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Cortisonmyopathie mit Cortisontendopathie
Reihenfolge 

Verfasst am: 05.06.2017, 21:01
Dabei seit: 06.10.2010
Beiträge: 224

Hallo Erdenmutter,
eine komplizierte Krankengeschichte, die Sie da berichten! Grundsätzlich muss man sagen, dass Kortison durchaus bei längerer Einnahme zu Muskelveränderungen und Muskelschwund führen kann. Ob die Diagnose, dass alles mit dem Kortison zusammenhängt, stimmt, kann ich von hier aus nicht beurteilen, dazu muss man alle Befunde kennen (Entzündung in der Biopsie, Entzündung vor dem Kortison in den Laborwerten, Creatinkinase CK erhöht, andere Laborwerte, die auf eine Kollagenose oder Vaskulitis oder andere Erkrankungen hindeuten). Ich denke, eine zweite Meinung von einem Muskelspezialisten wäre sicher sinnvoll. Wenn durch langsame Reduktion von Kortison alles sich deutlich verschlimmert (die Beschwerden, Entzündungswerte im Blut, Entzündungen an den Sehnenansätzen etc.), muss man auch an andere Diagnosen denken. Die hohe Kortisondosis, die Sie zurzeit bekommen, kann nicht eine Dauerlösung sein, es müssen andere zusätzliche Medikamente vermutlich gegeben werden, da Azathioprin offensichtlich nicht ausreichend zu wirken scheint. In jedem Fall ist eine langsame Reduktion von Kortison notwendig, darunter müssen Ihre Beschwerden, die Untersuchungen der Gelenke, der Sehnenansätze, der Haut, die Laborwerte engmaschig kontrolliert werden, so dass man möglicherweise im Verlauf erkennen kann, welche Erkrankung vorliegt.
Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie das durchstehen und längerfristig eine Diagnose gestellt werden kann, die dann eine effektive Therapie zur Folge haben wird.


Verfasst am: 05.06.2017, 04:36
Dabei seit: 09.05.2009
Beiträge: 3

Hallo!
Ich habe ein paar wichtige Fragen bezüglich der Einnahme des Prednisolons. Und ich hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können. Meine Basistherapie seit November 2009 sind 200 mg Azathioprin und 5 mg Prednisolon. Davor im Mai 2009 MTX mit dem Predni. Ich habe leider noch keine endgültige Diagnose (vermutet wurde eine Kollagenose). Davor habe ich keinerlei Medikamente genommen. Seit 2008 wurde im EMG festgestellt, dass die Amplituden stark vermindert sind und dass das wohl an einer Nervenübertragungsstörung zu den Muskelzellen liegt. In der Biopsie fand sich nur eine unspezifische Pathologie. Nun unter hohem Cortison hat sich der EMG Befund bis zu fast normwertigen Amplituden verändert! Da die Frage einer (zusätzlichen)oder jetzt nur noch einer Cortisonmyopathie mit multilokulärer ? Tendiniten ? nun im Raum steht, würde ich gerne wissen, ob die Muskelschwäche und vorallem diese Muskelschmerzen , krampfartig und brennend unter hohem Cortison dann auch weggehen und erst Mal wegbleiben? Obwohl es doch eine Nebenwirkung sein soll? Bisher war der Abstand gut ein Jahr!
Seit Oktober 2016 befinde ich mich in einem Dauerschub, dazu habe ich jetzt auch noch symmetrische Sehnenentzündungen und Schleimbeutelentzündungen in den Hüften bds., bd. Unterarme, bd. Daumen und bds unterhalb der Knöchel bds chronisch, und komme daher auch mit dem Cortison nicht mehr unter 20mg. Ich bin bei ungefähr 50-60mg Beschwerdefrei, mit 20 mg kann ich es mit Kühlung, Stützverbänden, Salben und Schmerzmittel gerade halten. Die Schwellungen bleiben jedoch und verschlimmern sich je nach Belastung. Ähnlich ging es mir, als ich das MTX nicht vertragen habe und es absetzten musste, daher vermute ich, dass mein Körper sich vielleicht auf das Aza eingestellt haben könnte. Da ich aber noch keine sichere Diagnose habe, war ich in der Neurologie in der DKD in Wiesbaden und habe als Verdachtsdiagnose eine Cortisonmyopathie und Cortisontendopathie erhalten. Angeblich würden die zahlreichen Sehnenentzündungen durch das Absetzten des Cortisons dann komplett weggehen. Ich habe noch nie davon gehört. Kann das denn sein? Ist es in dem Fall auch normal, dass die Entzündungen viel schlimmer, beim Absetzen werden? Vielen Dank für Ihre Hilfe!




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