist es nun praktisch in allen Gelenken, sowie ganze WS. Immer wieder kriegt man gesagt, wenn man Leuten offenbart das man Rheuma hat, dass man da ja aber mit der Ernährung viel verbessern könne. Meine Erfahrung, und die vieler bekannter Rheumatiker ist aber, dass eigentlich keine Massnahme bei der Wahl der Lebensmittel etwas bringt, auch nicht Fischöle, Fischessen, oder Vitamin E, C, und Zink und was man nicht schon alles probiert hat! Wenig Fleisch, was man ja auch immer hört, ess ich schon sehr sehr lange, und jetzt eben gar keines mehr. Aber es geht mir nicht besser! <!-- s:shock: --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_eek.gif" alt=":shock:" title="Shocked" /><!-- s:shock: -->

<!-- sicon_wink.gif --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_wink.gif" alt="icon_wink.gif" title="Wink" /><!-- sicon_wink.gif -->

Beste Grüsse

Vegano



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