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Frage nach 6 sehr speziellen Symptomen: wer hat sie und wer nicht?
Reihenfolge 

Verfasst am: 16.09.2019, 13:57
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 113

Hallo Aussie,
wenn es so einfach wäre die Fibro mit sechs Fragen zu Diagnostizieren, würde vielen von uns ein langer und holpriger Weg erspart. Man müsste sich nicht Jahrelang als Simulator ansehen lassen und von einem Arzt zum anderen rennen. Dazu wären die Fachärzte der Rheumatologie dann schlichtweg dumm.

Die Erkrankung verläuft bei jedem anders, da jeder seine eigene Biologie hat. Es kann einer dieser Punkte auftreten, muss aber nicht. Gerne kannst du mal unter https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/145-004.html in der Letilinie selbst Nachlesesn. Und kannst der Psychologin diesen Link zukommen lassen. Leider ist es immer noch ein Drama, obwohl die Fibro seit annähernd zwanzig Jahren als selbstständige Erkrankung zugelassen ist, das manche glauben sie wissen alles besser.

Lass dich nur nicht entmutigen und hör auf deine Ärztin, die ist in der Rheumaklink die bessere Fachkraft. Und kennt die Leitllinien vermutlich sehr gut. Dazu kannst du dir ja bei der Rheuma-Liga die Broschüre über Fibro zusenden lassen. Da erfährst du auch relevante und notwendige Dinge.

Ich habe nicht immer die selben Symptome, sonder das ändert sich von mal zu mal und es kann auch mal nur ein leichter Schub sein, der sich nur durch eine erwärmte Hand bemerkbar macht.

Dann wünsche ich noch einen guten Rehaerfolg, das du länger davon zehren kannst. Gruß Nelli130


nelli 130


Verfasst am: 15.09.2019, 14:21
Dabei seit: 15.09.2019
Beiträge: 1

Moin,
ich bin gerade in einer Rheumaklinik für eine multimodale Therapie bei Fibromyalgie. Ich bin ganz zufrieden, aber auf eine Psychotherapeutin gestoßen, die sich für eine Koryphäe als Schmerztherapeutin bei Fibromyalgie hält. Sie hat mir die folgenden sechs Fragen gestellt:
1. Haben sie Schmerzen, wenn sie sich mit den Spitzen der Ellbogen auf einer harten Oberfläche abstützen?
2. Haben sie Schmerzen im Brustkorb, egal ob vorne, hinten oder seitlich? Als Beispiel nannte sie Schwierigkeiten, einen BH zu tragen oder Engegefühl.
3. Haben sie Schluckstörungen? Häufiges Verschlucken oder Klossgefühl?
4. Haben sie Schmerzen im Bauch- und Beckenbereich?
5. Haben sie Schmerzen auf dem Fußrücken? Z.B. müssen sie den Riemen bei Schlappen weiter stellen oder binden Schnürsenkel nicht zu?
6. Schmerzen im Kiefer oder Kiefergelenk?

Mich würde interessieren, wer mit einer diagnostizierten Fibromyalgie da wie viele Punkte mit ja beantworten kann?

Meine Antworten waren folgende:
1. Nicht in den knöchernen Spitzen, aber an der Innenseite der Ellbogen bin ich sehr druckempfindlich. Außerdem tut mir der Unterarm weh, wenn ich die Hand anspanne.
2. Beklemmung als würde einer auf dem Brustkorb sitzen, das hatte ich bis jetzt immer auf Angst geschoben. Druckempfindlich an den Rippen-Knorpelübergängen, dem Brustbein und den Schlüsselbeinen. Brennende Schmerzen zwischen den Schulterblättern. Total verhärtete Muskulatur im Hals-Nacken-BWS- Bereich.
3. Nein
4. Druckempfindlich am oberen Beckenkamm. Schmerzen im LWS-ISG- Bereich, teils einschießend, verstärkt bei Bewegung und beim Niesen und Husten. Krämpfe bei der Menstruation, die manchmal bis zu Kreislaufproblemen führen.
5. Nein, die Probleme liegen eher an den Sprunggelenken, so dass ich z.B. keine köchelhohen Schuhe anziehen kann.
6. Nein, außer bei Zahnschmerzen.

Danach sagte die Psychotherapeutin, ich würde ihre sechs Kriterien für eine Fibromyalgie nicht erfüllen, sie würde an die Ärzte weitergeben, dass ich nicht an einer Fibromyalgie erkrankt sei.
Weitere Schmerzen, Missempfindungen, massive Erschöpfung, Müdigkeit auch direkt nach dem Schlafen, Konzentrationsprobleme, depressive Verstimmungen, Kopfschmerzen interessierten sie nicht.

Was meint ihr dazu? Was trifft bei euch zu?

LG Mareike

P.S. Ich habe inzwischen mit der Ärztin gesprochen, die sagt, die Diagnose bleibt trotzdem bestehen...




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