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Wahl des Biologicals
Reihenfolge 

Verfasst am: 18.08.2017, 14:05
Dabei seit: 11.04.2013
Beiträge: 127

Liebe Momo,
Bei Kinderwunsch und Bedarf für einen TNF-Inhibitor gibt man bevorzugt Substanzen die wenig (Enbrel) bis minimal (Cimzia) plazentagängig sind. Beide Substanzen sind also möglich. in der Frühschwangerschaft gibt es bei allen TNF-Blockern nur sehr geringe Plazentagängigkeit. Zu Cimzia liegen aktuell neue Studien vor zur Plazentagängigkeit in der Spätschwangerschaft und zum Stillen, daher wäre es für mich bei Kinderwunsch an sich die erste Wahl - man könnte dann bei Therapiebedarf in der Schwangerschaft damit wieder beginnen bzw. es gar nicht absetzen - denn Sie nehmen ja aktuell MTX was man ja auf jeden Fall absetzen muss. Wenn Cimzia nicht ausreichend wirkt (es gibt immer individuelle Unterschiede, bei manchen Frauen wirkt Cimzia besser, bei manchen Enbrel) kann man alternativ natürlich auch Enbrel geben, hier scheint die Plazentagängigkeit in der Spätschwangerschaft gering zu sein. Alles Gute!


Verfasst am: 17.08.2017, 20:43
Dabei seit: 14.04.2013
Beiträge: 3

Sehr geehrte Frau Dr. Fischer-Betz,
bei mir steht erstmals eine Behandlung mit einem Biological zur Entscheidung an, da die aktuelle Kombinationstherapie aus MTX, Sulfasalazin und Hydroxichloroquin die Erkrankung wahrscheinlich nicht stark genug in Remission bringt. Ich hatte hierzu vor ca. zwei Monaten bereits per E-Mail kurz Kontakt mit Ihnen. Mein Rheumatologe möchte mir in einem ersten Ansatz Enbrel geben, u.a. mit der Begründung, dass die Halbwertszeit kurz sei und man daher bei Infektionen kurzfristig aussetzen könnte (unter MTX hatte ich im letzten halben Jahr leider häufiger Infekte)
und weil der Erfahrungsumfang bzgl. Schwangerschaft hier recht hoch sei. Embryotox bevorzugt wegen des Erfahrungsumfangs wohl auch Enbrel und Humira vor Cimzia. Andererseits scheint Cimzia nach dem, was ich gelesen habe, weniger plazentagängig zu sein. In meiner ersten Schwangerschaft war ich leider nicht beschwerdefrei. Bei Problemen in der Schwangerschaft möchte mein Rheumatologe gerade in einem fortgeschrittenen Stadium eher (wie in der ersten SS) Sulfasalazin geben. Bis zur 20. SS-Woche sei notfalls auch eine Gabe von Enbrel möglich.

Spricht aus Ihrer Sicht etwas dagegen, Enbrel als Biological zu wählen bzw. wie schätzen Sie die Situation ein?

Vielen herzlichen Dank.




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