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Rheumatoide Artritis - Muskel-und Sehnenschmerzen?
Reihenfolge 

Verfasst am: 17.09.2020, 08:47
Dabei seit: 01.05.2020
Beiträge: 13

Guten Morgen Lilliane,
die Buchtips sind gut, danke dafür. Ich strebe ebenfalls eine nahezu Medikamentenfreiheit an, was meine Rheumatologin grundsätzlich unterstützt, nur liegt dieser Punkt noch in weiter Ferne, da ich ja noch nicht annähernd stabil bin. Zu Deiner Frage...ich mache eine Verhaltenstherapie, aktuell 1x wöchentlich, da ich - durch externe Einflüsse bedingt- sehr dünnhäutig bin...Ich habe das Gefühl es hilft mir. Sobald es mir mental schlechter geht, hat dies auch unmittelbar Auswirkungen auf meine Schmerzen. Ich wünsche Dir, dass Du schnell vom
Kortison weg kommst bzw. erst einmal zu einer niedrigen Dauerdosis von 5 mg, die verkraftet der Körper, aus eigener Erfahrung (ich bin bei 7mg), sehr gut. Ich finde Deinen Ansatz bezüglich Aktivierung der Selbstheilungskräfte sehr gut, damit werde ich mich auch näher beschäftigen. Aktuell kühle ich ebenfalls, wenn die Schmerzen stärker werden, das hilft bei mir sehr gut. Zudem beschäftige ich mich mit dem Thema ‚Schüssler Salze‘, diese nehme ich ergänzend, wenn ich akute Schmerzen habe als ‚Heiße 7‘, genauer gesagt die Nr.7, Magnesium Phosphoricum, dies abends oder mehrfach über den Tag verteilt, hilft mir zumindest auch sehr. Bezüglich Langzeitwirkung-Therapie lese ich mich hier gerade ein und werde dies dann ebenfalls probieren. Ich finde unseren Austausch sehr hilfreich freue mich immer über eine Antwort von Dir. Darf ich Dich fragen wie alt Du bist? Ich bin 46 Jahre alt und momentan beeinflusst die neue Situation vor Allem den Bereich Arbeit bei mir. Ich bin noch immer AU und weiß nicht wie lang nochgedanklich beschäftige ich mich damit leider sehr viel... wie es weiter geht und wieviel ich nach meiner AU noch machen kann etc., dies wirkt sich derzeit nicht positiv auf die körperliche Situation aus, sondern verschlimmert diese. Wie ist es diesbezüglich bei Dir? Ich hoffe Du hast dasGedanken-Karussell besser im Griff.
Ich wünsche Dir eine gute und beschwerdefreie
Zeit. LG, Sandra


Verfasst am: 16.09.2020, 21:48
Dabei seit: 22.06.2020
Beiträge: 11

Liebe Sandra,

Zweiter Versuch dir zu antworten. Hoffe es klappt diesmal.

Mit meiner derzeitigen Dosierung von 20 mg MTX plus 25 mg Kortison komme ich noch nicht hin, aber bis zum nächsten Rheumatologen-Termin Mitte Oktober versuche ich dennoch das Kortison auf 20 mg zu reduzieren. Ich hatte ich Netz gelesen, dass falls MTX nicht ausreicht, zusätzlich ein Biologika dazu gegeben wird. Also warte ich den Termin und die Arztmeinung mal ab.
Gegen die Schmerzen hilft mir Kühlung und über Nacht mache ich mitunter Wirsingwickel. Hilft ebenfalls und ist natürlich - das mag ich. Dennoch vielen Dank für deinen Hinweis zu deiner zusätzlichen Behandlung.
Zu dir, eine unterstützende psychologische Betreuung ist ganz sicher hilfreich. Ich nehme sie ebenfalls in Anspruch und es gibt auch ne Idee, was meinerseits verborgen hinter einer Auto-Immunerkrankung steht. Vllt mal später mehr dazu, wenn du sicherer wirst worum es bei dir geht.
Ich habe ja das Ziel, dass ich irgendwann ganz weg komme von den Medis. Aber das ist derzeit noch nicht möglich. Jedenfalls versuche ich mit Bewegung, gesunder Ernährung (mit ausreichend Vit C, D und E) und Psycho-Hygiene meine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Diesbezüglich hatte ich erst im Netz eine Menge gelesen und dann u.a. das Buch der “Ernährungs-Docs: Starke Gelenke” gekauft. Zum öffnen von Gedankenblockaden und Ideen zu weiteren Nahrungsergänzungsmitteln finde ich auch das Buch “Die Rheuma-Lüge” hilfreich. Allerdings halte ich es für wenig sinnvoll alle Medis abzulehnen (wie die Autorin), aber viele gute Tipps verbergen sich im Buch.

Ich hoffe du findest einen guten Einstieg in die psychologische Therapie und hast einen guten Therapeuten/ eine Therapeuten. Weißt du welche Form (Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie etc.) es ist?

Alles Liebe für dich, Lilliane


Verfasst am: 10.09.2020, 22:48
Dabei seit: 22.06.2020
Beiträge: 11

Liebe “Zwergi” (hab’s registriert)

Oh man - jetzt habe ich dir eben eine lange Nachricht geschrieben, aber es scheint nur die Anrede im Chat zu erscheinen. Schluchz! Heute ist es mir zu spät, um alles nochmals zu tippen. Aber ich melde mich zeitnah!

Liebe Grüße, Lilliane


Verfasst am: 10.09.2020, 11:18
Dabei seit: 01.05.2020
Beiträge: 13

Hallo Liliane,

vielen Dank für Deine Antwort und danke für den Tipp im Hiblick auf mögliche PSA. In meiner Familie hatte bisher noch Niemand Schuppenflechte, von dieser Seite könnte es also nicht kommen. Bei mir sind die Rheumafaktoren alle positiv, ebenso der CCP- Wert im Blut > 800, was zu der Diagnose RA geführt hat. Meine Dauerschmerzen sind nach wie vor da, allerdings lässt die Intensität inzwischen unmittelbar nach dem Spritzen für 2-3 Tage nach- dies hast Du ja auch geschildert. Ich nehme zur Modulation des Schmerzempfindens seit ca 3 Wochen nun noch zusätzlich Amitriptylin 25 mg täglich und so langsam setzt auch hier gefühlt eine Wirkung ein, die dazu führt, dass die Dauerschmerzen nicht mehr so intensiv "brennen" sondern sich zunehmend stumpf anfühlen. Der Schmerz ist so zwar immer noch nicht weg, allerdings in dieser Form wesentlich besser zu ertragen und manchmal vergesse ich ihn inzwischen sogar stundenweise. Das könntest Du unter Umständen auch mit Deinem Arzt besprechen, vielleicht hilft es Dir ebenso wie mir. Neben der Schmerzmodulation hat es auch noch antidepressive Wirkung, was mir ebenso hilft, da ich mich auf dem Weg in ein "riesiges Loch" befand und entschieden habe mir professionelle Hilfe, zumindest in der Anfangsphase der Krankheit, zu holen. Die Psychologin hat mir dann Amitriptylin empfohlen und ich habe zusätzlich auch noch eine Gesprächstherapie, da mich doch einige Themen in der neuen Situation beschäftigen.

Ich habe zudem festgestellt, dass meine Schmerzen deutlich geringer werden, wenn ich mich in einer insgesamt entspannten Atmosphäre befinde, also versuche ich mich nicht unter Druck zu setzen, selbst wenn ich Themen habe, die mich extrem beschäftigen...das ist zugegebenermaßen eine riesige Herausforderung.

Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung, gern können wir uns weiter austauschen. Ich freue mich über Neuigkeiten.

LG

Zwergi158
Sandra


Verfasst am: 07.09.2020, 22:44
Dabei seit: 22.06.2020
Beiträge: 11

Hallo Zwergi,

Dies ist meine allererste Nachricht im Forum, nachdem ich eben gelesen habe, dass du im Arm sehr ähnliche Symptome wie ich hast.
Meine Diagnose “Psoriasis Arthritis” ohne Hautplaques der Schuppenflechte wurde im Juli gestellt und basiert wohl auf den nicht nachweisbaren (sonst üblichen) Rheumaparametern, sowie der Enthesitis (Sehnenansatz-Entzündung) im Ellebogen und MRT nachweisbaren Erosionen. Wegen der fehlenden Schuppenflechte der Haut habe ich einen monatenlangen Leidensweg hinter mir. Und erst seit Juli sind die kribbelnden Schmerzen am Arm mit Ausstrahlung bis zum Rücken da.
Unter MTX plus Kortison lässt sich dieser nervige Schmerz etwas unterdrücken, aber weg ist er nur 1-2 Tage nach der MTX Spritze. Deswegen wurde MTX im August auf jetzt 20 mg erhöht, auch um Kortison wieder runter zu fahren, dass ich auf Anraten meines Hausarztes immer weiter erhöht hatte. Nach Rücksprache mit dem Rheumatologen bringt das aber bei den Sehnenentzündungen nichts - also nun schrittweise wieder Kortison Reduktion. Wobei die Kribbelschmerzen wieder unangenehmer werden.

Deine Frage zur Diagnose solltest du mit deinem Rheumatologen besprechen und dort auch eine mögliche Schuppenflechte in deiner Familie oder bei dir angeben.

Laut Internet werden beide Erkrankungen RA und PSA sehr ähnlich behandelt.

Alles Gute für dich und melde dich nochmals über deinen weiteren Verlauf.

LG, Lilliane


Verfasst am: 07.09.2020, 22:44
Dabei seit: 22.06.2020
Beiträge: 11

Hallo Zwergi,

Dies ist meine allererste Nachricht im Forum, nachdem ich eben gelesen habe, dass du im Arm sehr ähnliche Symptome wie ich hast.
Meine Diagnose “Psoriasis Arthritis” ohne Hautplaques der Schuppenflechte wurde im Juli gestellt und basiert wohl auf den nicht nachweisbaren (sonst üblichen) Rheumaparametern, sowie der Enthesitis (Sehnenansatz-Entzündung) im Ellebogen und MRT nachweisbaren Erosionen. Wegen der fehlenden Schuppenflechte der Haut habe ich einen monatenlangen Leidensweg hinter mir. Und erst seit Juli sind die kribbelnden Schmerzen am Arm mit Ausstrahlung bis zum Rücken da.
Unter MTX plus Kortison lässt sich dieser nervige Schmerz etwas unterdrücken, aber weg ist er nur 1-2 Tage nach der MTX Spritze. Deswegen wurde MTX im August auf jetzt 20 mg erhöht, auch um Kortison wieder runter zu fahren, dass ich auf Anraten meines Hausarztes immer weiter erhöht hatte. Nach Rücksprache mit dem Rheumatologen bringt das aber bei den Sehnenentzündungen nichts - also nun schrittweise wieder Kortison Reduktion. Wobei die Kribbelschmerzen wieder unangenehmer werden.

Deine Frage zur Diagnose solltest du mit deinem Rheumatologen besprechen und dort auch eine mögliche Schuppenflechte in deiner Familie oder bei dir angeben.

Laut Internet werden beide Erkrankungen RA und PSA sehr ähnlich behandelt.

Alles Gute für dich und melde dich nochmals über deinen weiteren Verlauf.

LG, Lilliane


Verfasst am: 27.07.2020, 17:07
Dabei seit: 01.05.2020
Beiträge: 13

Hallo in die Runde,

bei mir wurde im April eine seropositive RA mit Aktivitätszeichen in den Fingergelenken, Handgelenk und Knie diagnositiziert. Zunächst taten mir nur die Gelenke weh, aber seit einigen Wochen habe ich auch Schmerzen in den Sehnen/Weichteilen des Armes und im hinteren Schulterblatt und HWS (hier liegen bereits minimale degenerative Veränderungen vor). Die Schübe werden unter Metex (seit 13 Wochen Einnahme) und Kortison nun weniger, aber die Dauerschmerzen wie zuvor beschrieben bleiben....es fühlt sich an wie ein Brennen und Ziehen. Ist dies normal bei RA oder könnte es sich auch noch um ein anderes Krankheitsbild handeln?
Vielen Dank für Eure Erfahrungen.

Viele Grüße,
Zwergi158




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