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MTX ohne Rheumawerte im Blut?
Reihenfolge 

Verfasst am: 23.08.2021, 00:58
Dabei seit: 19.08.2021
Beiträge: 17

Hallo
Bei mir wurde vor 3 Monaten Psoriasis Arthritis diagnostiziert, mein Rheumatologe hat mir MTX verschrieben das ich nach der ersten tablette sofort abgesetzt habe. Danach habe ich wochenlang im internet recherchiert wie ich diese autoimmunerkrankung loswerden kann und bin auf viel interessantes gestoßen. 
Gleich mal vorweg ich bin komplett symtomfrei,  man kann jede autoimmunerkrankung vielleicht nicht heilen aber  so behandeln das man nichts mehr davon spürt. Wenn du das anzweifelst ist das übrigens völlig normal, machen die meisten andern auch. Da ich ein Mitleidensgenosse bin schreibe ich dennoch einigen, es reicht schon wenn ich einem Menschen helfen kann dann war es den Aufwand schon wert.
Kurz und knapp was ich dir empfehlen kann:
1) Gesunde Ernährung vor allem antientzündlich
2) Supplementieren: Vor allem Ditamin D3  und Omega 3 ( Omega 3 keine Kapseln sondern fischöl von norsan 1 Esslöffel pro Tag in Salat oder Getränk)!!! Zink und selen sind auch sehr wichtig! Am besten noch nen Multivitamin dazu das von allen etwas da ist womit der Körper arbeiten kann) Wieso? Rheumatische Erkrankungen sind chronische Entzündung der Gelenke, wenn du antientzündliche Stoffe in hohen dosen supplementierst und dich antientzündlich ernährst geht die Entzündung weg.
3) Stress reduzieren: wenn du zu viel Stress hast kannst du machen was du willst du wirst weiter krank bleiben, Körper und Geist gehören zusammen das eine wird immer das andere beeinflussen)
4) Entgiften: 2 L Wasser pro Tag deine Nieren werden es dir Danken, Brennesseltee auch sehr gut dafür, viel schwitzen: sauna etc
5) Sport betreiben: wichtig ist regelmäßig, soweit es möglich ist, 1stens wegen entgriftung des körpers und 2thens werden beim sport antienzündliche stoffe ausgeschüttet.
6) Sonnenlicht: Bitte geh nach draußen in die Sonne und liege oder setz dich hin, zum vitamin D auftanken auch unbedingt möglichst wenig kleidung anhaben am besten nur hose. Wenn du die Sonne nicht verträgst geht auch Schatten und bitte ich flehe dich an benütze keine Sonnencreame!

Ich habe noch ein paar Informationen, als Veganer oder Vegetarier sind die entzündungswerte oftmals sogar noch höher als bei fleischessern. In einigen Veganen Lebensmitteln ist z.b. das Sonnenblumenöl verarbeitet was unheimlich viel omega 6 beeinhaltet was entzündungsfördernd ist. Bitte schau genau hin, ich dachte auch immer einfach mehr vegan vegetarisch ernähren aber man muss wirklich genau hinschauen. blaue und rote beeren sind dafür stark antienzündlich wie heidelbeeren oder erdbeeren. Auch bitte unbedingt saisonal, kein Zeug was Wochenlang in Containerschiffen unterwegs war vollgepumpt mit konservierungsstoffen. Biomark ist wohl das beste, falls erreichbar.
2ther Tipp Es ist nun mal so wenn man Autoimmunerkrankungen in den Griff bekommen will kann es sein das man höhere Dosen von Antientzündlichen stoffen wie vitamin D, omega 3 etc braucht. das heißt wenn du zu deiner hauptmahlzeit vorher vitamin d3 einnimmst am besten 10000 einheiten statt 5000 also 2 kapseln, omega 3 das selbe lieber 2 esslöffel fischöl bzw 2 teelöffel algenöl über den salat beim essen 1ner reicht am Anfang oft nicht, bzw es wird dann schneller besser.
3ther Tipp Gesamtstatus machen lassen damit du weißt wie deine spiegel sind, am wichtigsten sind die vitamin d3, omega 3, zink, selen, q10 werte allesamt antientzündlich, wenn du die alle auf nem spiegel hast möglichst weit oberhalb der norm hast du es schwarz auf weiß, ist natürlich mit kosten verbunden glaube 80 euro, ich habs nicht gemacht weils mir einfach so toll geht aber wenn du sagst da ist noch luft nach oben und du willst Gewissheit wäre es eine überlegung wert.


Verfasst am: 13.08.2021, 22:01
Dabei seit: 13.03.2021
Beiträge: 18

Hallo Alice!

Es gibt einige rheumatische Erkrankungen, bei denen keine typischen Rheuma Werte im Blut messbar sind. Das heißt nicht, dass man es nicht behandeln muss - sondern nur, dass die Medizin noch nicht in der Lage ist, das genauer im Blut zu diagnostizieren.
Auch ich bin noch relativ jung (Ende 30) und nehme 20mg MTX jede Woche. Gerade weil wir jung sind, sollten wir so schnell wie möglich die fortschreitende Erkrankung aufhalten! Zerstörte Gelenke kann niemand wieder herstellen. Immer neue Entzündungen belasten und degenerieren die Sehnen und Muskeln. Ich kann dir also echt nur zum Behandeln raten!


Verfasst am: 28.06.2021, 23:07
Dabei seit: 28.06.2021
Beiträge: 1

Hallo zusammen,
ich bin jetzt 62 geworden und habe die Diagnose seit etwa 1 Jahr.
RA in beiden Händen und Handgelenken und beide Schultern.
Die Hande sind so schnell angeschwollen, dass ich gerade noch mit Mühe meinen Ehering abziehen konnte.
Nach einer Odyssee (Rheumawerte waren normal), meine Hausärzting war echt schwer zu überzeugen, mir eine Überweisung zum Rheumatologen zu geben, also zu allen möglichen verschiedenen Ärzten geschickt, Röntgen, Nervenleitbahn-Messungen, Orthopäden, dann endlich einen Termin beim Rheumatologen bekommen... nach einem knappen halben Jahr. Dort dann Anamnese, Untersuchung, HLA-B27-Test(positiv) kam dann die unerfreuliche Diagnose... RA

Angefangen habe ich mit Sulfasalazin 200mg und 30mg Cortison. Nach ca. 4 Wochen bekam ich plötzlich Vorkammer-Flimmern, was eigentlich nicht wirklich schlimm ist, aber zu Thrombosen führen kann. Mit 170er Puls dann ins KKH, am nächsten Morgen wieder alles OK.
Das Ganze ist mir 2x passiert, weshalb wir dann relativ schnell Cortison ausgeschlichen haben und ich auf Leflunomid umgestiegen bin. In der Ausschleichphase dann noch mal kurze Flimmer-Abschnitte (habe ich ausgesessen, weil sie nach einer Std. wieder weg waren), danach nie wieder. Das braucht man nicht. Das Gefühl ist wirklich übel.

Leflu muss ich aber jetzt auch absetzen, weil ich an allen möglichen und unmöglichen Stellen juckende Hautprobleme bekommen habe.

Heute fange ich mit MTX 15mg und begleitender Folsäure an und hoffe damit halbwegs nebenwirkungsfrei "durch die Tür zu kommen", also schmerzfrei und ohne Bewegungs-Einschränkungen der Hände wieder arbeiten zu können.
Als "Schreibtisch-Täter" mit viel Schreiberei auf dem Rechner ist das wirklich einschränkend. Mein AG hat mir schon einen neuen Rechner gebracht (Homeoffice seit März letzten Jahres), den ich wenigstens per Sprache bedienen kann. Man nimmt auch gerne viel Rücksicht, statt Schreiberei ruft man dann an.

So, genug für Heute.


Verfasst am: 05.06.2021, 17:30
Dabei seit: 26.07.2020
Beiträge: 5

Hallo Alice,
ich bin selbst noch sehr jung, 34 Jahre alt, männlich und habe eine seropositive rheumatoide Arthritis in den Füßen und Lendenwirben (Facettengelenkearthritis) 1-3.
Ich nehme nun seit 4 Wochen die MTX-Spritze 15 mg, zusätzlich Cortison Tabletten. Ich kann sagen, dass ich bisher keine Nebenwirkungen habe, nur am Tag der Spritze sehr müde bin. Ich lese aber auch keine Nebenwirkungen durch, denn was der Kopf weiß ☝️...ich kann nur sagen, probieren, denn wir möchten ja auch gerne beweglich alt werden.
GLG


Verfasst am: 27.05.2021, 19:52
Dabei seit: 19.07.2020
Beiträge: 7

Hallo KeCy und Alice,

möchte euch gerne ermutigen, das Rheuma mit Medikamenten zu behandeln.
Wenn MTX zu viele Nebenwirkungen macht, gibt es noch viele andere Medikamente, mit denen es dann gut klappen kann.

Das Blöde an unserer Krankheit ist halt, dass die Schäden nicht reversibel sind. Einmal Knochen angegriffen, hat man dann den Rest des Lebens damit Probleme.

Vielleicht gibt es ja in Zukunft ursächliche Behandlungen oder sogar Impfungen. Persönlich setze ich Hoffnung auf mRNA-Technik. Da es ja so viele Rheumakranke gibt, lohnt es sich für die Firmen, damit zu forschen.

Was würdet ihr Euch ärgern, wenn es in Jahren eine Behandlung gibt, und ihr bis dahin schon bleibende Schäden habt.

Selbst habe ich MTX nicht vertragen, und nehme zur Zeit Leflunomid. Das vertrage ich recht gut, aber die Wirkung reicht (noch) nicht aus. Vielleicht muss ich also nochmal wechseln oder noch ein anderes Medikament dazu nehmen.
Mir persönlich ist es das aber auf jeden Fall wert, ich will noch viele Jahre aktiv und beweglich sein.

Alles Gute
Elaine


Verfasst am: 20.05.2021, 20:48
Dabei seit: 20.05.2021
Beiträge: 2

Liebe Alice,
ich kann deine Ängste so gut verstehen, denn ich stehe genau an diesem Punkt wie du.Seit vorgestern habe ich das erste Mal mit MTX 15mg begonnen und ich fühle zwar keine körperlichen Einschränkungen(noch nicht), aber mein Kopf wehrt sich enorm gegen dieses Medikament.Ich befürchte tatsächlich, dass meine Lebensqualität durch die möglichen Nebenwirkungen schlechter wird, als die Lebensqualität durch die Arthritis Schübe!.Natürlich weiß ich aber auch, dass das MTX schwere Gelenkschädigungen verhindern kann!Ein richtig krasser Zwiespalt......Ich habe mich jetzt erst einmal entschieden, MTX weiter zu nehmen, absetzen kann ich es immer noch.


Verfasst am: 16.05.2021, 22:40
Dabei seit: 16.05.2021
Beiträge: 1

liebe Alice,
ich habe auch eine Rheumafaktor negative rheumatische Arthritis. Ich wollte vor ca. 1,5 Jahren die Diagnose nicht so recht akzeptieren, habe sehr damit gehadert und MTX nach 4 Monaten abgesetzt. Ich habe alles mögliche versucht, um beschwerdefrei zu sein, was mir mit wenigen kurzen Ausnahmen nicht gelungen ist. Nun habe ich seit ein paar Wochen einen neuen Schub und ich habe mich entschlossen, MTX dieses Mal so lange einzunehmen, bis ich eine Remission habe. Die Folgen einer unbehandelten rheumatischen Arthritis sind wohl deutlich schwerwiegender als MTX einzunehmen. Zu diesem Schluss bin ich zumindest gekommen, nachdem ich mich natürlich vielseitig informiert habe.
Da Sie noch sehr jung sind, sollten Sie die Krankheit nicht unbehandelt fortschreiten lassen.


Verfasst am: 25.04.2021, 17:49
Dabei seit: 25.04.2021
Beiträge: 1

Hallo,

ich bin neu hier und habe mich registriert, um mich zu informieren, ob es Erfahrungen von RheumapatientInnen gibt, die keine nachweisbaren Werte im Blut haben und trotzdem MTX einnehmen. Ich stehe grade vor dieser Entscheidung und bin noch unsicher, ob ich diesen Schritt gehen soll.

Meinen ersten Schub hatte ich vor ca. 1,5 Jahren (betraf 6 Gelenke in den Händen). Allerdings konnten im Blut keine Rheumafaktoren festgestellt werden. Ausschließlich die Anamnese und meine sichtbaren Beschwerden sprachen eindeutig für eine rheumatische Entzündung. Ich habe daraufhin mit Ernährungsumstellung, Physiotherapie etc. angefangen, daraufhin haben sich die Beschwerden weitestgehend beruhigt.
Nun hatte ich vor ca. 4 Wochen einen erneuten Schub, schwächer als letztes Mal (nur in der rechten Hand) und im Ultraschall konnte ein vergrößerter Knoten im rechten Handgelenk festgestellt werden.
Ich stehe nun vor der Entscheidung es doch mal mit MTX zu probieren, um irreversible Folgeschäden einer Nichtbehandlung zu vermeiden.

Ich bin hin- und hergerissen, da ich in meinem Umfeld sowohl vor MTX gewarnt wurde bzgl. Nebenwirkungen (weiblich, 25 Jahre alt) sowohl mir aber auch dazu geraten wurde um Schlimmeres zu verhindern. Es fällt mir so schwer die Erkrankung zu akzeptieren ohne einen klinischen "Beweis"..als wären die Schmerzen und Schwellungen nicht Beweis genug, aber sobald es ein wenig besser ist durch Ibu o.ä. spiele ich es runter und hoffe, dass es weg ist..falls es jmd gibt, der mit mir seine oder ihre Erfahrungen teilen kann wäre ich sehr dankbar!!!




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