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Spondylloarthritis und Schwangerschaft
Reihenfolge 

Verfasst am: 30.11.2015, 08:16
Dabei seit: 27.02.2009
Beiträge: 179

Hallo, bei Ihrer "Undifferenzierten Arthritis" werden sicher vor allem die peripheren Gelenke, also die an Armen und Beinen betroffen sein, hierbei bestehen gute Chancen, dass sich die Gelenkentzündung dort in der Schwangerschaft bessert. So dass der Verzicht auf Enbrel auch gut zu verkraften ist, ob es sich nach der Entbindung wieder verschlechtert, ist nicht genau vorhersagbar, ist aber nicht auszuschließen. Wie ich Ihnen geschrieben habe, ist Prednisolon lokal in das entzündete Gelenk oder systemisch eine gute Option, wenn die Dosierung niedrig bleiben kann. Also:Ich sehe keinen Grund, Ihnen von einer Schwangerschaft abzuraten, allerdings müssen sie den Zeitpunkt in Abhängigkeit von der Akuität Ihrer Erkrankung mit Ihrem Rheumatologen absprechen, auch, wie Sie es mit dem Absetzen vom Enbrel machen sollten.
Alles Gute
Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle


Verfasst am: 26.11.2015, 22:00
Dabei seit: 20.11.2015
Beiträge: 4

Hallo
Ich habe eine undifferenzierte Spomdylarthritis.
Vielen Dank, dass sie über dieses Forum uns die Möglichkeit geben Fragen zu stellen
Grüße


Verfasst am: 26.11.2015, 09:47
Dabei seit: 27.02.2009
Beiträge: 179

Hallo, hinter dem Begriff Spondyloarthritis verbergen sich verschiedene Erkrankungen: die Bechterewsche Erkrankung, die Arthritis bei Schuppenflechte mit Wirbelsäulenbteiligung., eine entzündliche Darmerkrankung mit Wirbelsäulenbeteiligung usw. Schließlich gibt es auch noch die undifferenzierte Spondyloarthritis. Somit kann man Ihre Frage nicht genau beantworten. Bei einem M. Bechterew bessert sich das Krankheitsbild in der Schwangerschaft bei einem Drittel der Kranken. Bei einem weitern Drittel verschlechtert sich die Erkrankung und ein Drittel bleibt gleich. Bei welcher Schwangeren was auftritt, ist nicht vorhersagbar.
Schließlich sind manchmal Schwangerschaftsbeschwerden nur schwer von der eigentlichen Krankheit zu trennen. Enbrel darf heute bei Zustimmung der Patientin bei schwerer Grunderkrankung bis zum Nachweis der Schwangerschaft gespritzt werden. Dann sollte es in der Tat aber abgesetzt werden. Verschlechtert sich die Erkrankung in der Schwangerschaft dramatisch, wäre bei unzureichender Wirksamkeit kleiner Prednisolon-Dosen (10mg/d) auch die Gabe von Enbrel bei Zustimmung der Schwangeren möglich. Allerdings besser nicht mehr im letzten Schwangerschaftsdrittel, da dann eine Unterdrückung der Immunantwort beim Neugeborenen bestehen könnte. Haben Sie bei Ihrer Spondyloarthritis eine Beteiligung der peripheren Gelenke und nicht nur der Wirbelsäule, so verhalten sich diese ähnlich wie bei der Rheumatoiden Arthritis. Sie bessern sich sehr häufig in der Schwangerschaft, allerdings wird es nach der Entbindung in den meisten Fällen wieder schlechter. Man sollte Ihnen aber nicht von einer Schwangerschaft abraten. Wenn die Beckenmaße stimmen, können Sie auch auf natürlichem Wege entbinden.
Alles Gute für Sie!
Prof. Gromnica-Ihle


Verfasst am: 25.11.2015, 23:14
Dabei seit: 20.11.2015
Beiträge: 4

Hallo, ich habe Spondyloarthritis und bin mit Enbrel recht gut eingestellt und fast schmerzfrei. Schübe habe ich in diesem Sinne nicht, allerdings sagt mir mein Körper rechtzeitig nach 6-7 Tagen, dass es Zeit wird die nächste Spritze zu setzen
Ist es überhaupt möglich mit dieser Erkrankung und unter dieser Medikation schwanger zu werden?
Wie verhält sich die Erkrankung während der Schwangerschaft? Ist es wahrscheinlich, dass eine Verschlimmerung eintritt oder vielleicht eine Besserung? Enbrel werde ich wohl nicht mehr spritzen dürfen und müsste wieder zu Koritison 'wechseln'.
Freu mich über Ihre Antworten
Viele Grüße




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