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Kariesprophylaxe bei Mundtrockenheit
Reihenfolge 

Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 26.02.2010
Beiträge: 7

Ich leide seit etwa acht Jahren an immer stärker werdender Mundtrockenheit, die ich erst mal als Spätfolge einer Strahlentherapie angesehen hatte. Nachdem mir ein Strahlentherapeut vor zwei Jahren gesagt hatte, dass das nicht sein könne, habe ich die Bürgerinformation der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe angerufen gefragt, welcher Facharzt für Mundtrockenheit zuständig sein. Diabetes und Medikamenteneinnahme konnten sicher ausgeschlossen werden, daher hat mich die Ärztin an einen Rheumatologen verwiesen, da ein Sjögren-Syndrom vorliegen könne.

So bin ich dann vor zwei Jahren ziemlich schnell zu der Diagnose Misch-Kollagenose mit Schwerpunkt SSS (die Augen sind nicht trocken) gekommen und nehme Quensyl, was ich gut vertrage. Leider regt es nicht den Speichelfluss an und ein Versuch mit Salagen brachte auch keinen Erfolg. Meine Zähne haben inzwischen massiv Karies. Ich gehe drei- bis vier Mal im Jahr zum Zahnarzt und jedes Mal muss etwas gemacht werden. Meine Zähne putze ich intensiv, spüle den Mund mit Aldiamed-Spülung und trage nachts GC MI Tooth Mousse Plus auf. Das Aldiamed-Gel benutze ich nach Bedarf. Durch Bonbonlutschen und Kaugummikauen versuche ich, den Speichelfluss anzuregen - leider gibt es wenige ohne Zitronensäure und beim Kaugummikauen habe ich das Gefühl, das Kaugummi saugt den Speichel auf anstatt dass er mehr wird!? Was kann ich noch tun, um meine Zähne vor Karies zu schützen??

Eigentlich hat mir die Diagnosestellung nicht viel genutzt - ich weiß zwar den Namen der Erkrankung, aber wirklich behandeln kann man sie nicht. Kann mit der Einnahme von Quensyl verhindert werden, dass der Speichelfluß noch geringer wird? Welche Nebenwirkungen kann die jahrelange Einnahme von Quensyl haben?

Dies ist zwar ein Sjögren-Syndrom-Forum, aber ich würde gerne noch eine Frage zur Misch-Kollagenose stellen: Ich habe gelesen, dass die Gefahr einer Lymphomerkrankung besteht. Da ich 1992 einen inflammatorischen Brusttumor mit Lymphknotenbefall hatte, würde ich gerne wissen, ob dadurch ein erhöhtes Risiko bei mir bestehen könnte. Und falls ja, welche Maßnahmen zur Früherkennung gemacht werden könnten.

Herzlichen Dank für Ihre Antworten!


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 27.02.2009
Beiträge: 179

Hallo, oftmals geht eine schwere Karies dem Vollbild eines Sjögren-Syndroms voraus. Die Betroffenen bemerken erst nach Jahren, das sie zu wenig Speichel haben. Der Speichel verliert zuerst etwas an Qualität und wird dann immer weniger und reinigt die Zähne eben nicht mehr richtig. Dadurch kommt es zur Karies. Sie dürfen zwischen den Mahlzeiten keine zuckerhaltigen Getränke oder Bonbons u.a. essen oder trinken. Nur Wasser zwischendurch trinken. Sonst ist der Zucker Gift für die Zähne. Sie müssen auch nach jeder Mahlzeit die Zähne reinigen, auch mit Zahnseide. Die angebotene Prophylaxe der Zahnarztpraxen ist für Sie extrem notwendig. Falls Sie die zuckerfreien Kaugummis nicht für gut befinden, kann man auch einen Kirschkern längere Zeit im Mund behalten: natürlich nicht kauen, die Bewegung regt auch etwas die Speicheproduktion an. Es ist sehr schade, dass Sie mit Salagen nicht klar kommen, das hilft vielen Betroffenen. Bromhexin, eigentlich ein Hustenmittel, verflüssigt auch den Speichel und hilft manchen Betroffenen.Der beste Speichelersatz ist immer wieder das Wasser. Nichts Süßes zwischendurch und gründliche Mundhygiene nach jeder Mahlzeit sind die Hinweise, die Sie eben selbst schon kennen und Ihnen nicht genügen. Quensyl hilft mehr bei den Gelenkbeschwerden. Bei seinem Gebrauch sind regelmäßige Augenarztkontrollen (6Monate) notwendig.
Zur Frage der Lymphknoten: Bei einem Sjögren-Syndrom sollten ohnehin in jährlichen Abständen die Lymphknoten am Hals, im Bauchraum und vor allem in den Speicheldrüsen selbst mit Ultraschall untersucht werden, dann sind Sie sicher, dass alles in Ordnung ist. Einen direkten Zusammenhang mit Ihrer Brusterkrankung sehe ich nicht.
Viele Grüße
Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 02.04.2006
Beiträge: 23

Hallo queenlagg,
gehen Sie doch mal im Internet auf folgende Seite:
http://www.biotene.de
Zahn-und Mundpflege bei Mundtrockenheit.
Dort finden Sie auch einen Hinweis darauf, dass Ihre Brusterkrankung
evll. mit der Trockenheit zu tun haben könnte.




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