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MTX 15mg oder Kortison 10mg
Reihenfolge 

Verfasst am: 03.05.2018, 22:01
Dabei seit: 02.09.2015
Beiträge: 16

Hallo zusammen,
Ich habe etwa 1 1/2 Jahre MTX spritzen bekommen + 5mg cortison.
Mir ging es ohne Cortison nicht so gut, deshalb die Kombination der beiden Medikamente. Habe versucht Cortison langsam abzusetzen aber die Steifigkeit ging nicht weg. Seit 2 Monaten habe ich MTX Spritzen abgesetzt aufgrund einer geplanten Schwangerschaft, deshalb hat mir mein Rheumatologearzt die 10mg Cortison als Behandlung verschrieben. Sobald ich weiß, dass ich schwanger bin, reduziere ich es auf 5mg + Quensyl. Bei der ersten SW habe ich es auch so gemacht.
Nach absetzen der Spritzen, kamen allerdings die Schmerzen und Steifigkeit sehr schnell wieder zurück. . Ich habe eine neue pflanzliche Therapie für mich entdeckt und es wirkt wie ein Wunder bei mir. Ich nehme Curcumin loges seit 1 1/2 Monaten ein und meine Steifigkeit und die Schwellungen an den Handgelenke sind weg. Ich bin gespannt auf den weiteren Ablauf mit Curcumin.


Verfasst am: 23.04.2018, 20:17
Dabei seit: 15.02.2018
Beiträge: 25

Liebe Nelli,
vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Also, wenn ich das richtig verstehe "arbeitet" die Krankheit im Untergrund also auch, wenn keine Schmerzen vorhanden. Nun - ich muss warten, Kortison nehme ich ja nun - bin im Juli evtl. damit fertig - also rausgeschlichen und hoffe, dass die Symptome nicht wieder kommen bis ich eine fachgerechte Beratung habe.
Viele Grüße Liebstöckel


Verfasst am: 22.04.2018, 22:13
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 118

Hallo Liebstöckl,
bei rA wie ich habe, ist es wichtig die Entzündung flach zu halten, damit die Zerstörung der Knochen verhindert wird. So hat es mir mein Rheumatologe sehr anschaulich erklärt. Die Arthrose betrifft die Gelenkzwischenräume und die Arthritis die Knochen. Manchmal hat man keine Beschwerden, aber die rA arbeitet im Hintergrund weiter. Da man leider nur Lindern und nicht heilen kann.

Und Arava war der frühere Name vom heutigem Leflunomid. Dann hoffe ich, dass du bei dem schönem Wetter keinen Schub hast und die Zeit bis zum Rheumaarzt gut verbringen kannst.

Das mit dem Leidensdruck hängt auch davon ab, wie lange es dauert, bis man Diagnostiziert und somit Behandelt wird. Bei mir zeigt der Verlauf leider, dass ich schon als Kind meine Schmerzen vom Rheuma haben musste. Aber vor fünfzig Jahren hat man noch nicht an rheumatische Erkrankungen bei Kindern gedacht. Zum Glück ist die Entwicklung gerade die letzten zwanzig Jahre hier doch sehr weit fortgeschritten. So dass man hier heute schneller und besser handeln kann.

Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen und wünsche dir alles Gute
Nelli130


nelli 130


Verfasst am: 22.04.2018, 21:43
Dabei seit: 15.02.2018
Beiträge: 25

Hallo Nelli,
vielen Dank für deine Antwort! Wenn es bei dir nicht anders geht und der Leidensdruck so groß - muss es wohl sein - aber grundsätzlich doch eher nicht beide Medikamente oder?!? Also auch hier nach individueller Befindlichkeit? Von Arava hab ich noch nie gehört. Ist das ein Suppressiva?
Mich interessiert auch noch wieso ständig Medikamente genommen werden müssen - über Jahre! Rheuma verläuft doch in Schüben - oder?
Eine gute, schmerzfreie Woche und bei Lust und Laune evtl. noch eine Antwort - habe niemand den ich fragen kann. Ein rheumatolog. Arzttermin habe ich im A u g u s t.
Es grüßt Liebstöckel


Verfasst am: 22.04.2018, 21:16
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 118

Hallo liebstöckl,
es ist durchaus gängig, dass man bei einem Schub oder extremen Schmerzen MTX und Kortison nimmt. Auch mit anderen Basismedikamenten kann man auf Kortison angewiesen sein. MTX war nicht meine Medikament, aber seit ich Arava nehme geht es mir besser. Dennoch benötige ich täglich 2,5 mg Kortison, sonst dauert es morgens bis zu vier Stunden, dass ich insbesondere von den Händen/Fingern gängig werde.

Man muss bei MTX wissen, dass es in der Brustkrebsbehandlung im vierstelligen Bereich verabreicht wird. Da sind unsere 10 bis 20 mg pro Woche gerade lächerlich. Auch Kortison richtig - morgens zwischen 6 und 8 h - eingenommen muss man nicht fürchten. Und die Nebenwirkungen bei richtiger Einnahme gleich Null sind. Meine Diagnose erhielt ich nach langem "Irrweg" im Mai 1999. Dann dauerte es ca. 24 Monate bis ich von den Medis eingestellt war. Da wir jeder für sich seine eignen Biologie hat.

Ich hoffe ich konnte deine Bedenken etwas zerstreuen. Im übrigen gibt es von der Rheuma-Liga für beide Medikamente ein Merkblatt. Fordere sie einfach an.
Liebe Grüße
Nelli130


nelli 130


Verfasst am: 21.04.2018, 21:43
Dabei seit: 15.02.2018
Beiträge: 25

Moin,
ich bin durch einige Antworten total verunsichert! Mir wurde vor ca. 2 Jahren erklärt, dass bei meiner Diagnose RZA/Aortitis erst Kortison und dann MTX als Therapie gedacht ist. Ich habe nach einer Kortisontherapie und kurzfristigem spritzen von MTX mit MTX aufgehört und das Kortison leider doch sehr schnell rausgeschlichen. Ich habe sehr spät die Diagnose erhalten und zwar dann - als es mir schon so viel besser ging. MTX habe ich nur kurz gespritzt und Kortison dann wohl auch sehr schnell (zu schnell?) rausgeschlichen! Es wurde damals MTX empfohlen um Kortison nicht mehr zu schlucken. Jetzt nach einem erneuten Schub musste ich doch wieder zu Kortison greifen und ich überlege ob ich mich doch auch für MTX entscheiden soll um in Zukunft kein Kortison zu benötigen. Nun lese ich, dass einige Leidensgenossinnen doch ständig MTXund Kortison benötigen - also hilft Immunsuppressiva gar nicht Kortison zu vermeiden? Eure Erfahrungen sind für mich sehr wichtig!! Ich habe keinerlei Laborwerte, die mir bei meinen Entscheidungen helfen könnten. Kein erhöhtes CRP kein BSG - nichts - nur MRT und miese Empfindungen.
Viele Grüße sendet Liebstöckel


Verfasst am: 15.04.2018, 16:37
Dabei seit: 09.11.2011
Beiträge: 118

Hallo Julia,
wie lange solltest du das Kortison in dieser Dosis nehmen? Stehst du am Beginn deiner Behandlung? Das wäre wichtig zu wissen. Am Anfang musste ich beides nehmen und das Kortison sogar noch höher dosiert.

Wichtig beim Kortison ist, dass du es laut Packungsbeilage zwischen 6 und 8 h mit Wasser einnimmst. Wenn es Therapiebeginn ist kann es sicher nach einigen Wochen langsam reduziert werden. Ich selbst nehme es schon fast zwanzig Jahre und bin bei 2,5 mg stehen geblieben. Hier sind die Nebenwirkungen fast ausgeschlossen.

Die Folsäure zu MTX- da schließe ich mich Lillyy an - ist unbedingt notwendig. Jeder hat seine eigene Biologie, so muss bei dir getestet werden, was dein Medikament ist. MTX war zum Beispiel nicht meines und entsprechend waren bei mir die Auswirkungen. Bei leichter Übelkeit kann noch MCP (Tabletten oder Tropfen) dazu gegeben werden.

Am besten du sprichst mit deinem Rheumatolgen, auf jeden Fall solltest du weder das eine noch das andere Medikament ohne Arzt reduzieren oder gar absetzten.


nelli 130


Verfasst am: 13.04.2018, 13:48
Dabei seit: 15.01.2010
Beiträge: 354

Als Dauerrmedikation sind 10 mg definitiv zu hoch. Bei der Dosierung werden sich vermutlich Nebenwirkungen einstellen.
Daher würde ich persönlich MTX (zusätzlich Folsäure!) empfehlen, was von vielen gut vertragen wird.
Was meint denn dein Rheumatologe?

Viele Grüße!


Zu wissen, man könnte, ist besser, als zu glauben, man muss.


Verfasst am: 12.04.2018, 22:06
Dabei seit: 02.09.2015
Beiträge: 16

Hallo zusammen,

Weiß jemand zufällig was schädlicher für den Körper ist MTX 15mg oder 10mg Kortison?

Danke




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