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Prednisolon 5 mg ausschleichen
Reihenfolge 

Verfasst am: 04.06.2019, 17:16
Dabei seit: 06.10.2010
Beiträge: 142

Liebe Suni,
Eine Therapie eines akuten Schubs eines SLE (systemischer Lupus erythematodes) mit Kortison (in der Regel Prednisolon) ist eine gängige und wirksame Praxis, wie Sie ja erfahren haben. Eine Dauertherapie mit Prednisolon ist mit hoher Sicherheit mit Nebenwirkungen verknüpft, deshalb sollten Sie von dieser Therapie wieder weg kommen. Eine Strategie dazu ist die Therapie mit Hydroxychloroquin 200 mg/Tag (Quensyl u.a.), als Dauertherapie, die nach 1-2 Jahren jährlich augenärztlich kontrolliert werden muss mit einer Methode, die auch die Ablagerung dieses Medikaments am Augenhintergrund erkennen kann (eine einfache augenärztliche Untersuchung ist dazu meist nicht ausreichend). Weitere Nebenwirkungen sind relativ selten, siehe auch unter www,dgrh.de/therapieueberwachung, da Antimalariamittel. Wichtig für Ihren Flug in die Sonne ist: Sie müssen sich vor der prallen Sonne schützen, kein Sonnenbad. Eine Sonnenschutzcreme mit hohen Schutzfaktor ist in jedem Fall erforderlich, täglich mehrfach auf die sonnenbestrahlte Haut auftragen, besonders nach dem Baden. Vitamin D ist ebenfalls eine wichtige Therapie, allerdings ist Ihre gewählte Dosierung zu hoch, normalerweise reichen 1000 bis 2000 Einheiten aus, vor allem in den Wintermonaten (Monate mit einem „r“ im Namen). Der Vitamin D Mangel scheint ja bei Ihnen ausgeglichen zu sein.
Jetzt zu Ihrer eigentlichen Frage: Wie Prednisolon reduzieren? Wenn man es nur kurze Zeit einsetzt (bis ca. 4 Wochen) kann es gleich abgesetzt werden. Bei längerer Einnahme (abhängig von der Dauer der Einnahme und Höhe der Dosierung am Anfang) sollte man ab 10 mg/Tag in 2-4wöchigen Abständen um jeweils 1-2 mg reduzieren, bis zum vollständigen Absetzen. Das Ziel muss sein, ohne Kortison auszukommen. Das sollten Sie aber nur unter Überwachung durch Ihren Rheumatologen machen, der immer wieder kontrolliert, wie aktiv Ihre Erkrankung beim Reduzieren von Kortison ist und danach das weitere Vorgehen entscheidet.
Schönen Urlaub und alles Gute, S. Schewe


Verfasst am: 04.06.2019, 10:18
Dabei seit: 31.05.2019
Beiträge: 1

Diagnose vor 1 Jahr: Verdacht auf systemischer Lupus
Zuvor hieß es: Undiff. Kollagenose (seit 9 Jahren erhöhte Antikörper)
Medikamente nehme ich keine, bei Bedarf Diclo

Selbst wenn man es mir nicht glauben mag, nach einer erneuten Einnahme von Dekristol 20.000 (5 auf einmal, dann jede Woche eine), bekam ich wieder heftige Ganzkörperschmerzen und geschwollene Hände.
Letztes Jahr das gleiche Spiel.
Aber immerhin, der Wert von 13,5 ng/ml liegt nun bei 39,8 ng/ml

Letzte Woche Empfehlung des Rheumatologen:
10 Tage - 10 mg
10 Tag - 5 mg
und dann noch 2,5 mg (wie lange wurde nicht gesagt)
Blut abgenommen, nächster Termin erst in 3 Monaten!

Ausschleichen? Davon sagte er nichts, lediglich dass nach dem Absetzen im Urlaub, die Beschwerden wieder kommen können.
Das alles gefiel mir nicht, dann erfolgte in Eigenregie:

Do. 30.06. 7,5 mg Schlug sofort an, vollkommen schmerzfrei
Fr. 31.06. 5,0 mg
Sa. 01.07. 3,25 mg
So. 02.07. 3,25 mg Bis dahin alles prima!
Mo. 03.07. 3,25 mg Mittelschwere Gelenkschmerzen
Di. 04.07. 5,0 mg Mir geht's super (schlägt sofort an)

Wie soll es jetzt weitergehen?

Reduzierung um 0,5 mg /Tag alle 1 - 2 Wochen?
Oder "Schaukeln" ? (davon las ich im Internet)
5,0 mg dann 3,25 mg dann wider 5,0 mg - eine Woche tgl. im Wechsel?

Ich fliege in 16 Tagen in die Sonne, diesmal mit Kortison - ich habe ein mulmiges Gefühl.




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