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Medikamenteneinnahme
Reihenfolge 

Verfasst am: 09.11.2016, 10:01
Dabei seit: 07.11.2016
Beiträge: 3

Hallo Amna, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich finde es aufschlussreich zu erfahren, bei welchem Beschwerdebild eine Medikamenteneinnahme mit MTX beginnt. Ich zweifle, ob MTX bei mir das erste Mittel der Wahl ist, da ich bis auf den Druckschmerz im Daumengelenk eigentlich keine weiteren Beschwerden habe, ich bin auch nicht müde etc. sondern gehe leistungsstark und konzentriert meinen Tätigkeiten nach. Da würde mich jetzt solch ein Medikament nur "sedieren". Es sei denn, die Aussichten dass die RA nach einigen Monaten zum Stillstand käme, wären groß. Das werde ich dann mit meinem Rheumatologen noch besprechen.
Übrigens hatte ich auch verschärfte Sicca-Syndrome - das hat sich wesentlich gebessert, auch durch ein homöopathisches Mittel.
Viele Grüße, PetraP


Verfasst am: 07.11.2016, 17:35
Dabei seit: 09.09.2015
Beiträge: 8

Hallo!
ich habe die Diagnose "undifferenzierte Arthrits" Raynaud-Syndrom und Sicca-Syndrom, die Beschwerden habe ich seit 3-4 Jahren und sie nehmen immer weiter zu. Besonders in Stress-Situationen oder bei nassem Wetter merke ich, dass ich ohne Medikamente nicht mehr kann. Anfangs hat mein Hausarzt mich nicht erst genommen, weil die kein Blutwert auf Rheuma deutete. Auch der Rheumatologe fand nichts. Ich habe dann auf die Tagesklinik zur Diagnostik gedrängt. Aber auch dort konnte man im Blut nichts finden und sah keine Veranlassug für eine Basismedikation. Ich habe dann ein halbes Jahr später den Rheumatologen gewechselt. Der hat mir Cortison gegeben, dann wurde es endlich besser. Wir versuchten es dann mit einer Basismedikation (Sulfasalazin), auf dass ich mit Fieber und starken Nebenwirkungen reagiert habe. Dann habe ich eine zeitlang nur noch MEloxicam als Schmerzmittel und Cortison genommen. Sobald ich runter dosiert wurde, gingen die Schmerzen und die Müdigkeit wieder los. Jetzt bekomme ich seit 5 Wochen MTX (Lantarel) und verspüre zumindest keine Verschlimmerung. Die Müdigkeit ist besser geworden, die Schmerzen weniger. HAbe nur arge Konzentrationsprobleme und Schwindelattacken. Aber wenn es weitrerhin anschlägt, kann ich das in Kauf nehmen. MEin Rheumatologe sagt, meine Prognose sei gut, da meine Gelenke nicht angegriffen sind. Mich nervt ein bisschen, dass ich dem Kind noch keinen Namen geben kann, da es sich im Blut immer noch nicht zu erkennen gibt. Daher fiel mir der Gedanke nicht leicht, relativ starke MEdikamente einzunehmen. Aber ich finde mich mittlerweile damit ab, denn ich möchte wieder mehr LEbensqualität. MTX ist ja ein gut wirksames MEdikament, aber vielleicht nicht immer das erste Mittel der Wahl. Andererseits sieht man ja bei mir, dass die NEbenwirkungen gegenüber dem anderen MEdikament deutlich geringer sind.


Verfasst am: 07.11.2016, 12:07
Dabei seit: 07.11.2016
Beiträge: 3

Vielen Dank MacGyver für die rasche Antwort. Ich werde sie dann auf dem Expertenforum stellen. Mich interessieren aber natürlich auch Erfahrungen, die andere in so einem Frühstadium gemacht haben. Mich schrecken einfach die Risiken und Nebenwirkungen der MTXTherapie zu den vergleichsweise derzeitigen geringen Beschwerden. Mit besten Grüßen PetraP


Verfasst am: 07.11.2016, 11:02
Dabei seit: 16.05.2015
Beiträge: 37

Hallo PetraP,

da es sich hier nicht um ein dauerhaft von Ärzten betreutes Forum handelt, können wir hier leider keine medizinischen Empfehlungen aussprechen.
Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass ein frühzeitiger Beginn der Therapie mit Basismedikamenten wie MTX dazu führt, dass etwaige Folgeschäden minimniert werden können.

Du kannst deine Frage aber ab dem 17. November 2016 (bis 24. November) unserem Expertenforum zum Thema "Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen" noch einmal stellen. Dort antworten Ärzte und erfahrene Betroffene und können hilfreiche Tipps geben.

Viele Grüße
MacGyver


Verfasst am: 07.11.2016, 10:07
Dabei seit: 07.11.2016
Beiträge: 3

Guten Tag,
bei mir wurde vor zwei Wochen die Diagnose RA gestellt - aufgrund von einem leicht erhöhten CCP-Wert und Schmerzen im rechten Daumengelenk. Der Rheumatologe empfahl mir den sofortigen Beginn einer MTX-Therapie. Den nächsten Gesprächstermin bei ihm gibt es erst am 8.12.

Ich kann mich für den sofortigen Beginn einer MTX-Therapie nicht entschließen. Meines Erachtens stehen die Nebenwirkungen in keinem Verhältnis zu meinen jetzigen Beschwerden. Ich fühle mich fit und leistungsstark und bin auch voll berufstätig. Ich habe keine Morgensteifigkeit und mache sehr viel Sport, und habe auch danach keine Beschwerden, im Gegenteil. Ernähre mich vegetarisch. Habe Idealgewicht.
Nehme jetzt gelegentlich Ibuprofen 400 (am Abend) – danach ist es morgens fast weg.

Mir ist bekannt, dass die Früherkennung sehr wichtig ist. Trotzdem:

Meine Fragen:
- Welchen Nutzen hat es mit einem solch starken Medikament so früh anzufangen?
- Kann man in einem solchen Frühstadium auch andere Erstmaßnahmen ergreifen?
- Wenn ja, welche?
- könnte man in das Daumengelenk auch zunächst eine Cortisonspritze geben oder ggf. in regelmäßigen Abständen?
- kann sich der CCP-Wert auch ohne Medikamenteneinnahme wieder normalisieren?

Vielen Dank für Ihre Antworten.




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