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unklare Diagnose
Reihenfolge 

Verfasst am: 04.03.2016, 17:34
Dabei seit: 20.02.2008
Beiträge: 17

Hallo apricosi,
es gibt Betroffene mit einer seltenen Erkrankung, die zum Arzt gehen und man kann die Diagnose sofort stellen. Aber es gibt leider sehr sehr viele, die haben Symptome und Beschwerden, die man nicht so ohne weiteres interpretieren kann.
Auch bei vielen seltenen rheumatsichen Erkrankungen ist es so, dass nicht immer bilderbuchmäßig Laborparameter zur Verfügung stehen und messbar sind.

Wenn die geschilderten Probleme nicht zu gravierend sind, lautet oft die Empfehlung "abwarten" - was vielen schwer fällt. Sind jedoch die Symptome (Schmerzen, Entzündungen, sichtbare Veränderungen) derart, dass der Arzt "handeln" muss, dann macht er dies im Rahmen des Möglichen, Verträglichen und Vertretbaren. Denn er will ja helfen und Schäden verhindern.
Wenn die Krankheit nicht klar diagnostizierbar ist oder die Ursache einer Erkrankung unbekannt ist, gibt es oft keine Kausal- sondern nur eine Erfahrungstherapie. Und zu dieser Erfahrungstherapie (Rheumatologen haben eine vierjährige Fachausbildung und qualifizieren sich stetig weiter) gehört, dass man sich dann an eine Therapie, ganz individuell auf den Patienten zugeschnitten, herantastet.
Dies bedeutet, dass der Patient und der Arzt Vertrauen zueinander haben müssen, damit man, sollte ein Medikament nicht wirken oder aufgrund von Nebenwirkungen nicht mehr in Frage kommen, das nächste Medikament gemeinsam ausprobieren kann.
So ein "Ausprobieren" hat nichts mit "Versuchskaninchen sein" zu tun. Er gehört auch nicht in die Kategorie "hört sich nicht vertrauenswürdig an". Es ist ein gemeinsames Herantasten, welches Medikament oder welche Therapie zur Linderung der Beschwerden führen, Schäden vermeiden oder gar einen wichtigen Impuls für eine Diagnostik geben könnte.
Also, wenn Ängste oder Bedenken betreffs MTX aufkommen, den Arzt offen fragen, warum er dieses Medikament ausgewählt hat und ob es eine Alternative gäbe.
Würden die Medikamente mehr Schaden anrichten, als die unbehandelte "Erkrankung", wäre das nicht im Rahmen der Vertretbarkeit und der Arzt würde sagen: abwarten. Das hat er aber nicht.......
Viel Erfolg bei der Therapie und gute Besserung
Emma Reil


Verfasst am: 04.03.2016, 15:56
Dabei seit: 04.03.2016
Beiträge: 1

Liebe Experten,

ich bin 22 Jahre alt und habe seit Sep 2014 Beschwerden in den Händen. Mittlerweile sind sämtliche Sehnen sowie Hangelenke entzündet und geschwollen, was mich sowohl in meinem Studium, als auch im Alltag stark einschränkt. Nach zahlreichen Arztbesuchen von Orthopädien bis hin zum Handchirugen bin ich zur Rheumatologie überwiesen worden. Dort wurden regelmäßig über 3 Monate hinweg Blut abgenommen, Röntgen-, Ultraschallbilder und MRTs gemacht, um eine Diagnose zu stellen. Über diesen Zeitraum hinweg bis jetzt hatte ich keine Entzündungswerte im Blut, auch der Rheumafaktor ist negativ. Die Entzündungen sind jedoch deutlich sichtbar auf den Bildern. Daher die Diagnose, es sei eine Art von RA. Ich bekam vorerst Kortison, was jedoch nicht anschlug und bei mir starke Nebenwirkungen hervorrief, sodass ich es nach 6 Tagen bereits wieder absetzen musste. Nun soll auf gut Glück eine Therapie mit MTX folgen, um zu sehen, ob sich die angenommene Diagnose bestätigt.
Das klingt für mich nicht sehr vertrauenserweckend, daher meine Frage an Sie:

Könnte eine andere Diagnose in Frage kommen und gibt es ein milderes Mittel?

Viele Grüße und herzlichen Dank für Ihre Hilfe!




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