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Was bewirkt Prednisolon?
Reihenfolge 

Verfasst am: 25.08.2018, 11:26
Dabei seit: 16.03.2013
Beiträge: 24

Hallo Lillyyy und nelli,
danke für die ausführlichen Antworten. Jetzt verstehe ich das ein Bisschen besser.
Alles Gute!
Ute


Verfasst am: 24.08.2018, 13:11
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 317

Liebe Ute,

da das Expertenforum beendet wurde und keine Antwort kam, versuche ich mich mal.

Seronegative Erkrankungsform heißt lediglich, dass kein Rheumafaktor vorhanden ist, hat also keinen Zusammenhang mit evtl. Entzündungsparametern und überhaupt nicht mit Kollagnosen.

Eine Psoriasis wird nicht überdas Blutbild sondern im Zweifel über eine Biopsie diagnostiziert.
Die Psoriasisarhtristis hingegen geht üblicherweise mit unauffälligen Blutwerten einher.

Bei einer Kollagenose sind vor allem die stark erhöhten ANA´s sehr typisch und deuten auf die Krankheitsaktivität hin. Auch ohne nachgewisene Entzündungswerte kann eine Entzündung vorliegen. Der Rheumatologe behandelt in dem Fall Symptome und keine Blutwerte.
Das Cortison (Prednisolon) gehört dazu, schmerzlindernd wirkt, liegt daran, dass es nicht nur entzündungshemmend, sondern auch immunsuppressiv wirkt (antiallergen ebenfalls, spielt aber hier keine Rolle).

Mehr kann ich Dir leider auch nicht dazu sagen.
Es gibt wohl auch die Meinung, dass die aufputschende Wirkungs des Cortisons Schmerzen lindert.

Lieben Gruß
Heike


Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.


Verfasst am: 20.08.2018, 17:30
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 317

Dies ist das Expertenforum!


Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.


Verfasst am: 20.08.2018, 12:40
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 113

Hallo onossi,
es gibt durchaus seronegative Erkrankungsformen. Meine Psoriasis war ebenfalls nicht übers Blutbild nachweisbar. Da aber die Erkrankung zu dem Zeitpunkt unterschwellig vorhanden war, schlug bei mir ebenfalls das Kortison gut an. Erst ein Hautarztbesuch im akutem Stadium hat diese gesicherte Diagnose ermöglicht.

Wichtig ist, dass du das Präparat morgens zwischen 6 und 8 h einnimmst, so wie es im Beipackzettel steht. Damit kannst du die Nebenwirkung (fast) auf Null herabsetzten. Weil der Körper in dieser Zeit - je nach persönlicher Biologie - seine eigenen Kortisonausschüttung hat.

Vielleicht hat dir das schon etwas geholfen, die Frage detaillierter beantworten kann dir aber nur ein Arzt oder Apotheker.
Eine schöne Woche wünscht
nelli130


nelli 130


Verfasst am: 18.08.2018, 19:15
Dabei seit: 16.03.2013
Beiträge: 24

Hallo liebe Experten,
ich habe eine Verständnisfrage:
meine Mischkollagenose (Dermatomyositis, Sjögren Syndrom) wird mit Quensyl und Rituximab behandelt. Muskelschmerzen „zwischendurch“, die sich mit Schmerzmittel nicht ausreichend lindern lassen, behandle ich in Absprache mit meinem Rheumatologen mit kurzzeitigen Prednisolongaben. (10-20 mg ausschleichend)
In meinem Blut sind, außer sehr hohen ANA‘s, so gut wie nie Entzündungszeichen zu finden. Warum wirkt Prednisolon trotzdem schmerzlindernd? Das interessiert mich sehr!

Danke und viele Grüße
Ute




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