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Sport trotz Rheuma!?!?
Reihenfolge 

Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 13.08.2005
Beiträge: 18

Ich habe mit 19 jetzt Rheuma diagnostiziert bekommen und mir wurde ganz klar gesagt, dass ich auf jeden Fall weiter Sport machen sollte und zwar der, der mir Spaß macht und mir keine (größeren) Schmerzen bereitet, da nur so die Gelenke beweglich bleiben.

Ich selbst betreibe neben dem Schulsport reiten, gebe darin auch Unterricht und es tut mir gut. Zwar habe ich manchmal nach dem Reiten Probleme, wenn ich einen schlechten Tag hatte, aber im großen und ganzen ist es vor allen Dingen eine psychische Sache, die das Reiten für mich so wichtig macht. Es gibt mir die Kraft, alles (auch die Krebserkrankung einer Mutter) durchzustehen und zu sagen: Hey, ich bin krank, aber ich bin nicht invalide, also behandelt mich auch nicht so. Seit ich vor etwa 7 oder 8 Jahren mit dem Reiten angefangen habe, war für mich schnell klar: Ich gebe diesen Sport erst auf, wenn ich nicht mehr dazu in der Lage bin - und dabei bleibe ich. Der Umgang mit den Tieren und das Arbeiten mit ihnen ist für mich jede Woche das "Highlight".
Ob du letztendlich mit Basketball weiter machen kannst, musst du für dich entscheiden: Deine Knie scheinen dir die meisten Probleme zu machen und diese werden bei Basketball doch vorwiegend belastet. Wenn es dir Schmerzen bereitet, zu spielen, wirst du bald keine Lust mehr haben und von dir aus aufhören, aber dann solltest du dir eine andere Sportart suchen, die dir die nötige Bewegung zusichert. Meiner Erfahrung nach, ist Bewegung das beste Mittel gegen die Schmerzen, weswegen ich frühmorgens auch erst einmal mindestens 30 Minuten am PC sitze und tippe (10-Finger-System), damit ich meine Finger den Rest des Tages wenigstens einigermaßen bewegen kann.

Alles Gute
Bea


[size=75:eu44wf4m]To conquer death, you only have to die. (A. L. Webber, JCS)
Wer auf den Tod gefasst ist, ist stark. Doch gewinnen kann nur, wer um die Gunst des Lebens weiß.[/size:eu44wf4m]


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 10.03.2006
Beiträge: 3

Moin!

Ich würde erst einmal zu einem Rheumathologen gehen, denn ich hab schon öfters gehöhrt, dass man trotz Rheuma Sport machen kann und es sogar sinnvoll ist es zu tun. Ich selbst mache auch Sport (Laufen, Radfahrn) und mit ein bisschen Zähne zusammenbeißen geht das auch. Außerdem meint er, dass man im Prinzip alle Sportarten betreiben kann. Ich würde zumindestens den Arzt fragen welche Gründe gegen Sport sprechen erstrecht wenn die Schmerzen nicht groß sind und keine Medikamente genommen werden.

Tadeus


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 22.03.2006
Beiträge: 2

hallo meine lieben!
habe cp seit kleinkindalter (jetzt 26) und für mich ist sport lebenswichtig. hängt natürlich von dem momentanen zustand ab, aber habe immer versucht mich damit fit zu halten. habe mit 9 gegen den protest meines damaligen arztes mit ballett angefangen und ich muss sagen, dass es mir sehr gut getan hat. man muss halt manchmal die zähne zusammenbeißen (wie oben schon erwähnt <!-- s --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_wink.gif" alt="" title="Wink" /><!-- s --> ). halte mich mittlerweile mit 2x wöchentlich mit step-aerobic fit - wo sich meine kniee zwar ab und zu beschweren aber die muskulatur so gestärkt wird, dass die gelenke entlastet werden. muss aber auch dazu sagen, dass die basistherapie mit arava seit 2 jahren sehr erfolgreich ist und ich fast schmerzfrei bin. muss sogar kein kortison mehr nehmen...

fazit: man muss einfach das machen, womit es einem gut geht. die ärzte sind ja nicht in der situation...

take care!
katrin


chronpolart


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 07.05.2005
Beiträge: 2

Hallo!

Ich bin 23 und habe nach ca 15 Jahren zum ersten Mal wieder einen Rheuma-Schub. Nachdem ich hier ein bisschen rumgesurft bin, habe ich mit meiner Frage schon ein schlechtes Gewissen, denn mir geht es nicht halb so schlimm, wie den anderen Leuten hier.
Schmerzen habe ich auch kaum (in den Knien), eigentlich nur so stark, dass ich deswegen mal zum Arzt gegangen bin. Der hat mir dann aber gleich das rechte Knie punktiert und Cortison gespritzt. Seitdem habe ich in dem Knie auch gar keine Schmerzen mehr. Die Untersuchungen laufen jetzt und ich muss mal abwarten,was da nächste Woche rauskommt.
Jedenfalls hat mich das alles ziemlich umgehauen,vor allem als der Arzt meinte, dass ich kein Basketball mehr spielen darf und auch Inliner fahren sei vorläufig gestrichen. Ich weiß, andere haben im Gegensatz zu mir unter schrecklichen Schwerzen zu leiden, aber für mich bricht damit ne Welt zusammen. Ich spiele im Verein und brauche den Sport einfach. Dürfte ich das nun wirklich nicht mehr machen, würde das mein Leben total verändern.

Gibt es nun also Leute, die trotz Rheuma-Erkrankung noch weiter Sport machen
oder könnt Ihr mir nur grundsätzlich den Rat geben, es mit solchen Sportarten zu lassen, weil sie die Gelenke zu sehr belasten?!

Macht´s gut, Nina


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 07.05.2005
Beiträge: 2

Hi!
Ich bin jetzt 16 und hab rheuma seit ich 12 bin. Nachdem meine Schmerzen im letzten Jahr so schlimm geworden sind, dass die Ärzte nicht mehr wussten wie sie mich behandeln sollen, wurde, ich ins krankenhaus eingewiesen, dort habe ich eine spezielle auf mich abgestimmte therapie erhalten und am abschluss der behandlung wurde mir gesagt das ich auf jeden fall wieder sport machen sollte da wurde auch fast nichts ausgeschlossen, allerdings ist Basketball sehr belastend für die Gelenke und vielleicht im mom. nicht so ganz das richtige für dich, warte doch einfach ab bis der schub vorbei ist und spiel dann wieder.
In der Zwischenzeit kannst du deine muskeln ja mit anderen sportarten fit halten!


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 21.03.2006
Beiträge: 61

Hallo,
dieser Spruch "wer rastet, der rostet" gilt für Rheumatiker mehr als für normale Menschen.
Die Gelenke müssen bewegt werden, aber ohne sie übermäßig zu belasten. Also z B Finger bewergen, aber keinen übermäßigen Kraftaufwand. Arme bewegen, aber keine (zu großen) Gewichte heben. Wenn meine Finger morgens steif und schmerzhaft waren, hab ich sie sogar durch passive Bewegung wieder beweglich gemacht: mit der anderen Hand den kaputten Finger beugen und strecken, also ohne Kraftanstrengung für den kranken Finger.

Gute Sportarten für Rheumatiker: z B Schwimmen, Radfahren, Schnorcheln, Walking. Auch tippen am Rechner ist wichtig für die Finger, kann ich auch bestätigen.

Ich kenne einen Rheumatiker, der die Krankheit mit 22 J. bekam (er ist jetzt 53), er hat es geschafft mit Homöopathie und Ernährung die Krankheit in den Griff zu bekommen. Nur leider gab es damals vor 25 J noch kein MTX in der Rheuma-Therapie. Sein Hals ist steif geblieben, die Wirbel sind "verschweißt".
Aber was mir bei dem Besuch gestern bei ihm auffiiel: Seinen Händen sieht man es nicht an, dass da mal was war. Er ist Handwerker von Beruf! Früher Elektrobau, jetzt Klavierbauer und -stimmer. Seine Hände sind deswegen noch oder wieder gut, weil sie ständig in Bewegung waren.

Sport - im Verein - hat auch einen psychologischen Effekt. Als Rheumatikerin fühle ich mich irgendwie wie ein Aussenseiter. Letztes Jahr wurde ich Mitglied im Tauchsportverein Delphin. Dort fühle ich mich wohl. Es gibt mir was zu tun. Es wird 2x wöchentlich trainiert - Flossenschwimmen, also Schnorcheln auf Schnelligkeit. Das gibt Kondition und die Gemeinschaft ist gut.

Leider darf ich eigentlich nicht tief tauchen wg MTX - bisher war ich auf max 9 Meter Tiefe mit Pressluft und keine Probleme. Aber der Taucherarzt meinte, er könne es nicht verantworten aus zwei Gründen: Gefahr, der Stickstoff-Ansammlung an den Gelenken, MTX-Nebenwirkungen.

Meine Tauchtauglichkeit habe ich aber von meinem Hausarzt bekommen. Der Taucherarzt meinte ich solle ruhig den Schein zu Ende machen und dürfte aber nie ohne Begleitung eines erfahrenen Tauchlehrers tauchen, falls mir in der Tiefe was passiert - Nebenwirkungen MTX.

Dies ist für mich ein Ansporn über alternative Methoden nachzudenken und über Ernährung die Krankheit in den Griff zu bekommen, denn ich will weiterhin diesen wunderschönen Sport ausüben. MTX möchte ich reduzieren und irgendwann ganz absetzen.

Ich habe mit gleichgesinnten ein Forum gegründet, einer von den Mitgliedern experimentiert mit Muschel-Extrakt und Walking, d. h. er schmiert sich die Knie dick ein und läuft dann 1/2 Std. Durch diese Kombination wird der Wirkstoff über die Durchblutung in die Knie aufgenommen.

Bewegung ist auch gut als Prophylaxe gegen Osteoporose. Denn die Muskeln üben einen Impuls auf die Knochen aus. Calcium-D3-Vit K-Tabletten allein machen keinen oder wenig Unterschied. Bewegung und Durchblutung und Nervenreiz tut ein übriges.

Ihr könnt unser Forum erreichen unter
<!-- w --><a class="postlink" href="http://www.rheuma-info-forum.de">www.rheuma-info-forum.de</a><!-- w -->
Wir verkaufen nichts, wir tauschen Informationen aus über unsere Erkenntnisse.


Liebe Grüße und eine schmerzfreie Zeit
wünscht
Cassandra
[url=http&#58;//www&#46;rheuma-info-forum&#46;de:2fmxa685]Rheuma-Info[/url:2fmxa685]


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 07.07.2006
Beiträge: 8

Hallo,

also laut meiner Rheumatologin soll Schwimmen u. Radfahren sehr gut sein. Da ich sowieo ne Wasserratte bin...fiel meiner Wahl eher auf das Schwimmen..leider hatte ich in den letzten Jahren auf Grund der Arbeit keine Zeit dazu..das merk ich jetzt arg in den Gelenken....hab mal irgendwo in der Mobil Zeitung der Rheuma liga nen spruch gelesen...wer rastet und sich nicht bewegt, der rostet vorallem bei Rheuma... das ist auch wirklich war..merke jetzt schon die Gelenke u. das meine Kondition schlechter ist...hoffe, dass ich bald mal wieder Zeit zum schwimmen habe..

lg
Nadine


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 03.12.2003
Beiträge: 114

@Nadine.

an dem Spruch ist auch was dran. Ich selber betreibe etwas nordic Walking mit noch andern Rheuma Patienten. Wir laufen so im Schnitt 20 minuten 3 mal die woche. Dann glühen bei mir zwar die Sprunggelenke. aber bißchen Bewegung und sport muss auch sein. Schwimmen ist auch nee feine Sache. <!-- s --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_wink.gif" alt="" title="Wink" /><!-- s -->

LG
Lissy


Drøm ikke dit liv væk , liv dine drømme.
Don't dream your life, live your dreams


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 01.04.2006
Beiträge: 1

Hallo,
ich schließe mich in weiten Teilen Cassandra an. Ich möchte auf Sport nicht verzichten. Ich werde 33 und habe seit meiner Grundschulzeit Rheuma. Damals durfte ich von Seiten des Arztes und meiner Eltern aus kein Sport machen - und das war die Hölle. Es war für meine Gelenke Mist und für mein soziales Umfeld eh.

Später habe ich angefangen mit Schwimmen, RAdfahren, Walken etc. Ich bin im Sportverein und im Schwimmverein, wir gehen im Sommer Inlinern und im Winter in den Schnee. Mir tut die Bewegung enorm gut ! Meine Gelenke sind nun arg zerstört, von daher käme ich nie auf die Idee wirkliche Hochleistungen zu vollbringen, aber jede Woche zweimal Sport find ich gut. Dabei möchte ich auch unter "ganz normalen, gesunden" Menschen sein, unter Freunden Spaß haben und mich nicht isoliert immer nur mit Krankengymnastik fit halten. Ich brauche den Sport!

Also, alles was nicht wirklich weh tut, würde ich weiter machen!

LG

Suse


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58

Ja, Schwimmen ist super!
Ich habe dadurch endlich meine verkümmerten Muskeln wieder aufgebaut!
Jetzt schwimme ich zwei Mal die Woche je 2 km und fühle mich super <!-- s --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_surprised.gif" alt="" title="Surprised" /><!-- s -->
Radfahren ist auch klasse, nur leider fehlt mir die Zeit dazu...
Würde auch so gerne joggen, aber danach tut mir mein Sprunggelenk immer total weh und auch am nächsten Tag noch - habt ihr eine Idee, wie man das verhindern kann?
Danke und viele Grüße,

pinklady.




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