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Polyneuropathie infolge Arava?
Reihenfolge 

Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 02.01.2010
Beiträge: 1

Polyneuropathie infolge Arava?

Polyneuropathie infolge von Arava ?

Ein hiesiger Professor für Rheumatologie hat das Auftreten von Polyneuropathie (seit ca. 2007) auf Arava (seit 2005) zurückgeführt und empfohlen, Arava abzusetzen, um die PNP zu stoppen.
Ist der Zusammenhang AravaNP allgemeiner Kenntnisstand heute?
Wer weiß darüber Bescheid?

Ist die Lokalisation der PNP in den Axonen bzw.der Myelinscheide der betroffenen Nerven von diagnostischer Bedeutung?

(Leider kann ich nicht so leicht auf die Biologicals umsteigen - wegen vorausgegangener Tbc - und bekomme durch MTX lästige Knoten.)


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 22.01.2010
Beiträge: 4

Hallo Ebo,
ist die Polyneuropathie denn schon vorhanden, oder befürchtest Du einen Ausbruch?
Ich selbst habe Arava über mehrere Jahre im Medikameten-Cocktail gemeinsam mit Sulfasalzin und Resochin eingenommen! Außer leichtem Bluthochdruck traten keinerlei Nebenwirkungen auf. Mein damaliger Rheumatologe vermutete eine gegenseitige, Nebenwirkungen aufhebende Reaktion der verschiedenen Wirkstoffe (wie auch in einigen wissenschaftlichen Studien belegt)!
Vielleicht kann auf diese, Wege eine Polyneuropathie vermieden werden.
Narürlich reagiert jeder Organismus für sich anders, sodass man meiner Meinung nach nur durch Ausprobieren mit unterschiedlichen Dosierungen und eventuell verschiedenen Wirkstoffen eventuelle Nebenwirkungen bekämpfen kann. Alles natürlich nur in Absprache mit behandelnden Ärzten und ständigen Kontrollen!
Ich musste Arava absetzen, da die Wirkung nach einigen Jahren nachlies und die Gelenkbeschwerden überhand nahmen.
Inzwischen bin ich bei Orencia (Infusion) gelandet.
Gruß aus Dortmund
Michael


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 25.01.2010
Beiträge: 1

Hallo Ebo!
Natürlich möchte ich mich in Deine Behandlung einmischen. Aber ich kann Dir die folgenden Dinge mitteilen.
Darüber, dass Arava Polyneuropathie auslöst nichts gefunden. Aber das Medikament ist nicht ohne. Als Leser einer sehr kritischen Zeitung über Medikamente habe ich dort gefunden, dass Arava nur in Ausnahmefällen verwendet werden sollte.

Ein kurzer Text dazu:
FAZIT: Das als Basisantirheumatikum angebotene Immunsuppressivum Leflunomid (ARAVA) beeinflusst nach ersten Daten die Beschwerden bei rheumatoider Arthritis etwa so gut wie Sulfasalazin (AZULFIDINE u.a.) oder Methotrexat (LANTAREL u.a.).

Störwirkungen wie Durchfall, Übelkeit, Haarausfall und besondere Infektanfälligkeit sind typisch für ein Immunsuppressivum. Leflunomid kann den Blutdruck erhöhen sowie Haut, Blut und Leber schädigen. Mit Panzytopenie und schweren Hautreaktionen (LYELL-Syndrom) ist zu rechnen. Während der Einnahme müssen regelmäßig Blutdruck, Leberwerte und Blutbild überwacht werden. Die teure Neueinführung bleibt Reserve, wenn Methotrexat, Goldsalze oder Sulfasalazin versagen.

Inzwischen wird in der Zeitung sogar von einer Behandlung abgeraten. Also ist der Rat Deines behandelnden Arztes ja schon nachvollviehbar, auch wenn ich für die von ihm genannte Begründung keinen Beleg gefunden habe. Allerdings bin ich im Bereich der Rheumatolgoie nicht aktiv tätig, so dass mir praktische Erfahrungen fehlen.

Grüße von Kuno




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