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Gewichtsabnahme unter Kortison?
Reihenfolge 

Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 07.05.2007
Beiträge: 14

Ich habe 6 Spritzen Kortison innerhalb von 10 Tagen bekommen im Krankenhaus und
wollte freudig zuhause auf die Waage springen, da ich dachte in dieser Zeit
abgenommen zu haben, da ich kaum Appetitt auf etwas hatte und kräftig Sport getrieben hatte.
Ich bin fast umgekippt vor Schreckt -> 6 Kilo dazu. Ich hätte heulen können.
Man sah es mir auch an den Oberschenkeln an.

Ich muss dazu sagen, dass ich erst 17 bin und doch sehr auf meine Figur achte.
Leider wurde mir immer wieder ab und an Kortison injiziert, so dass ich immer um meine Pfunde kämpfen muss.

Im Sportunterricht hatten wir gerade Dopingmittel und somit auch das feine [b:2iywu2uk]Diuretika[/b:2iywu2uk],
welches Boxer nehmen um möglichst in ihrer Gewichtsklasse zu bleiben.
Es zieht Wasser aus den Zellen.
Dann fügte meine tolle Sportlehrerin hinzu, dass es eigentlich nicht als Dopingmittel zu werten ist und deshalb auch frei verkäuflich in der Apotheke zu erwerben sei.
[size=150:2iywu2uk]Jetzt weiß ich nicht, soll ich es mal probieren, oder lieber als Moppel rumrennen?[/size:2iywu2uk]


Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 15.08.2006
Beiträge: 478

Hallo "Hamricaro",

ich kann Deinen Frust gut verstehen. Es ist ja auch wirklich ungerecht, oft ist es gerade dann so, wenn man nicht viel gegessen hat, und sich "gut" ernährt hat, dass die Waage eine andere Sprache spricht. Durch das Kortison kommt es zu Wassereinlagerungen, auch ändert sich der gesamte Stoffwechsel, daher kommt es auch zur Gewichtszunahme, auf die man teilweise keinen, oder nur wenig Einfluss hat. Aber trotzdem würde ich die Einnahme eines Entwässerungsmittel unbedingt vorher mit dem behandelnden Arzt besprechen, denn eine solche Therapie muss verordnet und auch überwacht werden. Entwässerungsmittel können den gesamten Elektrolythaushalt verschieben, das hat nicht ungefährliche Folgen auf alle Organe.
Versuche vielleicht zu akzeptieren, dass Du dieses Medikament brauchst, um Deine Krankheit in den Griff zu bekommen, ich weiß ja nicht, ob es andere Medikamente gibt, die man an Stelle des Kortisons einsetzen könnte? Und sehe Dich nicht als "Moppel" an, das ist nicht einfach, das ist wieder das Thema mit der "Akzeptanz"...! Aber wir haben mit unserer Erkrankung eben nicht das Los eines unbeschwerten Lebens in schlanker Körperfigur gezogen, - leider ist das so...! Ich glaube, wenn man Schmerzen und Gelenkzerstörung einem schlanken Körper gegenüberstellt, dann kann man sich leichter entscheiden.
Ich wünsch Dir alles Gute, und sei gewiss, es sind viele andere, die genauso darunter leiden wie Du,
lieben Gruß,

gamü


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 07.09.2006
Beiträge: 53

Hallo ihr Lieben,

Kortison ist nicht so ohne, dies auch noch selbstständig nur wegen der Figur absetzen, oder gar reduzieren zu wollen, kommt nicht so wirklich gut!

Würde da eher mal Rücksprache mit dem Arzt halten, ist um einiges sinnvoller. Auch wenn ich es nur zu gut verstehen kann, wie man sich unter Kortison fühlt.

Mußte schon mal ne ganze Zeit lang an die 50 mg nehmen, ja ihr lest richtig, wirklich soviel!

War aber damals so akut wegen dem Asthma, natürlich kam die Oesteoporose noch erschwerend hinzu. Kein guter Effekt gerade bei dieser Erkrankung, her Contra Produktiv....

Das die Menschen auf einen schauen, wenn man so schnell zunimmt ist klar. Doch man sollte bedenken, es gibt immer dumme Menschen, die sehen ja nicht in einen hinein wie es einem geht, oder was für eine Erkrankung man hat.

Zu den Dueretikas, ja Sportler tun sich sowas wegen dem Sport an. Ich muß leider, schreibe jetzt leider dies nehmen, da es mir gesundheitlich nicht so toll ergeht zur Zeit, auch gleich noch zwei verschiedene Medikamente, wie nett.....

Schaut trotz Zunahme positiv in die Zukunft, auch wenn die Gewichtszunahme nicht so toll ist.

Ganz liebe Grüsse

Zora <!-- s --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_wink.gif" alt="" title="Wink" /><!-- s -->


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 07.05.2007
Beiträge: 14

Zu Zora:
Habe ich richtig verstanden?, du nimmst Diuretika ?
Und hilft es? Nimmt man dadurch wieder etwas ab?

Sollte man wirklich mal den Arzt deswegen fragen?


Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 17.09.2005
Beiträge: 2

Hallo,

seit meinem 12 Lebensjahr habe ich Polyarthritis in den großen Gelenken Hüfte, Knie, Hände, Fußgelenke etc.

Leider greift bei mir keinerlei Therapie. Entweder schlägt Sie nicht an oder ich vertrage die Medikament nicht. Seit 4 Jahren nehme ich nun Koritson. Ich bin immer sehr gut mit einer Tagesdosis von 5 mg hingekommen. Seit ca. 6 Monaten nehme ich nun 10 mg am Tag und habe seitdem 18 kg zugenommen.

Ich habe bereits eine Ernährungsumstellung vorgenommen, diese hatte einen geringen Erfolg gebracht, der nun aber wieder hinfällig ist. Sport kann ich leider kaum oder gar nicht mehr machen, da mir die Gelenke spätestens am nächsten Tag zeigen, wie sehr sie weh tun können. Außerdem habe ich immer Angst, dass ich meinen Job dann nicht mehr ausreichend ausüben kann. Ich bin Direktionsassistentin in einem Hotel, habe ständigen Gästekontakt und ein Team zu leiten. Das Getuschel nimmt von Tag zu Tag zu. Und ganz Ehrlich gesagt, fühlt man sich auch nicht mehr ganz so repräsentativ wie früher.

Ich muß ganz dringend wieder abnehmen. Mein Ziel sind mindestens 10 kg wieder los zu werden. Hat jemand Erfahrungswerte und Tipps für mich? Ist es überhaupt möglich wieder abzunehmen unter der weiteren Einnahme von Kortison? Vielleicht gibt es auch einen Tipp etwas Auszuprobieren, was mir ermöglichen könnte, dann die Kortisondosis zu reduzieren? Ein Absetzen von Kortison ist nämlich nicht in Sicht...

Vielen Dank im voraus!


Nadine


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 03.07.2007
Beiträge: 15

Hallo, ich musste und muss immer noch cortison nehmen. früher teilweise 40 mg.
deshalb habe ich auch zugenommen, aber ich war damals an der grenze zum untergewicht, sodass das nicht so schlimm war. was ich aber nicht toll fand war, dass ich pausbacken und so bekommen habe. eine bekannte von uns hat dann vorgeschlagen "Entwässerungstee" zu trinken, weil die meiste gewichtszunahme durch wassereinlagerungen zu erklären ist. den gibts in der apotheke zu kaufen. vielleicht kannst du das mal ausprobieren...
wenn das nichts hilft:
Meine Freundin hat mich mal so getröstet: Echte freunde nehmen dich so wie du bist, egal ob du ein paar kilo mehr oder weniger wiegst.
LG
Drine


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 23.07.2007
Beiträge: 2

Hallo Nadine,
ich bin 54 und seit 15 Jahren erkrankt. Nach Gold, MTX (und Kortison) seit 1994, wegen schwerer Nebenwirkungen, "nur" noch Kortison. Überwiegend 5mg am Tag. In Schüben bis 25/30 für sehr kurze Zeit, dann wieder runter. Manchmal nur 3 mg.
Ich halte und erreiche (trotz zusätzlicher Wechseljahre) mein Gewicht mit Trennkost - Ingrid Schlieske "Vollwertige Trennkost", es gibt noch Kochen-Backen, Soja+Tofu &amp; Co, - Turm Verlag -(mal mehr, mal weniger korrekt) - aber immer mit sehr viel Gemüse, Obst und möglichst alles andere vollwertig. Esse kein Fleisch, Wurst ... keinen fetten Käse, Quark ... und generell wenig Molkereiprodukte (wegen der sehr entzündungsfördernden Arachidonsäure darin !!!), lieber Soja. Ergänze mit Verla Calcum-VitD3-Brausetabletten und fördere Entsäuerung und damit den Stoffwechsel mit Bullrich's Vital Tabletten (Kein Abfürmittel!).
Ausschlaggebend ist aber die Kombination: Gute Ernährung und Bewegung!
Ich erledige so viel wie möglich ohne Auto (es sei denn ich muß tragen) und gehe jeden Tag 1 bis 1,5 Stunden (Intensität je nach Schmerzgrad) spazieren, gerne Nordic-Walking!
Denn: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung!"
Ich wünsche viel Erfolg , aber vor Allem, wenig Schmerzen und Entzündungen!


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 23.07.2007
Beiträge: 1

Hallo alle zusammen,
das Thema hier entspricht meinem Problem.
Ab und an mal darf ich mich einer sogenannten Kortison-Schock Therapie unterziehen.
Dabei werden innerhalb von 5 Tagen 5000mg Kortison Intervenös zugeführt.. Also pro Tag 1000mg und später dann ausschleichen lassen, meist angefangen bei 100mg bis zu Ende dann Null. Ach ganz vergessen, ich habe seit fast 13 Jahren MS und wenn bei mir die Schübe einsetzen, was manchesmal sehr unangenehm ist, weil die dann eine Sehnerventzündung mitbringen kommt es zu dieser Schock-Therapie.

Und jedesmal diese Wasseransammlungen und die Gewichtszunahme, futtern könnte ich rund um die Uhr. Das nicht schlafen können stört mich ja noch nicht mal so sehr. Aber wenn man sich 3 Monate auf einer Trainigsbank abgerackert hat um 5 Kg abzunehmen, die dann innerhalb von 1 Woche wieder drauf sind, kann man schon verzweifen. Jetzt hab ich auch noch Wasser in den Füssen, zum ersten mal.*HImmel, das kanns doch nicht sein*
Heute morgen war ich Einkaufen, nur Obst und Gemüse. Mal sehen ob ich es damit so halbwegs in den Griff bekomme.
Wenn ich Ehrlich bin, im Moment habe ich nicht so den Antrieb mich nochmal auf der Trainigsbank zu betätigen. Aber wenn ich Bauch und Füsse sehe....ich weiß nicht, schön ist was anderes.
Wenn noch jemand Tipps hat,immer raus damit.


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58

Hallo,

das Problem kenne ich nur zu gut. Ich habe auch lange Zeit Kortison bekommen und bin aufgegangen wie ein Kloß. Ich glaube gegen die Nebenwirkungen kann man nicht viel tun.

Ich habe auch meine Ernährung umgestellt, ich esse sehr viel Putenfleisch und Salat dazu und habe auch schon ein paar Kilo abnehmen können. Man muss halt Geduld haben.

Sport kann ich auch nicht mehr machen, aber ich versuche 2-3mal die Woche etwas länger Spazieren zu gehen, aber danach bin ich dann auch immer ganz schön geschafft und die Knochen schmerzen.

Vielleicht ist es ja auch irgendwann möglich, das Kortison wieder etwas zu reduzieren.

Grüße Hanni


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 15.08.2006
Beiträge: 478

Hallo,

auch ich nehme seit gut vier Jahren ununterbrochen Kortison, meist um die 10 mg , oft aber auch mehr, tgl. Ich habe auch zugenommen, schaffe es aber auch immer wieder mal abzunehmen, aber ich kann das Gewicht leider nicht konstant halten. Bei jeder Kortisonerhöhung geht leider auch das Gewicht hoch. Vieles davon ist auch Wassereinlagerung.
Ich achte einfach sehr darauf, was ich esse, viel Obst und Gemüse, Salat, Fisch, Vollkornprodukte, wenig Fleisch, und vor allem [b:3h3ifueb]keine[/b:3h3ifueb] Süßigkeiten! Wenn der Hunger all zu groß ist, ich aber eigentlich gerade gegessen habe, weiche ich auf zuckerfreien Kaugummi aus, das hilft manchmal auch etwas.
Ich habe mir einen Heimtrainer angeschafft und gehe auch viele Strecken zu Fuß, oder fahre mit dem Rad, soweit es geht. Bewegung ist bei mir das "A + O", aber oft geht es halt nicht so, wie man es gerne würde!

Man kann auch eine Einzelernährungsberatung auf Rezept machen, das hat mir sehr geholfen und Vieles klarer gemacht. Die GKV zahlt 80%, den Rest muss man selber bezahlen.

Viele Grüße und viel Erfolg beim Abnehmen,

gamü




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