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Blutwerte nur leicht erhöht - seit Jahren Symptome
Reihenfolge 

Verfasst am: 02.12.2020, 19:31
Dabei seit: 26.11.2020
Beiträge: 6

Hallo, ich habe auch so einige Erfahrungen mit Ärzten machen dürfen. Frei nach dem Spruch, 'wenn ich nicht mehr weiter weiß, gründe ich einen Arbeitskreis, wird immer die Psychosomatik bemüht. Ich habe einige sehr interessante Vorträge der Rheuma-Liga, was mich darin bestärkt, dass man die Thematik durchaus verstehen kann. In der Sendung Visite des NDR vom 24.11.2020 wird an zweiter Steele die Rheumaerkrankung behandelt. Neu war für mich, dass meine inzwischen massiven Herzprobleme als Begleiterkrankungen der Rheuma-Erkrankung anzusehen sind, dass der Entzündungswert insoweit nicht maßgebend ist, dass Cortison bei einer Covid-19-Erkrankung einen schlechteren Verlauf verursacht, die Wirkungsweise der Metex-Spritze einen günstigeren Verlauf begünstigt. Zur Impfung wurde nichts gesagt, die Metexsspritze könnte aber auch die Immunreaktion nach der Impfung begünstigen. Ein Forumsteilnehmer hatte allerdings die Sorge, dass er angesichts seiner massiv unbterdrückten Immunreaktion auf die Impfung nicht anspricht. Ich hoffe doch, dass sich die Fachwelt insoweit noch äußert.
http://www.ardmediathek.de/ndr/video/visite/visite-die-ganze-sendung-oder-24-11-2020/ndr-fernsehen/Y3JpZDovL25kci5kZS9iNDkzYjM3Ny1mMDM5LTQwMTItYTEwNi00NWMyYWU1YWE4OGU/
Herzlichst, HelenaW


Verfasst am: 02.12.2020, 14:02
Dabei seit: 02.12.2020
Beiträge: 6

Hallo Emmi!

Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es dir geht und sehe es genauso wie Heike.
Ich bin neu hier und will dir mal meine Geschichte erzählen.
Seit ich denken kann, habe ich sehr trockene Haut. Nicht mehr und nicht weniger. Zwischendurch habe ich mal an zwei Stellen so kleine Ekzeme - unangenehm, weil es die Pofalte und der Bauchnabel sind. Aber es ist irgendwann wieder verschwunden und somit aus den Augen, aus dem Sinn. Irgendwann war ich mal beim Hausarzt deswegen und bekam als Antwort „hat man halt mal, wahrscheinlich benutzen Sie die falschen Pflegeprodukte.“ Damit hatte ich das abgehakt und mich damit abgefunden, dass diese kleinen juckenden Stellen halt immer mal wieder kommen und auch wieder verschwinden.
Vor gut 10 Jahren, nach der Geburt meiner ersten beiden Kinder, bekam ich Rückenprobleme, v.a. im Lendenwirbelbereich. Das käme von den Schwangerschaften und dem falschen Tragen der Kinder, sagte der Orthopäde mir damals. Okay - das klingt plausibel, dachte ich mir. Sport, Krafttraining und wenn die Kinder größer sind, hat sich das Thema erledigt.
Aber Pustekuchen - die Schmerzen wurden schlimmer, so schubweise. Auch hatte ich hier und da mal einen geschwollenen Finger (ich dachte, ich hätte mich gestoßen) und immer mal wieder Gliederschmerzen, wie bei einer Erkältung. Nur eben halt morgens, im Laufe des Tages wurde es besser. Und irgendwann ging das auch wieder von alleine weg und kam wieder.
Vor 2,5 Jahren wurden die Schmerzen dann richtig schlimm im oberen Rücken und ich habe beschlossen, jetzt wirklich mal auf Ursachenforschung zu gehen. Ein Ärztemarathon begann: Orthopäde, Neurologe, Rheumatologe - alles unauffällig. „Das ist psychisch“, bekam ich immer wieder zu hören. Kann ja sein, aber mir ging es psychisch zu gut um das zu glauben.
Irgendwann bin ich zu einer Osteopathin gegangen. Während der Behandlung sagte sie plötzlich, da stimme was nicht und ich soll den Orthopäden bitten, ein MRT der BWS zu veranlassen. Zwei Bandscheibenvorfälle waren das Resultat. Ich bekam dann Physio, ging drei Wochen in die Reha und danach ging es mir auch wirklich ein ganzes Stück besser. Ich fand einen neuen Job und plötzlich ging es wieder los. Immer wieder ein auf und ab. Etwas frustrierend, aber musste ich mich wohl mit abfinden.
Letzten Sommer spitze sich das ganze wieder zu und bei den Kontroll-MRT‘s der Wirbelsäule kamen wieder zwei Bandscheibenvorfälle heraus. Wie kann das sein - trotz Sport, Dehnübungen, nichts schweres mehr heben usw.? Keiner wusste es. Blutuntersuchungen waren immer ohne Auffälligkeiten.
Gestern war ich dann mal beim Hautarzt - diese Ekzeme waren im Oktober doch ziemlich schmerzhaft gewesen. Die Ärztin fragte mich nach Psoriasis-Erkrankungen in meiner Familie (meine Oma hatte ziemlich übel Psoriasis) und nach der Untersuchung meiner Haut und den Ekzemstellen, war sie sich sicher, dass ich Psoriasis habe. Dann fragte sie weiter nach Gelenk- und Rückenbeschwerden - die ich ja bejahen musste. Und da hörte ich zum ersten Mal den Begriff Psoriasis-Arthritis. Danach musste ich noch zu meinem Orthopäden, um ein neues Physio-Rezept wegen der Bandscheibenvorfälle zu bekommen. Als ich ihm vom Hautarztbesuch erzählt, sagte er sofort, dass da ein Rheumatologe zugezogen werden soll. Da warte ich jetzt auf einen Termin. Wenn das wirklich des Rätsels Lösung für die ganzen Schmerzen und auch der Grund für die Bandscheibenschäden sind, fress ich einen Besen.

Ich will mit diesem elendig-langen Text dir nur zeigen, dass man teilweise echt eine Tortur mitmachen muss und es wichtig ist am Ball zu bleiben.

Ich wünsche dir alles alles Gute, viel Kraft und dass du bald das Rätsel um deine Beschwerden lösen kannst!

Mach‘s gut!
Pusteblume


Verfasst am: 01.12.2020, 19:23
Dabei seit: 30.11.2020
Beiträge: 2

Liebe Heike,

lieben Dank für deine schnelle Antwort. Heute habe ich wieder Blutwerte bekommen und sie waren unauffällig. Das zieht mich natürlich runter.

Ja in meiner Familie gab es bei meiner Uroma Psoriasis.

Ich bin an einem Punkt, an dem ich keinen Arzt mehr kenne, der sich meiner annimmt. Ich bin verzweifelt und werde wohl weiter nach Ärzten suchen die mir vielleicht helfen herauszufinden was ich wirklich habe.

Danke für deine Tipps, ich bleibe wohl am Ball, obwohl es so verlockend ist, aufzugeben.

Liebe Grüße,

Emmi


Verfasst am: 30.11.2020, 16:06
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 354

Liebe Emmi,

bleib am Ball. Bei vielen Erkrankten war es ein langer Arztmarathon, bis sie eine Diagnose bekommen haben.

Was Du so schilderst, auch der nächtliche Schmerz und die Sehnenansätze in den Schultern könnte auf eine Spondylarthritis hindeuten.

Gibt es evtl. in der Familie Psoriasis (Schuppenflechte)? Es gibt eine Psoriasisarthritis (PsA gehört zu den Spondylarthritiden) die fast immer mit nahezu unauffälligen Blutwerten einhergeht.

Alles Gute!
Heike


Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.


Verfasst am: 30.11.2020, 13:30
Dabei seit: 30.11.2020
Beiträge: 2

Hallo,

Ich weiß mir nicht mehr zu helfen, deshalb schreibe ich im Forum um vielleicht jemanden zu finden, der ähnliche Werte oder Symptome hatte und bereits eine Diagnose hat.

Vor 5 Jahren hat es angefangen mit beiden Schultern. Ich konnte mich nicht mehr selber anziehen, konnte kaum meine Arme bewegen und ging zum Arzt. Damals wurde Der Rheumafaktor genommen, der aber negativ war. MRT der Halswirbelsäule und andere Untersuchungen ergaben keine Ergebnisse.
Ich wusste mir selbst nicht mehr zu helfen und fing an mich vegan zu ernähren in der Hoffnung, dass meine Symptome besser werden. Bis heute esse ich kein Fleisch und kaum Milchprodukte.
Mir ging es dann etwas besser und ich habe alles verdrängt und mir eingeredet, ich hätte ein psychisches Problem, was der Arzt mir zuletzt sagte. Doch die Schmerzen kamen wieder. Die Hüfte kam dazu und meine schlimmsten Beschwerden habe ich Nachts. Ich kann nicht auf der Seite schlafen, weil Hüfte und Schulter schmerzen. Morgensteifigkeit habe ich Morgens 60-90 Minuten.
Ich musste zum Beispiel beim Kartenspielen feststellen, dass ich die Karten nicht mehr halten konnte, manchmal zieht es stark in den Händen, sie schlafen sehr häufig ein oder kribbeln. Jedoch sind meine kleinen Fingergelenke nicht schmerzhaft oder geschwollen. Manchmal tuen mir Knie oder Handgelenk weh.

Ich bin dann vor kurzem wieder zum Arzt gegangen und es wurden neue Blutwerte genommen. Der CRP lag bei 5, im kleinen Blutbild und beim größeren der CCP- AK bei 7,3, also leicht erhöht. Weiterhin habe ich eine Thrombozytose, meine Monozyten waren erniedrigt, sowie das Beta Globulin erhöht.
Der Rheumatologe hat mir daraufhin gesagt mein CCP-AK wäre im Graubereich, also kein Rheuma und hat mich damit nach Hause geschickt. Das war das erste Mal, dass ich beim Rheumatologen war, dieser hat mich körperlich nicht untersucht, keine Fragen gestellt, sondern nur Blut abgenommen.
Ich bin verzweifelt und habe heute nun nochmal ein großes Blutbild auf eigene Kosten bei meinem Hausarzt machen lassen, da meine Schmerzen wieder stärker werden aktuell. Zu dem Zeitpunkt, als ich beim Rheumatologen war, hatte ich kaum Beschwerden und es ging mir recht gut.

Falls jemand mir Mut machen kann, dran zu bleiben oder mit seinen Erfahrungen helfen, dann freue ich mich darüber sehr.

Liebe Grüße,

Emmi




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