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Ganglione, Sehnenscheidenentzündung und Rheuma
Reihenfolge 

Verfasst am: 01.10.2021, 10:46
Dabei seit: 24.09.2021
Beiträge: 3

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten und Infos.
Ich werd mir jetzt noch ein paar Meinungen von Ärzten einholen.
Ich möchte es ja zuerst mit einem Zinkleimverband versuchen und dann erst, wenn dies nichts bringt im Notfall auf Kortison gehen.


Verfasst am: 30.09.2021, 19:27
Dabei seit: 27.01.2020
Beiträge: 2

Die Falschplatzierung der Cortisonspritze hatte ich 2016 ... nie wieder lass ich Cortison in meine Nähe. Die Schmerzen haben sich verdreifacht, die Beweglichkeit stark reduziert...und mittlerweile habe ich zwei OPS hinter mir, zuletzt Handgelenksversteifung...

Deswegen wirklich einen sicheren Spezialisten aufsuchen. Alles gute Dir ????


Verfasst am: 28.09.2021, 12:17
Dabei seit: 22.09.2021
Beiträge: 15

Sehr geehrte "Karola",

eine Infiltration muss immer sehr gezielt eingesetzt werden. Neben der Tatsache, dass eine bakterielle Infektion auftreten kann, bestehen Gefahren durch das unsachgemäße Platzieren des Wirkstoffes (Knorpelzerstörungen an Gelenken und Weichgewebezerstörungen bei Sehnen (bis hin zu Rupturen...))

ALLES GUTE!!

Prof. Dr. Dr. St. Rehart


Verfasst am: 27.09.2021, 16:32
Dabei seit: 24.09.2021
Beiträge: 3

Sehr geehrter Herr Prof., Dr.,Dr. Rehart,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Können Sie mir eventuell noch mitteilen, was passieren kann, wenn der Rheumaloge die Kortisonspritze nicht genau plaziert?
Vielen Dank.
Karola


Verfasst am: 24.09.2021, 16:04
Dabei seit: 22.09.2021
Beiträge: 15

Sehr geehrte "Carola",

es spricht sehr viel dafür, dass Ihre "Ganglione" entweder rheumatische Sehnenscheidenentzündungen gewesen sind oder Gelenkentzündungen mit Aussackungen der Kapsel. Es ist meist sinnlos, diese einfach nur oberflächlich chirurgisch entfernen zu lassen... Wenn lokale Maßnahmen (Zinkleimverband, Optimierung der Basismedikation, Salben, Unterlassen von belastenden Tätigkeiten oder gezielte Infiltrationen mit Cortison) nicht nutzen, sollten diese Entzündungen samt den Gewebeschwellungen operativ entfernt werden, damit sie nicht die Knochen / Knorpel andauen und zerstören, bzw. durch die Sehnen wachsen und diese zuletzt zum Zerreißen bringen. Ein "Platzen" ist nicht schlimm, aber die zugrundeliegende Ursache (intraartikuläre oder peritendineale Synovialitis)ist ja nicht verschwunden. Somit ist zuletzt eine ORDENTLICHE operative Maßnahme angezeigt. Ich rate dringend dazu, Patienten mit rheumatischen Erkrankungen an den Gelenken nicht von (eventuell noch so ausgewiesenen) "Spezialisten" auf einem Gebiet operieren zu lassen, sondern sich dafür in die Hände eines ORTHOPÄDISCHEN RHEUMATOLOGEN zu begeben. Diese sind über die DGORh oder die Rheuma Liga in Erfahrung zu bringen.

ALELS GUTE!!

Prof. Dr. Dr. St. Rehart


Verfasst am: 24.09.2021, 12:19
Dabei seit: 24.09.2021
Beiträge: 3

Sehr geehrte Experten, liebe Mitleidende,
Ich leide seid 6 Jahren an RA. Vor 2 Jahren bildete sich das erste Ganglion auf meinem Handrücken. Dieses habe ich mir operativ entfernen lassen. Keine 4 Monate später kamen die nächsten zwei. Wobei sich eins kurzfristig zurückgebildet hatte. Diese sind mir nach 10 Monaten, kurz vor der Reha, eventuell durch darauf liegen, geplatzt. In der Rheumaklinik wurde mir gesagt, dass es sich um Köperflüssigkeit handelt,
die sich selbst wieder abbaut. Zurück geblieben ist wahrscheinlich die Hülle, da ich an den entsprechenden Stellen noch Wölbungen habe. Während der Reha bildete sich ein neues Ganglion, welches immer größer wird. Das Größte bisher. Manchmal habe ich einen stechenden Schmerz, der unterschiedlich lange anhält. Meine Rheumatologin meinte, mit Kortison unterspritzen, da ich keine Lust habe, mir von Chirurgen eine Landkarte einschnitzen zu lassen. Gehe davon aus, dass sich eh wieder neue bilden. Die Ganglione treten immer an unterschiedlichen Stellen auf. Ich habe auch immer wieder Probleme mit den Fingern. Kann es sein, dass die Sehnen zu stark an den Gelenken reiben?Die Schmerzen ziehen sich dann teilweise bis zum Ellenbogen. Könnte man eventuell auch einen Zinkleimverband anlegen, der Finger und Handgelenk ruhig stellt? Ich habe etwas Angst, dass beim Kortison unterspritzen etwas schief geht. Ich arbeite im Büro und brauche meine Hände noch. Muss noch einige Jahre bis zur Rente durchhalten.
Danke für eine Antwort.
Falls jemand die gleichen Erfahrungen gemacht hat, wäre ich für Hinweise sehr dankbar.




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