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Erfahrungen mit Enbrel und Bauch-OP
Reihenfolge 

Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 14.01.2007
Beiträge: 4

Ich hab folgendes Problem:
Vor ca. 2 1/2 Wochen musste ich mich einer Bauch-OP (Gebärmutternetfernung + Entfernung des linken Eierstocks) unterziehen. Die OP konnte nicht von unten gemacht werden, sondern musste mit Bauchschnitt gemacht werden. Seit ein paar Tagen bin ich nun zu Hause. Die Klammern wurden alle entfernt von der Narbe, aber an drei Stellen ist sie noch nicht richtig geschlossen und ich hab auch so Probleme, fühl mich nicht richtig fit, Probleme mit Wasser halten usw.
Vor der OP musste ich schon lt. meinem Rheumatologen 1 Woche vorher mit Enbrel spritzen aufhörn. ich spritze es jetzt etwas über 1 Jahr und es ging mir besser dabei, nachdem ich schon alle anderen medis ausprobiert hatte und nichts geholfen hat. Jetzt darf ich immer noch nicht spritzen, soll warten bis die Wundheilung vollkommen abgeschlossen ist. Man und mir gehts richtig beschissen. Mir tun alle Gelenke weh, Morgensteifigkeit mehr als 2 Stunden, die Gelenke werden wieder dick usw.
Ich hab jetzt schon das Prednisolon verdoppelt und überlebe den tag nur mit Schmerzmitteln. Die machen mich aber wieder müde und irgendwie bin ich einfach mit meinem Latein am Ende. Mein Rheumatologe hat Urlaub, mein Gyn. der kennt sich nicht aus damit und mein Hausarzt, ja der gibt mir Schmerzspritzen, wenn ich sie brauch, kennt sich aber auch nicht mit Enbrel aus. Man ich werd hier noch irre, schlafen kann ich nicht richtig und Schmerzen hab ich ohne Ende, aber was soll ich machen.
Hat vielleicht irgendeiner von Euch Erfahrungen mit Enbrel und so einer OP?????
Ich weiss einfach nicht mehr weiter.

LG Seegirl


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 15.08.2006
Beiträge: 478

Hallo Seegirl,

ich spritze jetzt 4 Jahre Humira, inzwischen im deutlich verkürzten Spritzabstand von 7 Tagen (statt 14), nehme zusätzlich Arava 30 mg und Decortin 10 mg und aufwärts. Ich bin in den letzten Jahren mehrfach operiert worden und habe Humira nie abgesetzt. Allerdings haben wir immer genau in der Hälfte des Spritzabstandes operiert. Und ich hatte nie eine ernsthafte Entzündung o.ä., allerdings manchmal eine Wundheilungsverzögerung. Ich aus meiner Sicht kann also berichten, dass unsere Entscheidung unbedingt gut so war, denn ich habe eine hohe Krankheitaktivität, ganz sicher hätte ich beim Absetzten von Humira erhebliche Probleme bekommen. Doch in der Regel entscheidet natürlich der Operateur, im Idealfall in enger Absprache mit dem Rheumatologen, wie man vorgeht, denn er hat ja auch die Hauptverantwortung.
Allerdings ist es jetzt natürlich schwierig, jemanden zu finden, der Dir "grünes Licht" für Enbrel gibt. Wie lange ist Dein Rheumatologe denn noch in Urlaub? GGf. würde ich versuchen in einer Klinik mit rheumatologischer Abteilung Rat zu bekommen, denn dort sollte man sich am ehesten mit TNF- Alpha-Blockern auskennen.

Alles Gute und viele Grüße,

gamü


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 14.01.2007
Beiträge: 4

Dake dir für deine Erfahrrungen.
Also ich spritze Enbrel schon über ein Jahr und zwar schon immer 1x wöchentlich. Absprache vor der OP gab es zwischen dem Rheumatologen und dem Gyn. der operierte. Ich musste es 1 Woche vorher absetzen und sollte solange nicht spritzen, bis die Wundheilung abgeschlossen ist. An Medis nehme ich noch Quensyl und Prednisolon, die nehme ich auch weiterhin auch in der Zeit im KH. Eine rheumatische Klinik ist bei uns in der Gegend überhaupt nicht zu finden. Ich bin schon froh, dass es hier einen Rheumatologen gibt, der ist schon nee Dreiviertelstunde mit dem Auto von hier entfernt mit seiner Praxis. Ich hatte ihn vor seinem Urlaub nochmal angerufen und er meinte mir würde nur bleiben das Cortison zu erhöhen. Das möchte ich aber nur im äußersten Notfall machen, wenn die Schmerzen wirklich nicht mehr zu ertragen sind. Denn durch das Cortison habe ich Problem mit der Haut, d.h. sie wird wie Pergamentpapier, extrem an den Beinen. Deshalb hatte ich dieses jahr schon zweimal eine Wundrose. Offene Beine habe ich laufend, da viel zu viel Wasser (Lymphflüssigkeit) sich ansammelt und sich dann laufend Blasen bilden die aufplatzen. Trotz ständiger Lyphmassagen krieg ich das nie richtig in Griff. Es heilt dann ganz schlecht wieder zu und .... naja nicht schön der Mist. Ich hatte dieses Jahr wieder enorm viele Ausfalltage und es sieht nicht aus, dass es besser werden wird. Ich versuche mich momentan mit Schmerzmitteln über den Tag und die Nacht zu bringen, ist ja aber auch nicht das Wahre. Ich hoffe einfach, das ich die nächsten 2-3 Wochen rumkriege, also es ist Licht am Ende des Tunnels.

LG Seegirl


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 15.08.2006
Beiträge: 478

Hallo Seegirl,

ja. leider gibt es nicht so viele Rheumatologen, dass sie "um die Ecke sind".
Einen interessanten Artikel zu diesem Thema findest Du auch auf der Internetseite: <!-- w --><a class="postlink" href="http://www.rheumawelt.de">www.rheumawelt.de</a><!-- w --> Dort hast Du auch die Möglichkeit, Experten Fragen zu stellen, Du bekommst umgehend eine kompetente Antwort. Ebenso kannst Du die kostenlose Hotline anrufen, auch dort geben Fachleute Rat. Vielleicht ist das ja eine Option für Dich. Mich wundert sowieso, dass Du einerseits das Kortison erhöhen solltest, andererseits aber kein Enbrel spritzen darfst, das ist irgendwie widersinnig, denn Kortison verzögert ebenso die Wundheilung. Wenn die Wunde nicht entzündet ist, spricht nach meiner eigenen Erfahrung nichts dagegen, Enbrel wieder zu spritzen, ganz besonders, wenn Du so starke Probleme hast!

Alles Gute und viele Grüße,

gamü




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