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Schwangerschaft wagen mit Lupus/APS/SSA-RO und AIHA ?
Reihenfolge 

Verfasst am: 20.11.2015, 22:02
Dabei seit: 13.08.2015
Beiträge: 2

Hallo Birgit

Ich habe seit 2007 Lupus mit Nierenbeteiligung.
Am 23.11.2013 habe ich mit Unterstützung von Frau Dr.Fischer-Betz, der Uniklinik Würzburg und meiner Frauenärztin zwei gesunde Buben auf die Welt gebracht.
Ich kann dir nur raten: Gib nicht auf! Hör auf dein Bauch und dein Herz!
Den Ärzten in der Uni wäre es auch lieber gewesen ich hätte keinen Kinderwunsch. Aber mein Wille war stärker! ;-)

Mein Lupus war ruhig und es sprach einfach nichts mehr dagegen. Auch jetzt, zwei Jahre danach geht es mir gut. Immer wieder mal Gelenkschmerzen, aber meine Werte sind gut.

Weiterhin viel Kraft und alle Gute.
Gruß Lisa


Verfasst am: 20.11.2015, 19:48
Dabei seit: 11.04.2013
Beiträge: 127

Liebe Birgit,
die Kombination SLE/APS ist mit einem erhöhten Schwangerschaftsrisiko verbunden, es kommt aber ein wenig auf die Vorgeschichte und die Art der Antikörper an.
Wenn der Lupus stabil ist, keine Nierenbeteiligung vorliegt und man "nur" zwei frühe Fehlgeburten als klinische Manifestation eines APS hat würde ich nicht unbedingt abraten und zu einer Therapie mit ASS 100 als Dauertherapie plus Heparin ab positivem Schwangerschaftstest empfehlen. Das Risiko für Aborte wird dadurch reduziert, ist aber natürlich nicht "null"; zudem gibt es ein Risiko für eine Frtühgeburt und eine so genannte "Schwangerschaftsvergiftung". Bei SLE und positiven Antiphospholipidantikörpern ist ausserdem eine Therapie mit Hydrocxychloroquin (Quensyl) wahrscheinlich von zusätzlichem positiven Effekt auf den Schwangerschaftsverlauf. Einschränkend muss man sagen dass man bei einem Alter von > 40 Jahren sowieso ein höheres Risiko für Aborte hat. Sie benötogen aber auf jeden Fall einen Frauenarzt/Frauenärztin der dies mitträgt denn in der Schwangerschaft ist eine sorgfältige gynäkologische Begleitung fast genauso wichtig wie die medikamentöse Therapie.

Viele Grüße
Rebecca Fischer-Betz


Verfasst am: 20.11.2015, 12:54
Dabei seit: 20.11.2015
Beiträge: 1

Hallo, ich bin 43 Jahre alt, hatte bisher zwei Fehlgeburten und lebe mit der Aussage meiner Rheumatologin, dass "sie raus aus der Sache sei", wenn ich eine weitere Schwangerschaft anstreben sollte. Der Hämatologe hingegen sagt, es ist machbar, die größte Gefahr seien weitere Aborte. Die Oberärztin der Gynäkologie im hiesigen Krankenhaus findet die Gefahr einer Präeklampsie /irreversible Schäden der Niere viel zu groß. Der Hausarzt wirft mir Egoismus vor...
Bin ein wenig ratlos und seeehr verunsichert. Der Wunsch besteht weiterhin, doch sehenden Auges in die Gefahr zu laufen, ein halbwegs beschwerdefreies Leben zu verlieren, ist auch nicht mein Ding.
Wie gefährlich ist die Kombination Lupus/ APS denn tatsächlich? Alle von mir befragten Ärzte sind keine Fachleute....
Derzeit nehme ich ASS 100 und Prednisolon 4 mg täglich und komme ziemlich gut klar. Meine Nieren sind bisher ungeschädigt. Ich bekomme zudem regelmäßig Eiseninfusionen.
Über eine Antwort bzgl einer Einschätzung würde ich mich sehr freuen.

Gruß, Birgit




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