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Schwanger werden trotz Rheuma
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Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 12.06.2009
Beiträge: 1

Hallo,

ich habe Morbus Bechterew seit ca. 12Jahren und ich bin froh das bei mir die Erkrankung noch nicht soweit fortgeschritten ist. Was ich jetzt allerdings gerne wissen möchte ist. Meine Freundin und ich wünschen uns schon seit langem ein Kind. Nur haben wir beide Angst davor ein Kind zubekommen weil ich ja Morbus Bechterew habe. Die Angst ist natürlich davor das ich falls meine Freundin Schwanger wird ich unser Kind damit anstecke. Ich wäre froh wenn mir einer dazu was schreiben könnte ob das Kind dann von mir das Rheuma erben würde???


Verfasst am: 26.04.2012, 17:58
Dabei seit: 21.06.2009
Beiträge: 31

Der M. Bechterew wird nicht vererbt! Er st keine Erbkrankheit! Leider wird das auch von vielen Ärzten völlig falsch rübergebracht. Eine Erbkrankheit ist immer eine Krankheit die bei Vorhandensein eines Genes zu 25 - 100 %25 ( je nach Paarung der Eltern ) sicher eine Krankheit weitergibt. Solche Erkrankungen sind z.b. die Mucoviscidose, die Bluterkrankheit oder gewissen Muskeldystrophien. Diese Gene kann man durch eine Probeentnahme der Embryonalzellen aus der Gebärmutterschleimhaut bestimmen und danach etscheiden, ob man die Schwangerschaft fortsetzt oder nicht. Bei M. Bechterew ist das ganz anders!!!!!! Das HLA B 27 IST NICHTS ANDERES als ein Baustein des individuellen Fingerabdruckes der Gene und kein Krankheitsmerkmal! Die Zelloberflächen des Menschen sind so individuell zusammengestezt wie seine Augeniris oder sein Fingerabdruck und HLAB 27 hat man wie die Blutgruppe A oder 0. Die Wissenschaft hat nun durch unzähliche Reihenuntersuchungen festgestellt, daß es Menschen gibt, die mit gewissen Erbmerkmalen gefährdeter sind als andere eine Krankheit zu entwickeln, Zur Entwicklung der Krankheit müssen aber noch die Lebensumstände, Infekte, Immunabwehrreaktionen usw. beitragen. Man kann Bachterew weder durch HLA B27 nachweisen noch ausschließen, es ist nur so, daß Patienten mit Bechterew zu 75-95%25 HLAB 27 haben aber auch zu 5-25%25 nicht! Es wäre also ein hohes Risiko eine Placentabiopsie durchzuführen um etwas bestimmen zu wollen, daß nur ein erhöhtes Risiko des Embryo, an einer Erkrankung später zu erkranken feststellen würde, dadurch wären Gesundheit und Leben des Embryo um ein Vielfaches mehr gefährdet. Man sollte solche Risiken nicht zu ernst nehmen, sonst lebt man nur in Angst und Schrecken, die Wissenschaft kennt inzwischen tausende von Erbmerkmalen, die mit der MÖGLICHKEIT eines erhöhten Risikos für irgend eine Krankheit einhergeht von Brustkrebs bis Magengeschwür, ob diese Anlage im Leben manifest wird, weiß niemand (Zum Glück).
mein vater hat auch besterew.Bei mir wurden die Bakterien auch festgestellt, aber es ist noch nicht ausgebrochen...stattdessen eine reaktive Oligoarthritis.
ich hoffe dieser Beitrag konnte dir helfen^^.
lG David




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