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Proxen und Hautausschlag?
Reihenfolge 

Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 25.04.2005
Beiträge: 8

Hallo!
Hat hier jemand Erfahrung mit Hautausschlägen bei der Einnahme von Proxen gemacht?
Bei meiner Tochter wurde mit einem Jahr (im Winter 2004/05)JIA festgestellt. Sie hat anfangs Ibuprofen bekommen, dann Proxen. Im letzten Sommer wurde dann Cortison in zwei betroffene Gelenke gespritzt. Danach war sie nach kurzer Zeit beschwerdefrei. Trotzdem empfahl der Arzt natürlich weiterhin Proxen. Im Oktober überlegte ich dann, ob ich den Saft probeweise absetzen sollte. Dabei spielte vor allem eine Rolle, dass sie in dem Jahr eine ziemliche Neurodermitis entwickelt hatte, obwohl sie vorher nicht dahingehend auffällig war. Der Arzt meinte, es bestünde eine 50% Chance, dass das Rheuma verschwunden sei. Das Medikament abzusetzen wäre ein Risiko, das er nicht eingehen würde, es könnte aber gut gehen. (an den letzten Nebensatz, den ich mir mehrfach damals von ihm bestätigen ließ, konnte er sich heute allerdings nicht mehr erinnern) Ich gab also weiter Proxen bis Mitte November. Die Ekzeme waren trotz mehrmals täglichem Einreiben mit Salben so schlimm geworden, dass sie nachts kaum noch schlafen konnte. Darum beschloss ich, dass wir vielleicht zu den 50% gehören, bei denen das Rheuma dann weg ist und setzte das Proxen ab. Die Haut wurde sofort sehr viel besser. Vor zwei Woche ging ich dann zu einer Heilpraktikerin, die mir noch etwas gegen den restlichen Ausschlag verschrieb, was auch sehr gut geholfen hat.
Leider ist nun die Oligoathritis zum ersten Mal seit letztem Juni wieder aufgetreten. Heute habe ich mich darum vom "Arzt meines Vertrauens" beschimpfen lassen. Er war zwar nicht ganz so deutlich, aber verbal und nonverbal hörte sich das dann zusammengefasst so an: "Sie sind eine unverantwortliche Rabenmutter, die das Medikament entgegen meinen ausdrücklichen Rat abgesetzt hat und das Ekzem liegt garantiert nicht am Medikament und ist bestimmt nicht durch Scharlatane - sprich Heilpraktiker - zu heilen!" Meinem Kind wurden dann ohne große Worte die schmerzenden Gelenke von einem grimmig blickendem Arzt herumgedreht und eine Spritze in die Hand gerammt um Blut abzunehmen. Also mal abgesehen davon, dass ich den Arzt wechseln werde .... Gibt es solche Hautausschläge bei Proxen öfter? Was kann ich dagegen tun? Gibt es eine Alternative zu Proxen? Bei Ibuprofen hat sie mit der Haut schwächer reagiert, aber nicht viel. Morgen fange ich wieder mit diesem Sauzeug an, darum wüsste ich gerne, was ich noch für ihre Haut tun kann.
Für Ratschläge dankbar
Frauke


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 06.09.2004
Beiträge: 118

Hallo Frauke,
Deine Geschichte ist schon erstaunlich. Zum einen sind Hautreaktionen bei Proxen bekannt (Rötung, Juckreiz, Photodermatose, wenngleich vielleicht auch nicht Neurodermitis), insofern wundert mich die Aussage, es käme nie und nimmer vom Proxen. Darüber hinaus hast Du ja selber beschrieben, dass die Haut ohne Naproxen besser geworden sei.
Ich gebe zu, dass es sicherlich besser gewesen wäre, das Problem des Absetzversuches nochmal mit dem Arzt "Deines Vertrauens" abzusprechen, ihn zu fragen, ob man vielleichht übergangsweise ein anderes Präparat nehmen könnte, um zu sehen, wie die Haut reagiert. Andererseits finde ich die Aussage, Du seiest unverantwortlich und der Heilpraktiker sei ein Scharlatan doch etwas überzogen. Ich denke, man muss immmer wieder davor warnen, zu glauben, man könnte Rheuma durch solche Methoden heilen, aber eine Hautreaktion ist mit Sicherheit einen Versuch wert. Abgesehen davon, gibt Euch der Erfolg doch Recht. Wie auch immer, kann ich mir vorstellen, dass es Dich nun sehr bedrückt, dass die Arthtritis wieder aufgeflammt ist. Es wäre aber schöner gewesen, wenn Euer Arzt das mit Euch getragen hätte. Vielleicht hast Du etwas mehr hinein interpreteiet in seine Äußerungen (weil Du selber ein schlechtes Gewissen hast?), aber ich weiß als Mutter, dass man solche Versuche starten muss. Masn möchte weg von den Medis, Ruhe haben und hofft stets auf das Gute. Ich sehe kein Verschulden Deinerseits. Das Rheuma war zur Ruhe gekoommen und Ihr habt es versucht, das ist legitim. Lasse dich nicht verunsichern. Es sind unsere Kinder, auch wir müssen Verantwortung tragen und dazu gehört manchmal auch, ein kleines Risiko zu wagen. Wir sehen ja in den Medis (zu Recht!?) auch ein Risiko, oder?
Es würde mich noch interessiern, was er jetzt medikamentös vorgeschlagen hat.

Liebe GRüße
Claudia


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 25.04.2005
Beiträge: 8

Hallo Claudia!
Ja, du hast Recht, ich hätte das auch noch einmal mit diesem Arzt besprochen, bevor ich das Proxen abgesetzt habe, aber 1. habe ich seine Meinung ja dazu erfahren: kann gut gehen (50%), das ist ein Risiko, dass Sie dann eingehen, ich würde es nicht tun 2. ist er sehr schwer erreichbar und 3. fühlte ich mich stets ein wenig von oben herab von ihm behandelt, so dass ich mich auch gar nicht so recht getraut habe, ihn schon wieder auf die Haut anzusprechen - dann wäre ja wieder gekommen, dass Proxen das beste Mittel ist und er sich nicht umsonst mit der Krankenkasse auseinandergesetzt haben will (auf meine Kasse ist er echt sauer!) und dass ich endlich was gegen dieses Ekzem tun soll (dazu hat er mich ja mehrfach aufgefordert, aber was sollte ich denn nun mehr tun, als die Salbe geben, die der Kinderarzt verschrieben hat?) Meinen weiteren Versuch mit der Heilpraktikerin(die sich nur um die Haut gekümmet hat) hielt er ja eh für Blödsinn - wobei ich sagen muss, dass sie als einzige Erfolg hatte!!!!
Die Aussage mit unverantwortlich und Scharlatan war nicht wörtlich so von ihm gefallen, aber seine Äußerungen waren unmissverständlich so gemeint!
Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen, dass ich das Zeug abgesetzt habe, denn ich hatte eine Aussage des Arztes (50%-Chance) und dazu ein Kind, dass blutig gekratzt und heulend in meinem Bett lag. Ich würde 150% in der gleichen Situation noch einmal so reagieren.
Da meine Tochter sich von diesem Arzt auch nicht untersuchen lässt, auch weil er nicht mit ihr spricht, keinerlei Witze macht oder wenigstens einmal lächelt (UND SOWAS IST KINDERARZT!), bin ich jetzt zur Rheumaambulanz der Kinderklinik in Datteln gewechselt. Der Arzt dort hatte keine Probleme sie zu untersuchen und war sehr nett. Er schlug vor wegen der Haut das Medikament zu wechseln, aber ich möchte es doch noch einmal mit Proxen versuchen. Wir haben davon noch reichlich da und vielleicht reagiert sie ja inzwischen mit der Haut nicht mehr so stark. Sollte sie wieder so viel Ausschlag kriegen (mein Kinderarzt sagte dazu Neurodermitis, der Rheumatologe endogenes Ekzem), dann werden wir auf Ibuprofen wechseln. Jedenfalls bin ich mit der Art und Weise wie mein Kind dort behandelt wird zufrieden. Diesmal war auch nicht die Auflage der Liege kletschnass geheult als wir gingen!
Ich würde übrigens nicht versuchen, Rheuma nur mit homöopathischen Methoden zu heilen, das würde auch keiner der homöopathisch orientierten Ärzte die ich kenne versuchen.
Jedenfalls bin ich verdammt froh, dass ich jetzt an einen kinderlieben Arzt gekommen bin. Zu dem oben erwähntem Rheumatologen bin ich gegangen, weil er mir als "fachlich sehr gut" empfohlen wurde. Dazu wurde ich gleich informiert, dass er menschlich ein "Arsch" sei. (Nenne hier natürlich weder Quelle noch Namen!) Da mir das fachliche wichtiger erschien, wollte ich das damals in Kauf nehmen, aber das möchte ich meiner Tochter und mir nicht mehr antun.
Vielen Dank für deine einfühlsamen Worte
Frauke <!-- s --><img src="{SMILIES_PATH}/icon_wink.gif" alt="" title="Wink" /><!-- s -->


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 22.04.2006
Beiträge: 3

Hallo Frauke,
ich habe auch eine Tochter mit der Diagnose Juvenile idiopathische Arthritis (oligoartikulärer Verlauf). Wir hatten das Glück gleich beim richtigen Kinderarzt zu sein, der uns den mit der richtigen Verdachtsdiagnose an eine rheumatoloische Ambulanz im Kinderkrankenhaus überwiesen hat. Dort wurde die Diagnose dann zimlich schnell bestätigt, und die Therapie mit Ibuprofen begonnen. Das war im Sebtember 2005.
Trotz frühem Erkennen der Krankheit und frühzeitiger Therapie blieb uns eine akute Regenbogenhautentzündung nicht erspart. Mit cotisonhaltigen Augentropfen blieb der Behandlungserfolg erst aus. Dann wurden die Pupillen nochmal weitgestellt(Mydriatikum augentropfen) und die Verklebung der Regenbogenhaut löste sich prima.(Gott sei Dank)
Es tut mir leid, dass Du solche Erfahrungen sammeln mußtest. Ich kann mit unserm Kinderarzt prima reden und werde immer ernst genommen. Aber aus der Rheumasprechstunde weiß ich auch von anderen Eltern noch ganz andere und viel längere Leidenswege gibt.
So, nächste Woche müssen wir wieder zum Augenarzt(der auch sehr kompetent ist)und unsere regelmäßige Spaltlampenuntersuchung machen lassen. Marie findet dass sogar ganz normal, und an die Augentropfen hatte sie sich wider Erwarten auch gut gewöhnt. In 4 Monaten ist das nächste Mal Rheumasprechstunde, dann wollen wir hoffen, dass der letzte Erguß im Knie auch endlich weg ist.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute und villeicht berichtest Du ja mal wieder von Eurem Verlauf.
Bis dann ,Melanie Kling


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 26.05.2006
Beiträge: 8

Hallo Melanie
Habe deinen Beitrag gelesen und denke in Sachen Augenarzt bist du leider Profi.
Meine Frage an dich:Spaltlampenuntersuchung, immer mit Augentropfen oder ohne?

Muß alle drei Monat zur Kontrolle. Vanessa hat noch nie für diese Untersuchung Augentropfen bekommen. Bin mir nicht ganz sicher ob der Augenarzt das richtig macht.
Bei der Erstuntersuchung im Krankenhaus haben sie ihr dafür Augentropfen gegeben.
Das war jetzt vor zwei Jahren. Das war ein Drama, zu dritt mussten wir sie heben,drei Versuche mussten wir starten bis die Augentropfen an Ort und Stelle waren. Ich war schweißgebadet. Dann mussten wir eine Stunde später es nochmal machen, da der Augenarzt zu spät in die Klinik kam. Nach dieser Erfahrung war ich froh das der Augenarzt den ich zu Hause ausgesucht habe , meinte man bräuchte keine Augentropfen um diese Untersuchung durchzuführen. Vanessa hat JCA.
Würde mich freuen deine Meinung dazu zu hören.
Gruß jmecki


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 22.04.2006
Beiträge: 3

Hallo liebe jmecki,
die Spaltlampenuntersuchung macht unser Augenarzt immer ohne Augentopfen. Die Entzündung wurde auch ohne Augentropfen erkannt. Durch die Spaltlampe wird die Pupille geöffnet und dann sieht der Augenarzt eventuell Entzündungspartilkel aufleuchten oder sogar(wie bei meiner Tochter )Verklebungen zwischen Pupille und Regenbogenhaut. Hat er einen Verdacht, dann wird er villeicht Tropfen zum Weitstellen geben,genau weiß ich das aber auch nicht. Unser Augenarzt ist kein spezieller Augenarzt für Kinder, er nimmt aber Ratschläge und Behandlungempfehlungen vom Kinderrheumetologen an. Das finde ich sehr gut!
Ich denke dein Kind wird so richtig behandelt, obwohl ich auch die Erfahrung bei einem anderen Augenarzt machen mußte,daß das mit der Entzündungsgefahr nicht richtig ernt genommen wurde. Ich hoffe ich konnte weiterhelfen.
Melanie Kling


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 22.04.2006
Beiträge: 3

ach, ja ich finde eine Kontrolle alle drei Monate zu lang.Es wird von unserer Rheumesprechstunde ein Kontrolle alle sechs Wochen enpfohlen worden.
Nochmals liebe Grüße,
Melanie Kling


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 06.09.2004
Beiträge: 118

Die Häufigkeit der Untersuchungstermine hängt vom Risiko, eine Augenentzündung zu bekommen, ab. Kleinkinder mit Befall weniger Gelenke (Oligoarthrtitis) und einem positiven ANA Wert, sollten alle 8 Wochen hin. Kinder ohne diese Risikofaktoren alle 3 Monate. Sobald einmal eine Augenentzündung aufgetreten ist, müssen individuell Termine abgesprochen werden. Augentropfen zum Erweitern sind nicht nötig. Eine gute Methode zur Selbstuntersuchung: Mit Taschenlampe und guter Lupe (10 Dioptrien) abends im Bett ins Auge leuchen. Verkleinert sich die Pupille und sieht rund aus, ist alles im grünen Bereich. Bewegt die P. sich nicht und sieht "gedellt" aus, schnell zum Augenarzt. Ich denke, wenn man das 1x pro Woche macht, hat man eine ganz gute Kontrolle und Sicherheit. Die Augenarzttermine natürlich trotzdem einhalten. ERine sehr gute Seite im Internet ist übrigens <!-- w --><a class="postlink" href="http://www.uveitis-zentrum.de">www.uveitis-zentrum.de</a><!-- w -->. Schsu hier mal unter Klinisches Spektrum und dann Uveitis bei Kindern.
Claudia




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