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Behandlung der Schmerzen bei SpA
Reihenfolge 

Verfasst am: 14.08.2018, 21:48
Dabei seit: 14.01.2016
Beiträge: 20

Guten Tag!
Vielen herzlichen Dank, für Ihre Bereitschaft hier mit Ihrem fachärztlichen Rat zu helfen.

[u]Vorweg:[/u] Bei mir wurde eine Spondylarthritis diagnostiziert. Unter der Kombination von 1 x wö Benepali 50 mg, tgl. 5mg Prednisolon und 14-tägig 10 mg MTX wurde ich nach einer sehr langen "Einstellungsphase" nahezu schmerzfrei. Parallel habe ich die Ernährung verändert. D.h. ich habe entzündungsfördernde Nahrungsmittel minimiert und esse vermehrt Fisch. Trotzdem kann es noch zu Schmerzschüben kommen (momentan wieder). Manchmal kann ich einen Schmerzschub mit bestimmten Nahrungsmitteln in Zusammenhang bringen. Einmal wurde er durch eine sportliche Überlastung ausgelöst.

[u]Erste Frage:[/u] Die klassischen Entzündungsparameter CRP, BSG und Leukozyten waren trotz der Schmerzen immer ohne Befund. Das irritiert mich. Ärzte sagten mir zwar, das könne bei dieser Erkrankung durchaus so sein. Ich verstehe das nicht. Wie kann so etwas möglich sein? Gibt es dafür eine Erklärung? Gibt es evtl. noch andere Laborwerte, die etwas über die Entzündungsaktivität aussagen?[/b] Ich fühle mich manchmal ein klein wenig "unglaubwürdig" / wie ein Hypochonder, weil ich Schmerzen habe ohne auffällige Entzündungs- bzw. Laborwerte. Lediglich der Komplementfaktor C3 ist leicht unternormig. [b]Gibt es eine Erklärung für die Schmerzen bei fehlenden Entzündungsparametern?

[u]Zweite Frage:[/u] nach allgemeiner Fachmeinung heißt es, dass Prednisolon bei einer Spondylarthritis nicht helfen würde. Bei meinem letzten Termin empfahl mein Rheumatologe im Schub die "kurzfristige Erhöhung des Prednisolons". Dies sei (für mich, Jg 1960) besser sei als über längere Zeit regelmäßig NSAR zu nehmen. Ich hatte ihm davon berichtete, dass ich ca. 4 Wochen lang 2 x tgl. 500 mg Naproxen genommen hatte. Dieser Schub war zum Zeitpunkt unseres Termins gerade am Ausklingen. Aus Sorge vor einer Nierenschädigung, für die er mich sensibilisiert hatte, nahm ich daraufhin (insgesamt 3x) bei stärkeren Schmerzen 1-2 mg Prednisolon zusätzlich und erlebte tatsächlich Schmerzlinderung dadurch.
Es folgte eine ca. 8-wöchige schmerzfreie Phase. ....Im aktuellen Schub empfahl er mir eine Stoßtherapie mit Prednisolon über 2 Wochen.
Kann bei einer SpA das Prednisolon einen akuten Schub tatsächlich beenden?

[u]Dritte Frage:[/u] Ein sicherlich erfahrener Rheumatologe (Ich hatte mir dort eine Zweitmeinung eingeholt) sagte mir, das MTX bei einer SpA keinerlei Indikation habe und wollte sich in meinem Fall nicht auf eine Kombi-therapie: MTX + Predni + Benepali einlassen. Er empfahl eine Psychotherapie.

Inzwischen hat sich mein "alter" Rheumatologe auf diese Kombi eingelassen. Und tatsächlich reduzierten sich meine Schmerzen dadurch erheblich.
Wie ist diese Schmerzreduktion unter der Kobination mit MTX zu erklären?

Herzliche Grüße
merlin




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