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Polymyalgia Rheumatica, mit Ernährung verbessern?
Reihenfolge 

Verfasst am: 10.08.2019, 19:28
Dabei seit: 30.05.2018
Beiträge: 16

Ich möchte den Beitrag von Professor Schewe hinsichtlich Kurkuma ein wenig ergänzen.
Kurkuma ist einer von mehr als 8000 sekundären Pflanzenstoffen.. Viele davon, wie auch Kurkuma, wirken als Antioxidantien und können somit Entzündungen beeinflussen. Die Pflanzen haben binnen Millionen von Jahren ein System zur Abwehr Von Sauerstoffradikalen entwickelt. Das können wir uns zu Nutze machen. Ein sekundärer Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel Kurkuma, kann wenig ausrichten, viel effektiver ist das in einer Pflanze organisierte System. Zu deutsch: je bunter ihre Wahl an Gemüsen und Obst ist, desto wirksamer sind die antioxidativen Systeme, die uns Pflanzen zur Bekämpfung von Entzündungen zur Verfügung stellen..
Mehr Infos finden Sie unter http://www.ernaehrungsrechner.de


Verfasst am: 09.08.2019, 22:11
Dabei seit: 04.03.2019
Beiträge: 4

Vielen Dank für die Antwort!

Ja Bewegung mache ich gern und mehr als genug. Geht ja nun auch alles wieder. Entzündungswerte waren bisher nie erhöht. Reduziere aktuell max 1mg im Monat. Also bin ich guter Hoffnung auch die pmr bald loszuwerden

Ein schönes Wochenende


Verfasst am: 09.08.2019, 17:22
Dabei seit: 06.10.2010
Beiträge: 102

Liebes Madamchen,
zur 1. Frage: Sie machen alles vollkommen richtig, Ihre Ernährung folgt den Regeln. Eine besondere Ernährungsform für die PMR gibt es nicht. Entscheidend ist, dass die messbare Entzündung im Blut reduziert oder normalisiert wird (gemessen meist am CrP oder Blutsenkung). Der individuelle Verlauf ist nicht vorhersehbar, deshalb braucht man viel Zeit bis man mit dem Kortison in den weniger gefährlichen Bereich (wegen der langfristigen Nebenwirkungen kommt), ab 10 mg pro Tag Prednisolon sollte man nur in 1 mg Schritten reduzieren, ca. alle 2-4 Wochen, je nach Verlauf immer gemessen an Ihrem Befinden und den Entzündungswerten im Blut. Diese Reduktion kann sicher durch ein gesundes Verhalten günstig beeinflusst werden, dazu gehört neben der Ernährung auch die Bewegung!
2. Zur Notwendigkeit von Kurkumakapseln und Omega-3 muss man sagen, dass die Notwendigkeit durch Studien nicht belegt ist. Andererseits machen Sie auch nicht viel falsch, wenn Sie das zusätzlich einnehmen, sie müssen es aber nicht. Anders sieht das bei Vitamin D (Dekristol) aus, hier sollten sie ca. 1000 bis 2000E einnehmen, zusätzlich eine Kalzium reiche Kost mit Milchprodukten, wenn Sie die nicht vertragen mit anderen Kalziumquellen (z.B. Mineralwasser, ggf. auch Tabletten). Die Nebenwirkungen von Kortison am Knochen (Osteoporose) können damit vermindert, allerdings nicht verhindert werden! Deshalb ist eine Knochendichtemessung kein rausgeschmissenes Geld, da sie mit einer Dauer von ca. 1 bis 2 Jahren für Ihre Erkrankung rechnen müssen, also 1 bis 2 Jahre Kortison. Man kann die Menge an notwendigem Kortison manchmal durch zusätzlich Methotrexat verringert, das müssen Sie mit Ihrem Rheumatologen besprechen.
3. Die Menge macht das Problem! Ab und zu (1x/Woche) ein Kalbschnitzel oder einen fetten Käse kann Ihnen niemand verwehren. Unter einem „normalen“ Essen sollte man ganz allgemein eine gemischte Kost verstehen mit wenig Fleisch/Wurst, mehr Gemüse, Salate (vorwiegend grüne), Obst, Nüssen, durchaus auch Milchprodukten mit nicht zuviel Fett drin, wenig Süßes. Darüber kann man trefflich streiten, einseitige Kostempfehlungen sehe ich eher skeptisch.
Die Ernährung spielt bei entzündlichen Rheumaerkrankungen eine Rolle, aber nicht die entscheidende! Lassen Sie es sich schmecken!
S. Schewe


Verfasst am: 08.08.2019, 20:27
Dabei seit: 04.03.2019
Beiträge: 4

Liebes Expertenteam,

ich leide seit Nov 18 an PMR( bin 54 Jahre), diagnostiziert wurde es im Februar. Erstaunlicherweise ohne auffällige Blutwerte. Bereits in der Akutphase ohne Behanlung im Januar hatte ich den Eindruck dass es sich bei z.B Essen von Leber verstärkt. Seit Einstellung auf Prednisolon geht es mir hervorragend.Von 30mg bin ich bereits bei 7mg.Ich habe gleich mehrere Fragen zur Ernährung:

1.: Da ich so schnell als möglich Prednisolon reduzieren will, versuche ich es mit der für Rheumatiker empfohlenen Ernährung und hoffe es hilft auch bei PMR: kein Fleisch (nur selten gönne ich mir mal Hähnchen), viel Fisch, keinen fetten Käse mehr, Sonnenblumenöl weg, stattdessen Leinöl und Olivenöl, viel Gemüse und Vollkorn (hatte ich eh schon immer).Gibt es nochwas bei der Ernährung zu beachten. Habe mich dabei an den Empfehlungen der DGE für Rheuma orientiert:
https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/rheumadiaet/
Macht das Sinn? Oder beenflußt die Ernährung PMR nicht?

2. Zusätzlich nehme ich noch Omega3 und Kurkumakapseln und das empfohlene Dekristol. Ist alles sinnvoll?

3. Da ich mit PMR ja den "Lottogewin" unter den Rheumaerkrankungen habe (da ja heilbar) frage ich mich, falls die Ernährung hier eine Rolle spielt, ob ich im Falle der Gesundung wieder "normal" Essen kann. Ehrlich gesagt, ich liebe fetten Käse und auch ein gutes Kalbsschnitzel oder auch mal Leber.

So, das waren viele Fragen. Ich freue mich über dieses Expertenforum. Das letzte Expertenforum hier hat mir bei der Diagnose geholfen. Der ersteaaufgesuchte Rheumatologe war nämlich völlig auf dem Holzweg. Sp habe ich gewechselt zund bin jetzt super betreut!

Ich bedanke mich vielmals!




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