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Rheumatoide Arthritis und Pleuraerguss
Reihenfolge 

Verfasst am: 09.03.2022, 11:33
Dabei seit: 25.08.2020
Beiträge: 3

Hallo Michael,

bei meinem Mann ist es ähnlich. Im letzten halben Jahr bereits der 3. Pleuraerguss. Nun wollen sie den Pleuraspalt verkleben. Allerdings wurde bisher keine Ursache gefunden. Es wurden alle Varianten getestet und untersucht. Seit knapp 3 Jahren nimmt er MTX und seit 1 Jahr Amgevita, zudem immer wieder Cortison-Stoßtherapie, weil sobald unter 7 mg kommt der nächste Schub.

Würde mich interessieren, wie es bei dir weiterging.

Vielen Dank.

Gruß
Gundi


Verfasst am: 05.03.2020, 20:34
Dabei seit: 05.03.2020
Beiträge: 2

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schewe,

erst mal vielen Dank für Ihre Antwort.
SLE ist erst mal ausgeschlossen. Genauso Tuberkulose und Krebs.
Das einzige was mal aufgefallen ist sind die ANA`s mit 160 und AC8 (mit Ausrufezeichen im Laborbericht)
Aber meine Rheumatologin hat das "aufgebröselt" und es war soweit alles negativ.
Und ich vertraue meiner Rheumatologin absolut.
Ich finde es nur komisch das es bei mir alles so schnell geht, seit einem Jahr RA (früh entdeckt und schnell einen Termin beim Spezialisten gehabt) und schon werden meine Finger krumm und schief (Schwanenhals und Knopfloch Deformität) und die Füße sind krumm und schief. Und dann kommt noch die Lungengeschichte dazu. Und immer noch keine Therapie die wirklich hilft.
Aber ich muss mich wohl weiter in Geduld üben (nicht meine Stärke).

Noch einmal vielen Dank für Ihr Feedback!

Gruß
Michael


Verfasst am: 05.03.2020, 19:50
Dabei seit: 06.10.2010
Beiträge: 236

Lieber Michael,
einen Pleuraerguss kann es durchaus auch einmal bei einer rheumatoiden Arthritis RA geben, ich denke ein SLE ist vom Rheumatologen ausgeschlossen, bei letzterer Erkrankung ist der Pleuraerguss häufiger aber selten so ausgeprägt, wie Sie ihn schildern. Nachdem Orencia in Kombination mit Mtx keine Wirkung hatte, sind m.E. alle Biologika möglich, sowohl die TNF-Blocker (die relative Kontraindikation bei Lungenbeteiligung bezieht sich mehr auf eine interstitielle Lungenbeteiligung – der kleinen Blutgefäße und Alveolen in der Lunge – als auf den Pleuraerguss) ebenso IL-6 Blocker, Rituximab, als auch die JAK-Inhibitoren, ihr Rheumatologe sollte Sie da beraten, denn der kennt nur alle notwendigen Zusatzbefunde bei Ihnen. Man muss natürlich auch an reine Lungenerkrankungen unabhängig von der RA denken, ich vermute mal, dass die vor, bei und nach der Operation ausgeschlossen wurden: Tuberkulose, krebsige Veränderungen der Pleura u.a.
S. Schewe


Verfasst am: 05.03.2020, 16:46
Dabei seit: 05.03.2020
Beiträge: 2

Sehr geehrtes Expertenteam,

meine Name ist Michael, 53 Jahre.
seid Januar 19 habe ich die Diagnose seropositve RA (Rheumafaktor negativ, CCP hoch positiv). Ich bekam die ganz normale Therapie. Erst mal ne Cortisonstoss beginnend mit 50mg, dann wurde MTX dazu gegeben. 15mg, 20mg und dann 22,5mg.
Da ich mit dem Cortison nicht unter 10mg kam und mein CRP immer noch erhöht war sollte ich dann im Herbst letzten Jahres Humira bekommen.
Im Oktober bekam ich eine Infektion (CRP 105) und anschließend einen großen Pleuraerguss. Bis November hatte sich ein ausgewachsener Fibrothorax gebildet.
Mitte November wurde in der Klinik Großhansdorf eine Thorakoskopie mit partieller Pleurektomie und Dekortikation der Lunge durchgeführt. Während der Zeit der OP wurde die Therapie auf Prednisolon 7,5mg beschränkt.
Ende Dezember bekam ich Orencia zusammen mit MTX 15mg und Prednisolon 7,5mg. Jetzt also seit 10 Wochen. Wirkung geht gegen null. Gehe ich auf 6mg Prednisolon bekomme ich gleich wieder dicke Finger und Füße. Von den Schmerzen ganz zu schweigen. Nur das CRP ist fast normal. Bewegt sich zwischen 1 und 7 mg/l
Vor 4 Wochen bekam ich wieder eine Pleuritis mit diesmal kleinem Pleuraerguss. Dazu ist auf dem Röntgen bereits wieder eine Pleuraschwarte zu erkennen. Behandlung wird erst nach dem CT entschieden (soll Anfang April stattfinden) Bis dahin Schmerzmittel und Atemgymnastik. Meine Lungenärztin ist der Meinung das die ganze Sache rheumatisch bedingt ist.
Wenn dem so ist (Beleg ist ja nicht da), welche Therapieoptionen gibt es dann noch? Sind TNF Alpha eine Option oder scheiden die wegen der Lungengeschichte aus?
Was kann ich selbst noch tun um einer Pleuritis vorzubeugen?

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Gruß

Michael




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