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Polymialgia oder nicht?
Reihenfolge 

Verfasst am: 01.03.2022, 20:20
Dabei seit: 23.02.2022
Beiträge: 2

Sehr geehrte Frau Prof. Reinhold Keller,
Haben Sie vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihre Zeit und vor allem Erfahrung die Sie hier in dem Forum einbringen.
Ich bin aktuell bei einem Rheumatologen in Behandlung. Es wurde nur leider noch kein Ultraschall der Blutgefäße durchgeführt. Ich weiß auch leider nicht, warum das noch nicht gemacht worden ist. Ansonsten wird sich mein Rheumatologe um eine Einweisung in eine Fachklinik bemühen, insbesondere um die Diagnose abzusichern.
Viele liebe und hoffentlich bald gesunde Grüsse

Werner


Verfasst am: 28.02.2022, 15:29
Dabei seit: 20.02.2008
Beiträge: 77

Sehr geehrter Herr Lustig,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Eine Polymyalgia rheumatica ist immer eine Ausschluss-Diagnose, d.h. es gibt keinen beweisenden Laborwert oder anderweitigen Befund. In der Tat muss man bei einem Mann, Sie schreiben Sie sind 60 die Diagnose immer kritisch hinterfragen, in aller Regel sind von der Krankheit überwiegend Frauen in deutlich höherem Alter betroffen. Aber prinzipiell gibt es natürlich auch eine PMR bei Männern mit 60. Wichtig ist, dass eine begleitende Entzündung der großen Blutgefäße ausgeschlossen wird, beide Erkrankungen kommen überlappend zusammen vor. Dies kann man sehr gut mit einer Ultraschall-Untersuchung der Blutgefäße feststellen. Außerdem sollte eine allgemein-internistische Durchuntersuchung erfolgen um anderweitige zugrundeliegende Erkrankungen auszuschließen. Und, nicht so selten beginnt eine entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung mit dem Bild einer PMR. All die genannten weiteren Diagnosen würden u.U. auch andere therapeutische Optionen nachsichziehen. In jedem Fall gehören Sie in die Hände eines internistischen Rheumatologen.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Eva Reinhold-Keller


Verfasst am: 28.02.2022, 11:22
Dabei seit: 23.02.2022
Beiträge: 2

Hallo Zusammen,
Seit Anfang Dezember 2021 hatte ich extreme Schmerzen in den Kniegelenken, Schultern,Ellbogen, Hüfte und mein Hausarzt vermutete eine PMR. Wir haben mit einer anfänglichen Dosis von 20 mg Prednisolon gestartet und es ging mir nach zwei Tagen wesentlich besser. Die Blutwerte zeigten einen erhöhten CRPQ. Wir haben nun langsam die Dosis reduziert und ich bin aktuell seit 5 Tagen bei 10 mg, nachdem ich vorher schon auf 7.5 mg war und es noch schlechter ging. Morgens fühle ich mich als wäre ich 100 Jahre alt, bin aber erst 60. Vom Boden was aufheben geht nicht, Arme heben geht nicht. Ich habe auch extreme Taubheitsgefühle in der rechten Hand (Daumen, Zeige und Mittelfinger). Eine Faust machen oder etwas greifen geht gar nicht. Der Zeigefinger ist geschwollen. Die Knie insbesondere Kniekehle, Ellbogen und Schultergelenke schmerzen stark. AUch habe ich Beidseitig druckschmerzen z.B. in den Muskeln der Oberschenkel. Die Schmerzen lassen am im laufe des Tages etwas nach. Rheumawerte im Blut sind übrigens negativ.Der CRPQ ist nahezu im Normbereich. Ich frage mich mittlerweile ob es überhaupt eine PMR ist und wann die Schmerzen mal wieder aufhören. Sollte ggf. Die Dosis noch weiter erhöht werden? Könnte das kribbeln in den Fingern ein Kalciummangel sein?
Was nehme ich aktuell an Medikamenten? 10 mg Prednisolon,20 mg Pantropazol, 1000 I.E Vitamin D3 und 500mg Calcium.
Was können mir die Spezialisten empfehlen? Ich bin für jede Antwort dankbar, und mittlerweile sehr verzweifelt.




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